
Wie der Bereich des öffentlich Sagbaren verschoben und an einem neuen Verständnis deutscher Vergangenarbeit gearbeitet wird.
„Hitler war Kommunist“, „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“, „Das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“ – Aussagen wie diese von AfD-Politiker*innen wie Alice Weidel, Maximilian Krah oder Mathias Helferich stehen exemplarisch für eine gezielte Strategie der Relativierung und Verschiebung des Diskurses über den Nationalsozialismus. Sie sind Ausdruck dessen, was Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, als einen „erinnerungskulturellen Klimawandel“ bezeichnet – den Versuch, die Geschichte zu verzerren, zu beschönigen und politisch umzudeuten.
Der Vortrag von Felix Forsbach untersucht (ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt), wie in Sachsens Politik an einem neuen Verständnis der deutschen Vergangenheit gearbeitet und der Bereich des öffentlich Sagbaren verschoben wird.
Details: Auf weiter Flur