
Ein auf den Sterbebüchern von Auschwitz basierendes Hörspiel mit anschließender Gesprächsrunde.
IMIONA NURTUu. Die Namen der Strömung ist ein außergewöhnliches Hörspiel‑Oratorium von Kai Grehn, das auf den Sterbebüchern von Auschwitz basiert und mit Gedichten des KZ‑Überlebenden Tadeusz Borowski verwoben ist. Menschen aus ganz Europa haben für dieses Projekt Namen von Ermordeten eingesprochen – ein Akt des Erinnerns, der zutiefst persönlich und zugleich kollektiv ist.
Das Werk überschreitet die Grenzen des klassischen Hörspiels. Es ist ein memento mori, das Stimmen der Lebenden mit historischen Tonaufnahmen aus ehemaligen Häftlingsbaracken verbindet. Es erzählt nicht – es legt Zeugnis ab. Ein stilles, fast rituelles Kunstwerk, das eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
Im Anschluss findet ein Gespräch mit Dr. Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag), Kai Grehn (Regisseur) und Elisabeth Gallas (Dubnow‑Institut) statt. Moderation: René Schlott.
Gefördert durch: Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Eintritt: frei
Details: Ariowitsch Haus