
Die russische Nobelpreisträgerin Irina Scherbakowa (Memorial) stellt ihr neues Buch vor.
In ihrem autobiografischen Buch teilt die russische Oppositionelle Irina Scherbakowa ihre Erinnerungen an das Leben in Russland nach der Perestroika. Die Mitbegründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, verwebt dabei eigene Erfahrungen und gesellschaftliche Betrachtungen eng mit der russischen Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts. Ihr Thema ist dabei ihre bis heute andauernde, aktive politische Tätigkeit, ihr Kampf gegen Staatsterror und für die Aufarbeitung des Stalinismus.
Scherbakowa berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Russland zu Beginn der 1990er Jahre und schildert anschaulich die neue Freiheit und Selbstbestimmtheit der Menschen bis zu ihrem unerwarteten Ende und dem Abgleiten in die Diktatur. Memorial International wurde 2021 liquidiert und Irina Scherbakowa flüchtete, wie viele andere Hoffnungsträger des Landes, ins Exil. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Tel Aviv und Berlin.
Mit ihrem Buch ist die Autorin, moderiert von Journalistin und Russland-Spezialistin Gemma Pörzgen, drei Tage lang Gast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden, Chemnitz und Zwickau und gibt Gelegenheit zu Austausch und Gespräch.
Die Lesung findet an folgenden Tage und Orten statt:
24.04.2026, 18:00 Uhr
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung Schützenhofstr. 36, Dresden
Details: SLpB
27.04.2026, 18:00 Uhr
Hartmannfabrik , Fabrikstr. 11, Chemnitz
Details: SLpB
28.04.2026, 18:00 Uhr
Alter Gasometer, Kleine Biergasse 3, Zwickau
Details: SLpB