Hohnstein, Foto: Juliana Socher

Newsletter 09/2025

29.08.2025 - Newsletter


Liebe Mitglieder der sLAG, liebe Freund*innen, liebe Interessierte,

 

die Sommerpause neigt sich dem Ende entgegen. Ein Blick auf die Terminliste unserer Mitglieder am Ende des Newsletters suggeriert einen typischen Herbst voller Veranstaltungen und die Vielfalt der Angebote spiegelt einmal mehr das große Potenzial unseres Netzwerks. Doch der Weg bis zu diesen Programmen war steinig und von vielen Ungewissheiten geprägt. Noch kurz vor den Sommerferien verhandelte die schwarz-rote Minderheitskoalition mit den Oppositionsfraktionen über den Doppelhaushalt 2025/26. Für uns und viele weitere Institutionen und Organisationen im kulturellen und sozialen Bereich bedeutete die verspätete Haushaltsaufstellung eine gravierende Behinderung unserer Arbeit. Ausgegeben werden durfte nur das existenziell Notwendige. Zudem sah der Regierungsentwurf im März tiefe Einschnitte in allen das Gemeinwesen stärkenden Bereichen vor: betroffen waren u.a. die Erinnerungskultur, die Schulsozialarbeit, integrative Maßnahmen, freie Theater, die Suchthilfe sowie die Demokratieförderung. Wir haben in diesen Monaten unsere Ressourcen vor allem dafür genutzt, um mit Verbündeten aus anderen Arbeitsfeldern für Veränderungen und eine Abwendung dieser rigiden Sparpolitik zu kämpfen. Gemeinsam mit den Oppositionsfraktionen von BÜNDNISGRÜNEN und der LINKEN ist uns dies am Ende gelungen. Mit der CDU- und der SPD-Fraktion wurde ein Doppelhaushalt verabschiedet, der keine großen Einschnitte für die Erinnerungskultur vorsieht.

 

Die Auswirkungen einer tiefen Verunsicherung und der spät ausgezahlten Gelder sind dennoch spürbar: Projekte mussten auf Eis gelegt werden, Mitarbeiter*innen konnten nicht weiterbeschäftigt werden oder mussten Stunden reduzieren, und viele geplante Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Beispielhaft weisen wir auf die kritischen Äußerungen der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, des Beirates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten oder der Riebeckstraße 63 hin. Die sLAG hat sich ebenfalls mehrfach zu Wort gemeldet.

 

Bei vielen ehrenamtlich oder hauptamtlich in der Erinnerungsarbeit Engagierten entstand der Eindruck, die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sei ein idealistischer Zeitvertreib, den man sich in Sachsen nur dann leistet, wenn die Kassen voll sind. In der Pressemitteilung zum verabschiedeten Haushalt monierte unsere Sprecherin Anna Schüller die sich darin ausdrückende Geringschätzung der Aktiven im Themenfeld und warnte eindringlich davor, dass solche Situationen demotivierend wirken und lang aufgebauten Strukturen nachhaltig schaden können. Gerade in Gegenden, in denen die Zivilgesellschaft, von rechten Organisationen und Parteien bedrängt, massiv unter Druck steht, braucht es eine verlässliche Unterstützung. Deshalb schlägt die sLAG vor, dass der Freistaat Sachsen ein erinnerungspolitisches Gesamtkonzept auf den Weg bringt, mit dem er sich zu einem kritischen und selbstreflexiven Umgang mit der eigenen Geschichte verpflichtet und dies mit entsprechenden finanziellen Mitteln langfristig unterstützt. Wer Interesse hat, sich darüber auszutauschen, ist am 24. September nach Dresden in die Gedenkstätte Bautzner Straße eingeladen. Wir werden die Idee dort mit alle kulturpolitischen Sprecher*innen der demokratischen Fraktionen diskutieren.

 

Unser nächster Newsletter erreicht euch Anfang November. Bis dahin wird sich das antisemitische Massaker der Hamas in Israel vom 7. Oktober 2023 zum zweiten Mal gejährt haben. Marina Chernivsky und der Verein OFEK e.V. haben vor einigen Monaten das Projekt KOLOT gestartet, welches sich künstlerisch und dokumentarisch mit den Auswirkungen des 7. Oktober auf die jüdische Gemeinschaft auseinandersetzt. In 20 narrativen Interviews wird der Tag aus individueller Sicht dokumentiert und zugleich entsteht ein kollektives Zeugnis. Das Projekt knüpft an die Tradition der Oral History an, um jüdisches Erinnern als Zeugenschaft und als aktive Praxis festzuhalten. Es zeigt, wie auch gegenwartsbezogen Methoden der Zeitgeschichte genutzt werden können, um traumatischen Gewalterfahrungen zu begegnen und Betroffenen eine Stimme zu geben. Und es erinnert uns daran, dass wir zuhören müssen, um miteinander im Gespräch bleiben zu können, um nicht zu verstummen. Unter Kolot – Stimmen werden nach und nach alle Interviews veröffentlicht, sie gehen zudem in die Sammlung des Jüdischen Museums Berlin ein.

 

Jonas Kühne und Jane Wegewitz aus der sLAG-Fachstelle für NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung

Neues aus der Fachstelle

Ja, auch wir sind in den letzten Wochen nicht nur in Arbeit abgetaucht, sondern in dem einen oder anderen See und haben versucht, uns mit dem einen oder anderen Eis sowie diversen Kaltgetränken auf annehmbare Betriebstemperaturen runterzukühlen. Aber klein war es doch, unser Sommerloch. Wir haben unseren Blick schon auf den Herbst gerichtet und mit der Vorbereitung zahlreicher Veranstaltungen, darunter viele Kooperationen mit unseren Mitgliedern und anderen Partner*innen, begonnen. Einige davon finden nun schon im September und Oktober statt.

 

So laden wir mit der Geschichtswerkstatt Sachsenburg und den Tagen der jüdischen Kultur Chemnitz am 11.09. zur Aufführung des Theaterstücks „Der Prozess des Hans Litten“ ein (11.09.2025, 19 Uhr, KZ Gedenkstätte Sachsenburg), mit HATiKVA und dem Netzwerk Antiziganismus/ Antiromaismus zur Fachtagung „Das Gerücht über die Anderen #4 – Die lange Geschichte von Ressentiments und Sozialchauvinismus“ mit Paneldiskussionen und Workshops zu Gerechtigkeit, Widerständen und Organisierung im Kontext von Kapitalismus, Antisemitismus und Antiromaismus/Antiziganismus (24.10.2025, 9:30 Uhr – 18:30 Uhr, Goethe-Institut Dresden) und mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und weiteren Partner*innen zum Vernetzungstreffen historisch-politische Bildungsarbeit „Sport, Geschichte und Verantwortung“ (24. und 25.10., Leipzig). Details und weitere Ankündigungen finden sich wie immer in der Rubrik Termine sowie (in Kürze) auf unseren Social Media-Kanälen und der sLAG-Website.

 

Wie immer versammelt unser Newsletter auch Beiträge zu spannenden Projekten im Netzwerk, Kurzrückblicke auf Veranstaltungen sowie Tipps zum Nachhören und Hinweise auf neue Publikationen. Und gerade noch pünktlich für den Newsletter erreichten uns drei gute Nachrichten: Das Projekt „Befreit in Leipzig 1945“ der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig ist für den Publikumspreis des Grimme Online Award nominiert (Direktlink zur Abstimmung), der colorido e.V. geht ins Rennen um den Progressive Voices Award 2025 (Direktlink zur Abstimmung) und der HATiKVA e.V. kann auf den Deutschen Engagementpreis 2025 hoffen – herzlichen Glückwunsch von uns und die Daumen sind gedrückt!

 

Wir wünschen einen schönen Spätsommer und Früherbst!

 

Jane Wegewitz und Jonas Kühne aus der Fachstelle für NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung

Neues aus dem Sprecher*innenrat

sLAG-Sprecherin Anna Schüller in Beirat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten berufen

Auf der Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (StSG) am 12.06.2025 wurde die Sprecherin der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) Anna Schüller in den Stiftungsbeirat der StSG berufen.

 

„Als Stiftungsbeirat freuen wir uns sehr,“ so dessen stellvertretender Vorsitzender, Daniel Ristau, „dass mit Anna Schüller eine langjährig engagierte Akteurin der sächsischen Erinnerungspolitik in unser Gremium berufen wurde, die mit der sLAG das größte und wichtigste Netzwerk mit über 100 Initiativen und Akteuren vertritt, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Sachsen auseinandersetzen. Ihre Expertise – auch mit Blick auf die im Aufbau befindliche Gedenkstätte KZ Sachsenburg – und ihre auch aus dem Netzwerk aufgegriffenen Impulse werden die Arbeit des Beirats sehr bereichern.“

 

Der Beirat der StSG ist ein beratendes Gremium, das in regelmäßigen Abständen zusammenkommt, um Angelegenheiten der Stiftung und der sächsischen Gedenkstättenlandschaft zu besprechen. Dem Beirat gehören Vertreter*innen von Aufarbeitungseinrichtungen und Opferverbänden, die sich mit den NS-Verbrechen und DDR-Unrecht beschäftigen, der Gedenkstättenpraxis sowie der Kirchen und Religionsgemeinschaften an.

 

Anna Schüller: „Der Sitz für die sLAG im Beirat ist ein Ergebnis der positiven Veränderung der Stiftung in den vergangenen fünf Jahren. Jahrelang war das Verhältnis zwischen den ehrenamtlichen Initiativen und der Geschäftsführung der Stiftung zerrüttet. Umso mehr freut es mich, künftig die sLAG im Beirat vertreten zu dürfen.“

 

Die nächste Sitzung des Stiftungsbeirats findet am 30.09.2025 in Leipzig statt.

 

Sprecher*innenrat der sLAG

 

Anna Schüller, Sprecherin der sLAG (Foto: Franziska Frenzel)

 

sLAG-Regionalkonferenz am 29.10.2025 in Dresden

Organisiert von Mitgliedern und Sprecher*innen findet am 29.10.2025 bei HATiKVA e.V. – Die Hoffnung Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur Sachsen die nächste sLAG-Regionalkonferenz in Dresden statt.

 

Kontakt: projekt@alter-leipziger-bahnhof.net

Neues aus dem Netzwerk

Spendenaufruf Online-Lexikon über das Ghetto Theresienstadt

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung wollen wir ein umfangreiches Online-Lexikon über das Ghetto Theresienstadt – mit über 1.000 Normseiten – professionell ins Tschechische übersetzen lassen. In Tschechien existiert bislang kein vergleichbares Nachschlagewerk. Mit diesem Projekt möchten wir einen wichtigen Beitrag zur historischen Bildungsarbeit leisten und die Arbeit der Gedenkstätte Terezín gezielt unterstützen.

 

Unser Ziel ist es, zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust beizutragen, die Erinnerungskultur zu fördern und demokratische sowie liberale Werte zu stärken. Die Veröffentlichung ist für November 2025 geplant – pünktlich zum Gedenktag, an dem vor 84 Jahren die ersten Gefangenen im Ghetto Theresienstadt ankamen.

 

Um dieses ambitionierte Vorhaben realisieren zu können, benötigen wir eure Unterstützung.

 

Spendenlink: betterplace.org

 

Verein Jugendbegegnung Theresienstadt/Terezín e.V.

 

Projekt „Colditz im Capa“

Dieses Projekt ist aus dem Erinnerungspolitischen Fachtag der sLAG 2023 in Leipzig und dem Zusammentreffen von Schloss Colditz, Netzwerk Jüdisches Leben e.V. und Capa-Haus Leipzig, vertreten durch die CAPA Culture gGmbH, hervorgegangen. Das Capa-Haus Leipzig und Schloss Colditz tauschen 80 Jahre nach der Befreiung durch US-amerikanische Truppen ikonische Bilder miteinander aus. Robert Capas Fotografien der Befreiung Leipzigs sind im Schloss Colditz zu sehen und die Fotos der in Colditz inhaftierten Offiziere des berühmten Sonderlagers Oflag IV C werden zum ersten Mal außerhalb des Schlosses und in Leipzig gezeigt.

 

Die Ausstellung „Colditz im Capa. Das Gefangenenlager“ ist vom 2. September bis 28. November 2025 im Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig, zu sehen. Geöffnet ist sie Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr und jeden 3. Sonntag im Monat (11 bis 16 Uhr), der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Zur Eröffnung am 1. September (17 bis 20 Uhr) gibt Regina Thiede, Museologin von Schloss Colditz, Einblicke in die Entstehung der Ausstellung und die Bedeutung der gezeigten historischen Aufnahmen der in Colditz inhaftierten Offiziere des berühmten Sonderlagers Oflag IV C, die erstmals außerhalb des Schlosses und in Leipzig gezeigt werden.

 

Plakat: Schloss Colditz/CAPA Culture gGmbH

 

Während des Zweiten Weltkrieges war Schloss Colditz als „Oflag IV C“ Sonderlager für Mehrfachausbrecher und Prominente. Es galt als ausbruchsicher bei den Bewachern – und als Fluchtakademie bei den Gefangenen. Denn jeder gescheiterte Fluchtversuch brachte neues Wissen um Fluchtwege und Grenzkontrollen mit zurück zu den Kameraden. So wurden die Fluchten immer waghalsiger und es gelangen 31 „homeruns“ von unzähligen Versuchen.

 

Der Colditzer Fotograf Johannes Lange lichtete im Auftrag der Wehrmacht das Lagerleben, Nachstellungen der Fluchten und vor allem die Offiziere selbst ab. Im Schloss Colditz waren Theaterspiel, Sportwettkampf und Spaziergänge möglich. Denn die Offiziere mussten keine Zwangsarbeit leisten, wurden von Geheimdiensten unterstützt und hatten Zeit, Fluchtpläne zu entwickeln. Geheime Tunnel und Radios, ein Segelflugzeug, gefälschte Uniformen, Ausweise und Pappgewehre zeugen von spektakulären Fluchtversuchen.Schloss Colditz avancierte nach dem Krieg durch Filme und Bücher zu einer Legende der Militärgeschichte, die in Großbritannien und den Niederlanden berühmt ist, in Deutschland dagegen nahezu unbekannt.

 

Die Sonderausstellung „Colditz im Capa. Das Gefangenenlager“ bringt eine Auswahl der Colditzer historischen Fluchthilfsmittel und Fotos ins Capa-Haus Leipzig. Die Fotos erzählen auch vom Kriegsende und der Befreiung des Schlosses durch die US-Armee am 16. April 1945 – zwei Tage bevor Robert Capa die Befreiung Leipzigs mit seiner Kamera dokumentierte.

 

Nora Pester, Netzwerk Jüdisches Leben e.V.

 

Förderverein Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e.V.

Der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e. V. öffnet aus Anlass des Tages des offenen Denkmals am 14. September 2025 von 10 bis 12 Uhr den Bahnhof Jacobsthal, den der Verein erworben hat und nun schrittweise zum Ort der Erinnerung und des Gedenkens gestalten wird.

 

Die Besucher werden in einer Interimsausstellung Einsicht in dieses denkmalgeschützte Gebäude erhalten, an dem bereits fünf Wochen nach dem Überfall Nazi-Deutschland auf die UdSSR am
22. Juni 1941 die ersten Kriegsgefangenen ankamen. Insgesamt trafen an diesem Bahnhof
ca. 200.000 Kriegsgefangene aus vielen Nationen ein, die dann ins Lager Zeithain/Jacobstahl und auch nach Mühlberg laufen mussten. Damit gehört dieser historische Ort zu dem, wohin deutschlandweit wahrscheinlich die meisten Kriegsgefangenen verbracht wurden.

 

Interessierte können sich einen Überblick über den gegenwärtigen Zustand und die herausfordernden Ideen des Vereins zur langfristigen Entwicklung dieses historischen Ortes verschaffen.

 

Den Besuchern werden Erfrischungen und Snacks angeboten. Für Spenden dankt der Verein schon im Voraus und freut sich auf zahlreiche Besucher.

 

Peter Franke, Förderverein Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e.V.

 

Aktuelles vom Projekt „Denkmal! Todesmarsch Mülsen-Eibenstock 1945“

Wir melden uns aus dem Sommer zurück. Die Zeit haben wir genutzt, um das Vergangene zu rekapitulieren und darauf aufbauend das zweite Halbjahr zu planen und vorzubereiten.

 

Anfang Oktober findet unser nächstes Jugendgeschichtsprojekt statt, mit Rad und Bahn vollziehen wir den Weg nach, den die Gefangenen aus dem Außenlager in Mülsen St. Micheln im April 1945 zurücklegen mussten. Anmeldeschluss für die Tour ist der 01.09.2025.

 

Zum Tag des offenen Denkmals am 14.09.2025 laden wir zur Fahrradtour „Auf den Spuren des Todesmarsches“ ein. Nach einer Führung durch das ehemalige KZ-Außenlager in Mülsen fahren wir entlang der historischen Route und mit Stopps zum Gedenken nach Eibenstock.

 

Am 17.09. (KGE Aue-Bad Schlema ) und 25.09.2025 (Ausstellung „Sonnensucher“ Zwickau, jeweils 18 Uhr) zeigen wir mit „Unvergessen“ einen digitalisierten DDR-Film zu NS-Verbrechen aus dem Jahr 1975. Auf die Vorführungen folgt eine Diskussion zur DDR-Erinnerungskultur.

 

Projekt „Denkmal! Todesmarsch Mülsen-Eibenstock 1945“

 

Am 10.10. (Stadtarchiv Schneeberg ) und 11.10.2025 (Bibliothek Mülsen St. Jacob, jeweils 10-16 Uhr) laden wir zum Workshop „Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen“ mit Maria Gleu ein. Die Teilnehmenden erwartet eine Einführung in Archivarbeit und Gesprächsführung, um NS-Bezüge in der eigenen Familiengeschichte aufzudecken. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.09. per E-Mail an anna.vogt@kge-erzgebirge.de oder annemarie.kelpe@alter-gasometer.de.

 

Workshop: Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen (Grafik: Maria Gleu)

 

Per E-Mail und bis zum 15.10. ist außerdem eine Anmeldung für unsere Gedenkstättenfahrt nach Terezín (Theresienstadt) am 01.11.2025 möglich.

 

Bei der Tagesfahrt nach Tschechien widmen wir uns der Geschichte von Theresienstadt und des KZ-Außenlagers Leitmeritz.

 

Weitere Informationen, auch zur Anmeldung, finden Sie auf unserer Website.

 

Anna Vogt und Annemarie Kelpe, „DenkMal! Todesmarsch Mülsen – Eibenstock 1945“, Zwickau/Aue-Bad Schlema

 

Rückschau und Aktuelles vom AKuBiZ

Gemeinsam mit einer Gruppe des Evangelischen Schulzentrums Leipzig waren wir am Beutwaldweg bei Markersbach/Rosenthal-Bielatal unterwegs und haben uns ans Werk gemacht, den Gedenkstein von Bewuchs zu befreien, auszubessern und ihn so zurück in eine würdige Form zu bringen. Der Gedenkstein erinnert an ein illegales Materiallager aus dem Jahr 1933, welches von einer Widerstandsgruppe um Alfred Vater genutzt wurde. Alfred Vater und 50 andere wurden im November 1933 verhaftet und für ihre illegale Grenzarbeit, vor allem den Literaturschmuggel, verurteilt. Der Eintrag auf gedenkplaetze.info wurde überarbeitet und eine Hinweistafel am Wegweiser angebracht.

 

Am 04. Juli luden wir zur Gedenkveranstaltung Schneise 31 ein: „Vor 90 Jahren: der Hinterhalt an der Schneise 31 bei Altenberg„. Gelockt in einen Hinterhalt wurden vor 90 Jahren Max Niklas, Walter Richter und Arthur Thiermann bei einer Schmuggel-Aktion ermordet.

 

Den Auftakt unserer kleinen Veranstaltungsreihe zu ihren Ehren machte ein Vortrag von Joachim Schindler in der Kulturkiste. Vor den 20 Anwesenden referierte er über die Ereignisse, die Berichterstattung und auch über die Rolle von Personen des Widerstandes in den Erzählungen über die Roten Bergsteiger*innen.

 

Tags darauf fand eine Wanderung zum Denkmal statt, bei der es kurze Inputs, u.a. von Joachim Schindler, gab. Angekommen am Denkmal trafen wir Roland Hering, Sohn des Widerständlers Arno Hering und auch Eva Mendel stieß zur Gruppe dazu. Als Tochter von Johannes Müller, der den Hinterhalt als einziger überlebte, richtete sie an die Anwesenden emotionale Worte und erzählte die Geschichte, wie sie herausfand welche Rolle ihr Vater ihm Widerstand spielte.

 

Am 28.08. eröffneten wir in der Kulturkiste die Ausstellung „Kunst • Verfolgung • Widerstand“. Sie widmet sich der bildenden Kunst von Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden und/oder im Widerstand aktiv waren. Die Auswahl der Grafiken und Künstler*innen stellt dabei aber keine Bewertung dar, sondern zeigt lediglich vorhandene Objekte aus einer privaten Sammlung.

 

Im Rahmen der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 wurden zahlreiche Werke aus Museen entfernt, beschlagnahmt oder vernichtet. Bereits vorher gab es ähnliche Diffamierungsformate und auch nach 1937 ging diese Hetze weiter. Dennoch bedeutete das nicht in jedem Fall ein Ausschluss aus dem künstlerischen Leben. Einige der zunächst verfemten Künstler*innen konnten weiter verkaufen, manche sogar an NS-Funktionäre und Behörden.

 

Gezeigt werden etwa 20 Zeichnungen, Drucke und Radierungen aus einem Zeitraum von fast 100 Jahren. Die Ausstellung ist bis Oktober jeden Donnerstag 14–17 Uhr in der Kulturkiste Pirna (Schössergasse 3) und nach Absprache (kontakt@akubiz.de) zu besichtigen.

 

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals am 14.09. laden wir am 10 Uhr zur Führung vom Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers Königstein zum Steinbruch Niedere Kirchleite, Königstein, ein. Am Standort des heutigen Parkhauses in Königstein befand sich seit November 1944 ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Im nahegelegenen Wald wurde bis März 1945 an einem noch größeren Lager gebaut. Die KZ-Häftlinge mussten, gemeinsam mit einer unbekannten Anzahl von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter*innen, im Steinbruch an der Niederen Kirchleite mehr als 20 Stollen in den Sandstein hauen. In dieser Stollenanlage sollte eine Hydrieranlage zur Herstellung von Flugzeugbenzin aufgebaut werden.

 

Wir begeben uns in einer Führung auf Spurensuche im nahegelegenen Wald und laufen gemeinsam zum Steinbruch an der Niederen Kirchleite. Treffpunkt ist das Parkhaus der Festung Königstein (10 Uhr). Aus Versicherungsgründen bitten wir um vorige Anmeldung per Mail an kontakt@akubiz.de.

 

Mehr Infos zum Steinbruch an der Niederen Kirchleite gibt es unter Lücken im Sandstein

 

Am 15.09.2025 laden wir 18 Uhr zum Vortrag „’Rasseschande‘ vor dem Dresdner Landgericht. 90 Jahre ‚Nürnberger Gesetze’“ in die Kulturkiste ein. Vor genau 90 Jahren erließ der Reichstag auf dem Nürnberger Parteitag der NSDAP das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“. Nun waren Eheschließungen und außereheliche Beziehungen zwischen Menschen, die als jüdisch definiert wurden, und Staatsangehörigen „deutschen oder artverwandten Blutes“ verboten. Das Gesetz war eine entscheidende Wegmarke der NS-Rassenpolitik. Zeitgenössische Gesetzeskommentare und Urteile betonten seine Bedeutung als „Grundgesetz“ des Dritten Reichs.

 

Familie Berger (Foto: Schenkung Myriam Schütze)

 

Der Vortrag konzentriert sich auf Gerichtsprozesse mit Angeschuldigten aus Sachsen, die vor der für „Rassenschande“ zuständigen Strafkammer des Dresdner Landgerichts verhandelt wurden. Wie kam es zu den Verfahren? Wie war die Urteilspraxis? Wer stand vor Gericht und welche Folgen hatten die Verurteilungen für die Betroffenen? Diesen Fragen geht Dr. Birgit Sack, Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden/Stiftung Sächsische Gedenkstätten, in ihrem Vortrag anhand ausgewählter Biografien nach.

 

Am 20.09. folgt unsere Wanderung „Erinnerungswege – Auf den Spuren von WiderständlerInnen während der NS-Diktatur 1933/1945 in der Sächsischen Schweiz“, Start ist 10 Uhr in Hohnstein.

 

Diese Wanderung im Polenztal, in einer der schönsten Gegenden der Sächsischen Schweiz, gibt aufschlussreiche geschichtliche Einblicke über die Burg Hohnstein und die umliegende Gegend zur Zeit des Nationalfaschismus. Es geht es um sehr konkrete Erinnerungsarbeit in Bezug auf die Burg, als eines der ersten Konzentrationslager Deutschlands 1933/34. Mit der vertieften biografischen Vorstellung von dort gefangen gehaltener Menschen ist es zudem ein besonderes Anliegen, stellvertretend den zu dieser Zeit Verfolgten und im Widerstand Aktiven ein Gesicht zu geben. Treffpunkt ist der untere Parkplatz Hocksteinschänke/Hohnstein (10 Uhr). Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an heidlind.girschik@t-online.de oder unter 0173 / 65 18 363.

 

Mit unserer Bildungsreise ins Eulengebirge (Polen) vom 11.10.-17.10.2025 begeben wir uns auf die Spuren der nationalsozialistischen Verbrechen in Polen, die zu den grausamsten Kapiteln der deutschen Geschichte gehören. Millionen Menschen wurden verfolgt, entrechtet, deportiert und ermordet – darunter zahlreiche Jüdinnen und Juden, politische Gegner*innen, Angehörige der polnischen Intelligenz, Rom*nja und Sinti*zze sowie viele weitere. Im Mittelpunkt der siebentägigen Reise steht die kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten der NS-Herrschaft in Polen.

 

Es finden digitale Vorbereitungstreffen vor der Reise sowie eine gemeinsame Nachbereitung im Anschluss statt. Anmeldelink und Details

 

Im Oktober (06.10.-10.10.2025) findet außerdem unser Herbstferienprojekt „Hand in Hand: Rassismus und Queerfeindlichkeit entgegentreten“ für alle von 14 bis 20 Jahren statt und am 18.10. widmen wir uns anlässlich seines 125. Geburtstages dem Leben von Kurt Schlosser.

 

Quelle: AKuBiZ

 

Am 21.10. und mit Laufzeit bis zum 18.11.2025 Kulturkiste zeigen wir die Ausstellung „Frühe Werke von Hans Georg Trapp“ . Mit dreizehn ausgewählten Beispielen zeigt die Seliger-Gemeinde seit 2025 diese kleine Ausstellung der wichtigsten Arbeiten des sudetendeutschen Graphikers und Malers Hans Georg Trapp. Die Ausstellung kann donnerstags 14-17 Uhr und nach Absprache (kontakt@akubiz.de) besichtigt werden.

 

Details zu allen Veranstaltungen: AKuBiZ

 

Alina Gündel, AKuBiZ e.V.

 

AKuBiZ e.V.

 

Save the date! 29.10.2025 – Vernetzungstreffen NS-Zwangsarbeit in Sachsen. Nachnutzung und Sichtbarmachung

Wir laden herzlich zum 5. Vernetzungstreffen unter dem Titel „Nachnutzung und Sichtbarmachung“ ein! Gemeinsam mit dem colorido e. V. veranstaltet die AG „Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen“ am Samstag, den 25. Oktober 2025, in Plauen ein Treffen für alle, die sich für die Erhaltung, Erforschung und Vermittlung von Stätten der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus interessieren.

 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Vernetzungstreffens werden das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft vor 80 Jahren und die damit verbundene Auflösung der NS-Zwangslager stehen. Die Wochen vor dem offiziellen Kriegsende bedeuteten für viele Opfer der Zwangsarbeit den Tod durch Massaker, Todesmärsche und dem Zusammenbruch auch noch der geringsten Versorgung. Anderen gelang die Selbstbefreiung oder sie erlebten die Befreiung durch alliierte Truppen. Für viele der Überlebenden begann eine Zeit des Wartens, oft auf eine ungewisse Zukunft. Andere bereiteten sich auf die Auswanderung und ein neues Leben vor. Einige Lager wurden rasch abgerissen, andere wiederum wurden weitergenutzt, bspw. für die Unterbringung sogenannter displaced persons, deutscher Kriegsgefangener oder Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten. Betriebe und Werke, die vormals Zwangsarbeiter*innen beschäftigt hatten, wurden zum Teil demontiert und geschlossen und zum Teil arbeiteten sie unter neuer Führung und mit anderen Produktionen weiter. Was heute von einzelnen Lagern und Arbeitsstätten bekannt ist, hängt meist eng mit der Entwicklung in den Monaten nach dem Kriegsende zusammen.

 

 

Das Treffen wird am 25. Oktober von 10 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten der WBS-Schulen in Plauen stattfinden. Am Vormittag begeben wir uns gemeinsam auf eine Exkursion in das nähere Umland Plauens zu den Orten ehemaliger Außenlager des KZ-Flossenbürg. Am Nachmittag werden wir nach einem Input der Historikerin Dr. Katherine Lukat in zwei Workshops die Themen Spurensuche, Erfassung und Sichtbarmachung vertiefen.

 

Weitere Informationen

 

AG Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen

 

Virtuelle Ausstellung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig für Grimme Online Award 2025 nominiert

Von mehr als 500 Einreichungen wurde die virtuelle Ausstellung „Befreit in Leipzig 1945“ der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig für den Grimme Online Award 2025 ausgewählt. Insgesamt haben es nur 28 Projekte auf die Nominierungsliste geschafft. Nominiert wurde die Ausstellung, die anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung im Frühjahr 2025 erarbeitet worden ist, in der Kategorie „Wissen und Bildung“.

 

„Wir freuen uns sehr, dass unsere virtuelle Ausstellung unter so vielen Bewerbungen für den Grimme Online Award 2025 ausgewählt wurde. Das ist für eine so kleine Einrichtung wie unsere und bei den beschränkten Mitteln, die uns für die Umsetzung zur Verfügung standen, etwas sehr Besonderes“, kommentiert Projektkoordinatorin Isabel Panek. „Und natürlich hoffen wir noch auf viele Stimmen für unser Projekt in der Kategorie Publikumspreis!“

 

Bis zum 1. Oktober 2025 kann zusätzlich für den Publikumspreis unter Grimme Online Award abgestimmt werden. Die von den Jurys gekürten Preisträger und der Gewinner des Publikumspreises werden im Rahmen der Preisverleihung am Abend des 8. Oktobers 2025 bekannt geben.

 

In der multimedialen Schau sowie der dazugehörigen Plakat-Intervention im öffentlichen Raum fokussiert die Ausstellung auf die Perspektiven und Erfahrungen von Zwangsarbeiter:innen und Überlebenden auf das Kriegsende und lässt sie selbst zu Wort kommen. „Damit eröffnet die Ausstellung einen neuen und vielschichtigen Blick auf das Kriegsende, der bisher kaum Eingang in die öffentliche Erinnerung gefunden hat“, so Panek. Das Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der Gedenkstätte recherchierte intensiv in Archiven und Privatsammlungen von Überlebenden und deren Angehörigen. Dabei konnten sie spannende neue Dokumente, Zeichnungen, Fotografien und Tagebücher zusammentragen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Im Mittelpunkt stehen sechs Einzelschicksale, die anhand kurzer Texte und Fotos näher vorgestellt werden. Thematisch sind diese auf die drei Zeitabschnitte „letzten Kriegstage“, „Befreiung“ sowie „unmittelbare Nachkriegszeit“ verteilt. Zudem ist die gesamte Ausstellung eng mit der digitalen Karte „Orte von NS-Zwangsarbeit im Raum Leipzig“ der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig verbunden. Diese Verknüpfungen ermöglichen eine Vertiefung zu bestimmten historischen Orten und schaffen für Leipziger:innen eine bewusste Verbindung zwischen alltäglichen Orten und historischen Ereignissen.

 

Dr. Josephine Ulbricht, Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig e.V.

 

Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

 

Rückblick Veranstaltung „Antifaschistisch erinnern unter rechten Mehrheiten“ des VVN-BdA Leipzig

Rechte Mehrheiten auf kommunaler Ebene und im Land, die konkreten Einfluss auf die Finanzen im Bereich der politischen wie kulturellen Bildung, der sozialen Arbeit und dabei besonders auch bei Gedenkstätten und projektbezogener Erinnerungsarbeit in Vereinen nehmen, setzen uns in den letzten Monaten zu. Auch die rassistischen Kampagnen zum vermeintlichen „Migrationsproblem“, die zu einer weiteren Verschärfung und Beschneidung des Asylrechts und zum Bruch von Europarecht führten genauso wie allgegenwärtige queer feindliche Hetze, antisemitische Angriffe, antifeministische Politik und nicht zuletzt die immer weiter steigenden Angriffszahlen auf Menschen und Einrichtungen sind oft schwer auszuhalten – von außenpolitischen Unwägbarkeiten ganz zu schweigen.

 

In diesem Setting gab es im Frühjahr allerorten Veranstaltungen rund um den 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – der auch der 80. Jahrestag vieler Endphasenverbrechen, z.B. im Kontext der Todesmärsche oder der Räumung von Konzentrationslagern durch die Nazis war ebenso wie der Befreiung von Städten wie Verbrechensorten durch die alliierten Truppen.
In Leipzig hatte sich ein antifaschistischer und emanzipatorischer Gruppen gebildet, um mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen diese Jahrestage zu begehen. Höhepunkt der Reihe war eine anregende Podiumsdiskussion zu der die VVN-BdA Leipzig und die RLS Sachsen verschiedene Gäste eingeladen hatten: Gjulner Sejdi für die Interessenvertretung der Roma in Sachsen und Susanne Siegert, sie klärt mit dem Kanal @keine.erinnerungskultur auf TikTok und Instagram über den Holocaust auf. Wir sprachen mit dem Historiker Dr. Martin C. Winter, er forscht zu Unternehmenskultur, Zwangsarbeit und Judenmord beim Leipziger Rüstungskonzern HASAG sowie der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Projekt- und Abgeordnetenbüro LinXXnet), die sich in ihrer aktivistischen Arbeit für die Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt stark macht.

 

Foto: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

 

Die Gäste des Podiums schilderten ihre persönlichen Perspektiven auf Erinnerungs- und Gedenkarbeit und die aktuellen Herausforderungen wie bspw. die von finanziellen Einschränkungen im sächsischen Haushalt betroffene Bildungsarbeit, die unter anderem die Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig zur massiven Einschränkung ihrer Angebote zwang. Gesprochen wurde über die Herausforderung wie Notwendigkeit Social Media für Bildungsarbeit einzusetzen und dort in der Schnelle und Kürze des Mediums Inhalte zu vermitteln. Thema war auch die andauernde antiziganistische, rassistische Diskriminierung von Überlebenden des NS-Terrors und ihren Nachkommen und die Unbeständigkeit von Errungenschaften im Erinnern an die NS-Verbrechen, z.B. in der aktuellen Diskussion um die Verlegung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin wegen einer Bahn-Baustelle. Nicht zuletzt ging es auch um aktuelle Kämpfe in der Anerkennung und Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt seit 1990.

 

Vieles blieb aufgrund des breiten Podiums und der zahlreichen Themen, die zumindest angerissen werden wollten, an der Oberfläche und verdient eine genauere Betrachtung wie eine fortgesetzte Auseinandersetzung. Darauf verwies dann auch die engagierte Diskussion. Hier war den Anwesenden vor allem wichtig, dass das man in jeglicher antifaschistischer Gedenk- und Erinnerungsarbeit nicht nachlassen werde – egal unter welchen Voraussetzungen und einig war man sich bei der notwendigen Unterstützung von Strukturen außerhalb der großen Städte oder in abgelegeneren Stadtteilen.

 

Wir haben den Mitschnitt der Veranstaltung online gestellt – zur Inspiration und Ermutigung aber auch zum weiterdiskutieren. Hört gern rein und teilt ihn!

 

Daniela Schmohl (VVN-BdA Leipzig)

 

Filmtour „Einmal und nie wieder!“ der VVN-BdA Leipzig

Zu den Veranstaltungen der VVN-BdA Leipzig (siehe Termine) zählt eine kleine Filmtour mit dem Dokumentarfilm „Einmal und nie wieder!“ mit und über die Antifaschistin Marianne Wilke von Johannes Hör mit den Stationen Leipzig (27.10.), Dresden (28.10.), Görlitz (29.10.) und Plauen (30.10.).

 

Im Alter von 93 Jahren erinnert sich die Hamburger Zeitzeugin und Antifaschistin Marianne Wilke (1929 – 2023) noch sehr gut an die grausamen Stunden in den Bunkern Hamburgs. Als so genannte „Halbjüdin“ entkam sie als Schulmädchen nur knapp der Deportation. Sie überlebte, erfuhr Ausgrenzung aber auch Solidarität. Nach dem Krieg schloss sie sich einer Gruppe an, die als Protest gegen Wiederbewaffnung und Krieg zum Jahreswechsel 1950/51 die Insel Helgoland besetzt. Sie war seit 1945 militärisches Sperrgebiet und diente der Royal Airforce als Bombenabwurfplatz. Nach der Aktion war Marianne Wilke klar, dass sie sich aktiv für eine bessere und friedlichere Welt einsetzen muss: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“, sagt sie vor einer Schulklasse sitzend und beginnt zu erzählen, warum es die „Stunde Null“ so nie gab.

 

Filmstill „Einmal und nie wieder!“ (Quelle: Johannes Hör)

 

Der Film erzählt vom Bemühen um eine Aufarbeitung und Dokumentation des Faschismus und des Krieges, vom Einsatz für Frieden, vom Kampf für die Anerkennung der Sinti und Roma als Minderheit in Schleswig-Holstein und für Entschädigungszahlungen an die NS-Zwangsarbeiter*innen. Zu den Filmgesprächen ist Regisseur Johannes Hör zu Gast.

 

Details: VVN-BdA Leipzig

 

VVN-BdA Leipzig

 

Save the Date: 4. Fachtagung – Das Gerücht über die Anderen, 24.10.2025

Am Freitag, den 24. Oktober 2025 findet die nunmehr 4. Fachtagung: Das Gerücht über die Anderen – Die lange Geschichte von Ressentiments und Sozialchauvinismus statt. Gerne kann man sich jetzt schon unter anmeldung@hatikva.de anmelden.

 

Wann: 24.10.2025, 9.30-18.30 Uhr

Wo: Goethe Institut Dresden, Königsbrücker Str. 84, Dresden

 

In der Gegenwart zeigt sich durch Kürzungen im sozialen Bereich, der politischen Bildung und in der Daseinsfürsorge, dass der Kapitalismus und Nationalismus sich zuspitzen und selbst in den Zentren die Armut, der Rassismus, der Antisemitismus und Gängelung und Gewalt zunimmt. Doch einfache Erklärungen sind gefährlich. Die Herbstschule will einen Ort bieten um sich theoretisch und praktisch zu schulen, um nicht in verkürzten und regressiven Argumentationen zu verharren. Die Herbstschule bietet Analysen, Reflexion und Raum für Austausch und Organisierung.

 

Mit Harald Hahn (Pädagoge, Kulturschaffender und Autor/Schauspieler von „Monolog mit meinem ‚asozialen‘ Großvater. Ein Häftling in Buchenwald“, Berlin), Francis Seeck (Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Antidiskriminierungstrainer*in, Autor*in, Pionierin der Klassismusforschung, Nürnberg) und Jo Schmeiser (Künstlerin und Filmemacherin, arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Film, Theorie und Politik. Themen wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und das kritische Nachdenken über deren Form und Struktur sind Schwerpunkte ihrer Arbeit, Wien)

 

Ausführliches Programm unter: Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung-Sachsen

Publikationen

Broschüre: Positionierte Orte. Impulse zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten.

Auf über 100 Seiten finden sich in der Broschüre, herausgegeben von Sabine Reimann, Michael Sturm und Hans-Peter, Beiträge und Interviews zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus, Rassismus und Antisemitismus an NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten. Die Veröffentlichung begegnet damit aktuellen und drängenden Herausforderungen: Denn Mitarbeiter*innen an diesen historischen Orten erleben zunehmend Angriffe von Rechtsaußen. Sie müssen umgehen mit Sachbeschädigungen, mit Provokationen von Neonazis, mit antisemitischen Anfeindungen, mit Geschichtsumdeutungen und erinnerungspolitischen Attacken extrem rechter Parteien.

 

Die Veröffentlichung liefert Impulse zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Inhalten, bietet Ideen zum praktischen Umgang an und gibt Anregungen zur Selbstreflexion von Haltungen. Ziel ist es, NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte als positionierte Orte zu stärken.

 

(Quelle: Gedenkstättenforum)

 

Die Broschüre ist online verfügbar.

 

Neuauflage des „Rote Bergsteiger“-Buchs des AKuBiZ

Bereits 2008 erschien die erste Auflage des „Rote Bergsteiger“-Buchs. Dieses wurde 2021 umfassend überarbeitet, erweitert und erschien mit fast 50 weiteren Seiten zur Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus dem Bergsport-Milieu. Das Buch hat 144 Seiten und über 70 Fotos/Abbildungen.

 

Nun präsentiert das AKuBiZ die dritte Auflage von Dritte Auflage von „Rote Bergsteiger – Ihre Spuren in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge“ (Joachim Schindler) . Sie ist ab sofort über den Online-Shop zu erwerben.

 

Newsletter

Unser nächster regulärer Newsletter erscheint im November 2025. Bis dahin veröffentlichen wir Termine, Mitteilungen und Kurznachrichten wie unter www.slag-aus-ns.de, bei Facebook, bei Bluesky

 

24.10.2025
Redaktionsschluss Newsletter November

Veranstaltungen

Hier finden Sie interessante Veranstaltungen unserer Mitglieder und der Fachstelle. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.


28.08.2025 (und bis Oktober 2025)
Ausstellung „Kunst • Verfolgung • Widerstand“, K2 Kulturkiste, Schössergasse 3, Pirna

 

Jeden Donnerstag 14–17 Uhr und nach Absprache (kontakt@akubiz.de), Details: AKuBiZ


31.08.2025, 10 Uhr
Erinnerungsspaziergang entlang der Route des Todesmarschs vom 13. März 1945, Treffpunkt: Bahnstation Flöha-Plaue. Anschließend: Film & Gespräch.

 

Anmeldung erforderlich: info@aufweiterflur.org, Details: auf weiter flur


31.08.2025, 16 Uhr
Lesung und Gespräch: „Sie waren NEUN. Der Weg in die Freiheit“, Hofstube im Schloss Colditz, Schlossgasse 1, Colditz

 

Das Buch erzählt die Geschichte von neun Frauen, die bei der HASAG Leipzig im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiterinnen waren. Im April 1945 wurden sie auf den Todesmarsch Richtung Süden gezwungen. Kurz hinter Oschatz gelang ihnen die dramatische Flucht vor der SS durch ein Rapsfeld. Eine Veranstaltung der VVN-BdA Sachsen e.V., der Fraktion Die Linke im Kreistag Landkreis Leipzig, der Schlösserland Sachsen gGmbH und der RLS Sachsen.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


01.09.2025
Anmeldeschluss Jugendgeschichtsprojekt „Mit Rad und Bahn von Mülsen nach Litoměřice“

 

Vom 2.–5. Oktober 2025 begeben sich Jugendliche (15–20 J.) per Rad und Bahn auf die Spuren des Mülsener Todesmarsches.

 

Details: DenkMal!


01.09.2025, 17 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Colditz im Capa. Das Gefangenenlager“, Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig

 

Regina Thiede, Museologin von Schloss Colditz, gibt zur Eröffnung Einblicke in die Entstehung der Ausstellung und die Bedeutung der gezeigten historischen Aufnahmen der in Colditz inhaftierten Offiziere des berühmten Sonderlagers Oflag IV C, die erstmals außerhalb des Schlosses und in Leipzig gezeigt werden. Die Ausstellung „Colditz im Capa. Das Gefangenenlager “ ist bis 28. November 2025 im Capa-Haus zu sehen. Geöffnet ist sie Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr und jeden 3. Sonntag im Monat (11 bis 16 Uhr), der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


05.09.2025, 17 Uhr
Putzaktion „Wir lassen über die Geschichte kein Gras wachsen“, Treffpunkt am Ehrenhain, Südfriedhof, Leipzig

 

Details: VVN-BdA Leipzig


06.09.2025, 14 Uhr
Fahrradtour der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig: Orte der NS-Zwangsarbeit in Böhlen bei Leipzig, Treffpunkt: Bahnhof Böhlen


07.09.2025, 11 Uhr
Historische Führung Gedenkstätte Stalag VIIIA, Zgorzelec, Stalag VIII A, Kozlice 1, 59-900 Zgorzelec

 

Details: Historische Führung Gedenkstätte Stalag VIIIA


10.09.2025, 19 Uhr
Lesung und Gespräch mit dem Autor Volker Weiß: „Das Deutsche Demokratische Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört“, Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig

 

Eine Veranstaltung der RLS Sachsen in Kooperation mit der VVN-BdA Leipzig e.V.

 

In seinem aktuellen Buch bietet der Historiker und Publizist Volker Weiß erneut eine tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zur AfD und der extremen Rechten an. Im Gespräch mit ihm werden wir klären, warum die Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart eine so zentrale Rolle im „geistigen Bürgerkrieg“ der extremen Rechten spielt.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


11.09.2025, 19 Uhr
Theateraufführung „Der Prozess des Hans Litten“ (mit Nachgespräch), KZ Gedenkstätte Sachsenburg, An der Zschopau 6, Frankenberg/Sa.

 

Details: Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz


13.09.2025, 11 Uhr
Stadtteilrundgang der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig: „NS-Zwangsarbeit in Volkmarsdorf“, Leipzig, Treffpunkt: Neustädter Markt


13.09.2025, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Permoserstraße 15 Details: Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


14.09.2025, 9–17 Uhr
Tag des offenen Denkmals: Fahrradtour „Auf den Spuren des Todesmarsches“, Treffpunkt: Textilfabrik Mülsen St. Micheln, Otto Boessneck-Str. 1, Mülsen

 

Führung durchs ehem. KZ-Außenlager in Mülsen, anschließend Radtour nach Eibenstock entlang der historischen Route mit Stopps zum Gedenken.

 

Details: DenkMal!


14.09.2025, 10–12 Uhr
Tag des offenen Denkmals: Besichtigung und Interimsausstellung Bahnhof Jacobsthal

 

Details: Pressemitteilung des Fördervereins Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e.V.


14.09.2025, 10 Uhr
Tag des offenen Denkmals: Führung vom Ort des ehemaligen KZ-Außenlager Königstein zum Steinbruch Niedere Kirchleite, Treffpunkt: vor dem Parkhaus der Festung Königstein

 

Details: AKuBiZ


14.09.2025, 14 Uhr
Tag des offenen Denkmals: Rundgang Neuer Israelitischer Friedhof, Fiedlerstraße 3, Dresden

 

Details: HATiKVA


15.09.2025, 18 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Dr. Birgit Sack: „’Rasseschande‘ vor dem Dresdner Landgericht“, K2 Kulturkiste, Schössergasse 3, Pirna

 

Details: AKuBiZ


17.09.2025, 18 Uhr
Filmvorführung „Unvergessen“ – DDR-Film zu NS-Verbrechen, KGE e.V., Bahnhofstr. 13, Aue-Bad Schlema

 

Mit anschließender Diskussion zur DDR-Erinnerungskultur mit Dr. Martin Clemens Winter (Universität Leipzig) & Dr. Oliver Titzmann (Ortschronist Schlema). Der Eintritt ist frei.

 

Details: DenkMal!


20.09.2025, 10 Uhr
Wanderung: Erinnerungswege – Auf den Spuren von WiderständlerInnen während der NS-Diktatur 1933/1945 in der Sächsischen Schweiz, Treffpunkt: am unteren Parkplatz Hocksteinschänke/Hohnstein

 

Details: AKuBiZ


20.09.2025, 11 Uhr
Workshop „Der Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft. Wege der Recherche“, Ort wird bei Anmeldung mitgeteilt (Leipzig)

 

Details: Veranstaltung der Naturfreundejugend Leipzig mit Dr. Johannes Spohr


20.09.2025, 11 Uhr
Stadtteilrundgang: NS-Zwangsarbeit in Reudnitz, Leipzig, Treffpunkt: Lene-Voigt-Park / Volleyballfeld

 

Details: Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


20.09.2025, 11 Uhr
Stadtteilrundgang: NS-Zwangsarbeit in der Leipziger Innenstadt, Treffpunkt: Augustusplatz, vor der Universität

 

Details: Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


24.09.2025, 18 Uhr
Podiumsdiskussion „Erinnern gestalten – Demokratie stärken. Sachsen braucht ein erinnerungspolitisches Gesamtkonzept“, Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden,
Bautzner Str. 112 A, Saal 2.102 (1. OG)

 

Details: sLAG


28.09. bis 01.10.2025
Bildungsreise zur Geschichte der Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* in Tschechien während des Nationalsozialismus

 

Details und Anmeldeinformationen: Brücke|Most-Stiftung


06.10. bis 10.10.2025
Ferienprojekt: „Hand in Hand – Rassismus und Queerfeindlichkeit entgegentreten“, Dresden

 

Details: AKuBiZ


10.10.2025, 10–16 Uhr
Workshop: Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen, Stadtarchiv Schneeberg, Schulgasse 9, Schneeberg

 

Mit Maria Gleu. Einführung in Archivarbeit und Gesprächsführung, um NS-Bezüge in der eigenen Familiengeschichte aufzudecken.

 

Anmeldung bis 15.9.: anna.vogt@kge-erzgebirge.de / annemarie.kelpe@alter-gasometer.de, Details: DenkMal!


11.10.2025, 10–16 Uhr
Workshop: Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen, Bibliothek Mülsen St. Jacob,
St. Jacober Hauptstraße 132, Mülsen

 

Mit Maria Gleu. Einführung in Archivarbeit und Gesprächsführung, um NS-Bezüge in der eigenen Familiengeschichte aufzudecken.

 

Anmeldung bis 15.9.: anna.vogt@kge-erzgebirge.de / annemarie.kelpe@alter-gasometer.de, Details: DenkMal!


11.10. bis 17.10.2025
Bildungsreise Eulengebirge (Polen)

 

Details: AKuBiZ


18.10.2025, 18 Uhr
Vortrag von Joachim Schindler zum 125. Geburtstag von Kurt Schlosser, K2 Kulturkiste, Schössergasse 3, Pirna

 

Details: AKuBiZ


21.10.2025, 18 Uhr
Ausstellung (Eröffnung): Frühe Werke von Hans Georg Trapp, des Zeichners von Flossenbürg,
K2 Kulturkiste, Schössergasse 3, Pirna

 

Ausstellungsdauer bis zum 18.11.2025, immer donnerstags 14–17 Uhr und nach Absprache unter kontakt@akubiz.de, Details: AKuBiZ


24.10.2025, 9:30–18:30 Uhr
Fachtagung: Das Gerücht über die Anderen #4 – Die lange Geschichte von Ressentiments und Sozialchauvinismus, Goethe Institut Dresden, Königsbrücker Str. 84

 

Details: Das Gerücht über die Anderen #4


25.10.2025
5. Vernetzungstreffen NS-Zwangsarbeit in Sachsen, WBS-Schulzentrum, Plauen

 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Vernetzungstreffens werden das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft vor 80 Jahren und die damit verbundene Auflösung der NS-Zwangslager stehen.

 

Anmeldung unter veranstaltungen@stsg.de, Details: sLAG


27.10.2025, 19 Uhr
Film und Gespräch mit dem Regisseur Johannes Hör: „Einmal und nie wieder!“, Leipzig (Ort wird noch bekannt gegeben)

 

Dokumentarfilm mit und über die Antifaschistin Marianne Wilke. Eine Veranstaltung der VVN-BdA Leipzig und der RLS Sachsen.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


28.10.2025, 18 Uhr
Film und Gespräch mit dem Regisseur Johannes Hör: „Einmal und nie wieder!“, Bürger*innen-Büro, Schulstraße 8, Görlitz

 

Dokumentarfilm mit und über die Antifaschistin Marianne Wilke. Eine Veranstaltung der VVN-BdA Leipzig und der RLS Sachsen.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


29.10.2025
sLAG-Regionalkonferenz Dresden, HATiKVA e.V. – Die Hoffnung Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur Sachsen, Pulsnitzer Straße 10, Dresden

 

Kontakt: projekt@alter-leipziger-bahnhof.net


29.10.2025, 19 Uhr
Film und Gespräch mit dem Regisseur Johannes Hör: „Einmal und nie wieder!“, Bürger*innen-Büro, Schulstraße 8,Thalia Kino, Görlitzer Strasse 6, Dresden

 

Dokumentarfilm mit und über die Antifaschistin Marianne Wilke. Eine Veranstaltung des Dunya Collective, der VVN-BdA Leipzig und der RLS Sachsen.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


30.10.2025, 19 Uhr
Film und Gespräch mit dem Regisseur Johannes Hör: „Einmal und nie wieder!“, Plauen (Ort wird noch bekannt gegeben)

 

Dokumentarfilm mit und über die Antifaschistin Marianne Wilke. Eine Veranstaltung des colorido e.V., der VVN-BdA Leipzig und der RLS Sachsen.

 

Details: VVN-BdA Leipzig


01.11.2025, 8:30–20 Uhr
Gedenkstättenfahrt nach Terezín (Theresienstadt), Zustieg: Aue / Zwickau-Wildenfels

 

Tagesfahrt nach Tschechien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte von Theresienstadt und dem KZ-Außenlagers Leitmeritz.

 

Anmeldung bis 15.10. an: anna.vogt@kge-erzgebirge.de / annemarie.kelpe@alter-gasometer.de, Details: DenkMal!


02.11.2025, 18 Uhr
Save the date! Film und Gespräch „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“, Kunstbauerkino e.V., Am Sportplatz 3, Großhennersdorf

 

Mit dem Filmemacher Offer Avnon (Haifa), Moderation: Felix Pankonin (Hillersche Villa, sLAG-Sprecher)


05.11.2025, 18 Uhr
Save the date! Film und Gespräch „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“, Filmpalast Zwickau, Poetenweg 6-8, Zwickau

 

Mit dem Filmemacher Offer Avnon (Haifa), Moderation: Dr. Alexander Walther (Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026)


Tipps

Hier finden Sie u.a. interessante Veranstaltungen, die außerhalb vom Netzwerk organisiert werden. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.


07.09.2025, 19 Uhr
Festkonzert „Erhebt euch, ewige Tore! Zwei historische Synagogenweihen in Leipzig“, Museum der bildenden Künste, Leipzig

 

Das Konzert ist dem 170. Jahrestag der Eröffnung der Leipziger Großen Gemeindesynagoge und dem 80. Jahrestag der Wiederweihe der Synagoge in der Keilstraße gewidmet. Die Synagoge in der Gottschedstraße wurde am 10. September 1855 nach nur einjähriger Bauzeit in einer Festzeremonie unter beeindruckender öffentlicher Teilnahme eingeweiht. Zu dieser Weihe sang erstmals ein Chor unter der Leitung von Salomon Jadassohn. Bekannt sind die Stücke, die zu Beginn und zum Ende der Zeremonie gesungen wurden ‒ Werke von Jadassohn und Felix Mendelssohn Bartholdy. 90 Jahre später, nach zwei Weltkriegen, nach der Zerstörung der Synagogen und der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten, erklangen erneut Werke von Jadassohn und Mendelssohn in einer Synagoge: Am 28. Oktober 1945 wurde die einzige verbliebene Synagoge Leipzigs in der Keilstraße wieder eröffnet. Barnet Licht, der das KZ Theresienstadt überlebt hatte, dirigierte einen neu gebildeten Chor.

 

Der Leipziger Synagogalchor möchte mit einem Festkonzert an diese beiden besonderen Leipziger Ereignisse erinnern.

 

Eintritt frei, Spenden für die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe Leipzigs erbeten

 

Detail Konzertplakat (Quelle: Leipziger Synagogalchor)


05.–13.10.2025
Tage der jüdischen Kultur Chemnitz (Sukkot 2025), Stadthallenpark Chemnitz


07.10.2025, 19 Uhr
Lesung und Gespräch zum Themenjahr „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

 

Im Hentrich & Hentrich Verlag ist von Carsten Ovens das Buch „Im Morgengrauen“ erschienen, das Gespräche mit Zeitzeugen des Terrorangriffs der Hamas aus Israel zusammenfasst. Im Vorfeld zum Themenjahr „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ lädt die Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund zu einem Abend mit Lesung und Gespräch ein.

 

Teilnahme nur nach Anmeldung, weitere Infos: Tacheles


bis 14.12.2025
Sonderausstellung „Nationalsozialismus in Görlitz – 80 Jahre Kriegsende“, im Kaisertrutz, Platz des 17. Juni, Görlitz

 

Dienstag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag 10-18 Uhr