Newsletter 06/2026

02.06.2026 -


Liebe Mitglieder der sLAG, liebe Freund*innen, liebe Interessierte,

 

Am Nachmittag des 8. Mai saß ich zwischen vielen Unbekannten bei der Gedenkfeier Hans Brenners. Auf Einladung der Angehörigen waren Menschen zusammengekommen, die mit ihm an seinem Lebenswerk – der Erforschung des Nationalsozialismus in Sachsen – gearbeitet und mitgewirkt hatten. An diesem Nachmittag wurden Geschichten über ihn ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft. Menschen, die ihn kannten und mit ihm gearbeitet hatten, fanden sich in diesem Moment neu zusammen. Wir tauschten uns darüber aus, wie wir an unseren jeweiligen Orten und mit unseren unterschiedlichen Ansätzen die weitere Erforschung der NS-Geschichte vorantreiben. Das war ein „Netzwerk-Moment“.

 

In diesem Newsletter berichtet die Initiative „Gesicht zeigen“ aus Penig von der Reise ihrer Ausstellung zum frühen Peniger KZ-Außenlager nach Budapest. Was der recht sachliche Bericht weniger vermittelt, ist die Freude der Einwohner*innen Penigs über die damit einhergehenden Verbindungen und Kontakte zu den Angehörigen der ehemals inhaftierten Frauen. Zu erfahren, wie groß das Interesse bei den Angehörigen und deren Umfeld weit über die Grenzen Penigs hinaus ist, war sicherlich ein wichtiger „Netzwerk-Moment“ für die Gruppe.

 

Und noch ein „Netzwerk-Moment“: Beim diesjährigen Landesarbeitstreffen (LAT) gab es neben der Sprecher*innenwahl und fachlichen Impulsen die Gelegenheit, sich auszutauschen. Wie können neue Menschen und Kultureinrichtungen für unsere Themen interessiert werden? Wie gehen wir mit der Umstrukturierung der Fördermittellandschaft um? Wie können wir den Wissens- und Erfahrungsschatz im Verbund für alle Mitglieder nutzbar machen? In diesem Gespräch und auch in der ein oder anderen Anfrage über den Mailverteiler der sLAG wird das Netzwerk spürbar: im Austausch von Erfahrungen und Ressourcen.

 

Solche Momente sind selten und gleichzeitig enorm stärkend. Ehrenamtliche Netzwerke sind oftmals schwer zu greifen. Viele sind in ihren hauptamtlichen Tätigkeiten fest eingebunden und investieren die knappe verfügbare Zeit vor allem in die lokale Arbeit. Für überregionale Zusammenschlüsse bleibt wenig Raum. Gelingt es, Begegnungen und Austausch zu schaffen, entfalten dies eine besondere Wirkung. Plötzlich wird sichtbar, wie viele Menschen andernorts mit denselben Fragen und an ähnlichen Themen arbeiten.

 

Der Umbau des Förderprogramms „Demokratie leben“ oder die Anwendung des „Haber-Verfahrens“ im Fördermittelbereich zeigt (leider erneut), dass Demokratiearbeit und Arbeit zu Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit auf tönernen Füßen steht, sich stetig rechtfertigen und sich selbst immer wieder aufs Neue begründen muss. Im Angesicht dieser Unsicherheiten versuchen einige der Initiativen bereits, sich vollständig von Spenden zu finanzieren oder die Arbeit ins Ehrenamt zu überführen. Unabhängig von einer Förderung der eigenen Strukturen wird dieses Vorgehen als bedrohlich empfunden. Ähnliches steht im Hinblick auf die Haushalts-Verhandlungen im Sommer/Herbst dieses Jahres in Sachsen zu befürchten und die Prognosen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt werfen ebenfalls einen bedrohlichen Schatten voraus. Über 40% versammeln sich hinter einer Partei, die in Sachsen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Man gewinnt das Gefühl, dass nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung nicht mehr hinter allen demokratischen Werten uneingeschränkt stehen. Es fühlt sich manchmal an, als sei man „allein auf weiter Flur“.

 

Umso wichtiger sind die beschriebenen „Netzwerk-Momente“: Trotz aller Unterschiedlichkeit zu erkennen, dass das Engagement für die Demokratie als logische Konsequenz aus einer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus uns immer wieder verbindet, und uns hilft Anfeindungen, Angriffen und dem Entzug von Unterstützung etwas besser standzuhalten.

 

Der Blick auf die Zeit nach der Sommerpause gibt Hoffnung auf solche „Netzwerk-Momente“. Sie werden dringend gebraucht: Bei Demonstrationen gegen Kürzungen im Kulturbereich, bei Regionalkonferenzen oder beim Fachtag zum Thema „Antisemitismus“ oder einer einfachen Mail-Anfrage über den Verteiler nach Wissen, Erfahrungen und Ressourcen. Ich nehme mir vor, sie wieder bewusster wahrzunehmen. Warum? Weil sie Mut machen.

 

Bis dahin wünsche ich im Namen des Sprecher*innenrats der sLAG schon einmal eine erholsame Sommerpause, die neben neuen Eindrücken auch viel Zeit zum Krafttanken ermöglicht.

 

Anna Schüller, Sprecher*innenrat der sLAG

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Neues aus der Fachstelle
  2. Neues aus dem Netzwerk
    1. Erinnerungen an den Widerstand
    2. 100 Jahre – ein Leben
    3. Sieben Stolpersteine und ein Baum
    4. Ein Podcast von und mit Azubis
    5. Ausstellungseinweihung in Budapest
    6. Holocaust Education in der Grundschule
    7. Eröffnung „Weg der Erinnerung”
    8. Call for participation! Summer School
  3. Publikationen
  4. Save the date!
    1. Workshop ReMembering
    2. Jüdische Woche in Leipzig
    3. Das Gerücht über die anderen
    4. Workshop NS-Familiengeschichte
  5. Veranstaltungen
  6. Tipps

 

Neues aus der Fachstelle

 

Wir befinden uns im Endspurt vor der nicht ganz konsequenten Sommerpause, denn die Fachstelle arbeitet in kleiner Besetzung auch in den Sommermonaten weiter. Trotzdem sehen wir es an den Veranstaltungen: Spätestens im Juli kehrt im Netzwerk etwas Ruhe ein, viele treten bewusst kürzer. Das ist gut so. Nutzt diese Zeit zum Auftanken, denn die zweite Jahreshälfte hält einiges bereit: Die Haushaltsverhandlungen im Freistaat Sachsen laufen auf Hochtouren und mit Spannung werden die Ergebnisse der Wahl im September in Sachsen-Anhalt erwartet.

 

Schon 2025 hat uns viel abverlangt. Die Haushaltsverhandlungen waren schwierig und bis Mitte des Jahres war unklar, ob es harte Einschnitte für die sächsische Erinnerungskultur geben wird. Mit der Kampagne #demokratierelevant haben wir auf die Auswirkungen aufmerksam gemacht. In diesem Jahr will die Minderheitsregierung aus CDU und SPD kurz vor den Sommerferien ihren Haushaltsentwurf vorstellen. Angekündigt sind einmal mehr schmerzhafte Kürzungen mit Verweis auf die schwierige finanzielle Lage des Freistaats. Gab es Anfang des Jahres noch ein Defizit von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr, sind durch die Aufnahme neuer Schulden nur noch 300 Mio. Euro auszugleichen. Das Worst-Case-Szenario tritt damit zwar nicht ein, aber noch ist völlig unklar, was dies für den Bereich der Erinnerungskultur bedeutet. Die sLAG begleitet den Prozess durch Gespräche mit den demokratischen Fraktionen im Sächsischen Landtag und ist im Austausch mit anderen landesweiten Netzwerken und Zusammenschlüssen.

 

Während die angespannte Finanzsituation den Druck seit einigen Jahren erhöht, können wir seit den Kommunalwahlen 2024 sehen, was rechte Mehrheiten auf lokaler Ebene für die Erinnerungskultur, Demokratieprojekten und Integrationsarbeit bedeuten. Die Partnerschaften für Demokratie sind im Landkreis Bautzen abgeschafft worden, obwohl die Mittel für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ zur Verfügung ständen. Im Wurzener Stadtrat versagte eine Mehrheit der Rät*innen unserem Mitglied NDK Wurzen erneut den nötigen Sitzgemeindeanteil für die Kulturraumförderung. In Heidenau möchte die AfD-Fraktion die weitere Verlegung von Stolpersteinen stoppen. In Altenberg stellt die AfD einen weiteren hauptamtlichen Bürgermeister und in Aue-Bad Schlema könnte mit einem Kandidat der Freien Sachsen am 7. Juni zum ersten Mal nach 1945 ein Neonazi ein Bürgermeisteramt gewinnen. Dies sind nur einige aktuelle Beispiele, die zeigen, dass wir in der Phase der Institutionalisierung der extremen Rechten angelangt sind. Der Druck auf eine selbstkritische-reflexive Erinnerungsarbeit nimmt zu. In Döbeln jedoch hat der Stadtrat gezeigt, dass es auch anders gehen kann. Dem Treibhaus e.V. sollte auf Antrag der AfD ebenfalls die kommunale Kofinanzierung für die Kulturraumförderung entzogen werden. Die demokratischen Fraktionen stellten sich allerdings geschlossen hinter den Verein und sichern dadurch dessen wertvolle Arbeit in der mittelsächsischen Kleinstadt.

 

Es gibt also nicht nur schlechte Nachrichten und wir wissen, nichts tun ist immer die schlechtere Wahl. Wir bleiben aktiv und schauen mit Zuversicht auf die kommenden Monate. Bereits fest im Blick haben wir den Erinnerungspolitischen Fachtag am 18. November in Chemnitz, ein Termin, der in keinem Kalender fehlen sollte. Der Antisemitismus nimmt, gerade auch im Feld der Erinnerungskultur, seit dem 7. Oktober 2023 alarmierende Ausmaße an, wir machen ihn zum Thema unserer größten Veranstaltung im Jahr und freuen uns über zahlreiche Kooperationspartner*innen, mit denen wir ein spannendes Tagungsprogramm gestalten.

 

Eine anderes Projekt unserer Fachstelle hat mittlerweile konkrete Gestalt angenommen: Die interaktive Wanderausstellung „FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945.“ ist seit dem 12. Mai in Sachsen unterwegs. Sie veranschaulicht auf eindrückliche Weise die Forschungsergebnisse des Projekts #LastSeen, das durch die systematische Sammlung und wissenschaftliche Auswertung von Deportationsfotos aus der Zeit des Nationalsozialismus neue Perspektiven eröffnet hat: auf die betroffenen Opfer ebenso wie auf jene Menschen, die zuschauten. Die Botschaft des Projekts ist deutlich: Deportationen waren keine verborgenen Vorgänge. Sie fanden am helllichten Tag statt, vor den Augen zahlloser Menschen und all dies ist fotografisch dokumentiert. Am 6. und 7. Juni ist die Ausstellung im Rahmen des „Sachsenburger Dialogs“ öffentlich zugänglich. Alle weiteren Stationen und Begleitveranstaltungen sind auf unserer Website unter „Ausstellung Festgehalten“ zu finden.

 

Für die Sommermonate haben wir uns für euch etwas Kurzweiliges überlegt. Nicht wenige von euch besitzen einen unserer sLAG-Beutel. Genau diese möchten wir in Bewegung sehen. Zeigt uns, wo sie mit euch unterwegs sind: an ungewöhnlichen Orten, in vertrauten Umgebungen, auf Reisen oder ganz nah. Birte war kürzlich auf der re:publica in Berlin (ein Review ist auf LinkedIn nachzulesen) und gibt euch damit schon einen ersten visuellen Hinweis, was wir uns vorstellen:

 

Fotos: © Birte Sedat, sLAG

 

Wir freuen uns auf eure „Beutelfotos“. Die drei schönsten Motive werden im kommenden Newsletter vorgestellt. Wie ihr mitmacht: Ladet euer Foto auf einem Social-Media-Kanal eurer Wahl hoch (Facebook, Instagram, Bluesky oder Mastodon) und verseht es mit dem Hashtag #demokratierelevant. Birte behält den Hashtag im Blick und dokumentiert alle eingehenden Beiträge.

 

Wir wünschen euch einen erholsamen Sommer mit langen Abenden, Zeit für euch selbst und für die Menschen, die euch wichtig sind. Im September lesen wir uns wieder – im nächsten sLAG-Newsletter.

 

Birte Sedat, Jonas Kühne und Jane Wegewitz aus der Fachstelle für NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung

 
 


Neues aus dem Netzwerk

 

Erinnerungen an den Widerstand. Ein Videoprojekt mit Zweitzeugen und Zweitzeuginnen

Das Team vom AkuBiZ e.V.

 

Zeuge/Zweitzeugin – ein Begriff, der leicht über die Lippen geht und bei dem man dennoch kurz stolpert, denn es ist kein Tippfehler. Das kleine „w“ markiert hier einen wichtigen Unterschied: Bei Zweitzeugen/Zweitzeuginnen handelt es sich um Personen, die z. B. über familiäre Verbindungen einen engen Bezug zu einer historischen Zeit haben, aber diese selbst nicht erlebt haben.

 

Der AKuBiZ e.V. machte diese Perspektive im Projekt „Erinnerungen an den Widerstand“ zum Mittelpunkt. Gemeinsam mit Jugendlichen wurden Personen interviewt, deren Angehörige am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt waren. Der Schwerpunkt lag auf Widerstandsgeschichten zur illegalen Grenzarbeit von 1933 bis ca. 1935 im Gebiet der sächsischen/böhmischen Schweiz. Im Rahmen des Projektes setzten sie sich zunächst mit dem Beginn der Diktatur und den ausgewählten Widerstandsgeschichten auseinander. Die Jugendlichen entwickelten eigene Interviewfragen und erhielten eine Einführung in das kleine 1×1 der Interviewführung und der Aufnahmetechnik. Anschließend haben die Jugendlichen in Zweiergruppen drei Interviews geführt. Konzentriert hörten sie zu, durften mitgebrachte Fotos anschauen und kamen mit den Interviewten auch über deren Perspektive auf aktuelle Politik ins Gespräch. Deutlich wurde, dass das Wirken an einer guten Zukunft für alle ein generationenübergreifendes Projekt ist. Im Nachgang wurden die Interviews ausgewertet und gemeinsam überlegt, wie diese für verschiedene Formate der Bildungsarbeit genutzt werden können.

 

Im Sommer wird es als Projektabschluss eine Premiere der Interviews gemeinsam mit den Beteiligten und Freunden und Familie geben.

 

Foto: Interview mit einem Zweitzeugen (© AkuBiZ e.V.)

 


100 Jahre – ein Leben.
Und was für ein Leben. Und was für eine Geburtstagsparty.

Brücke|Most-Stiftung und die Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig

 
Als Monchi von „Feine Sahne Fischfilet” auf der Geburtstagsparty seinen Song „15 Jahre“ spielte, erzählte er von seiner Erfahrung als Jugendlicher Anfang der 2000er Jahre – von Gewalt durch rechtsextreme „Dorf-Faschisten“. Andrei Iwanowitsch war im selben Alter, als er Anfang der 1940er Jahre aus seiner Heimat zur Zwangsarbeit ins Nazi-Deutschland verschleppt wurde. Zwei Geschichten von 15-Jährigen – aus unterschiedlichen Zeiten, unter völlig verschiedenen Umständen. Und doch verbunden durch die Erfahrung von Gewalt und Unrecht.

 

Der Überlebende des KZ Buchenwald, Andrei Iwanowitsch Moiseenko aus Minsk (Belarus), war auch in diesem Jahr anlässlich des Gedenkens an die Befreiung am 11. April 2026 in Weimar. Dieses Jahr war für ihn jedoch ein besonderer Anlass, nach Deutschland zu kommen: Am 1. Mai 2026 feierte er seinen 100. Geburtstag – in dem Land, das ihm einst unermessliches Leid zufügte und in dem er heute uneingeschränkte Freundschaft erfährt.

 

Andrei Iwanowitsch ist nicht nur Überlebender von Buchenwald, sondern auch der Zwangsarbeit bei der Firma HASAG in Leipzig. Aus diesem Anlass organisierte die Gedenkstätte für Zwangsarbeit eine bewegende Geburtstags(rein)feier mit viel Musik – u. a. mit der belarussischen Musikerin Sveta Ben – und einer großen Torte. Der Höhepunkt war die unvergessliche Geburtstagsparty im Deutschen Nationaltheater in Weimar: Hunderte Gäste kamen zusammen, begleitet vom belarussischen Exilchor Volny und der Punkband Feine Sahne Fischfilet. In persönlichen Geschichten – erzählt von ihm selbst und von Wegbegleiter*innen – wurde ein Jahrhundert Geschichte lebendig.

 

Wenn ein 100-Jähriger, der Armut, Hunger, Krieg, KZ-Haft, Zwangsarbeit und Diktatur erlebt hat, das Lied „Ich liebe dich, Leben“ singt, entsteht ein Moment der Stille. Sein Leben steht für Würde, Lebensfreude und die unerschütterliche Neugier auf die Welt. Trotz aller Brüche blieb sein Glaube an das Gute erhalten – ein Vermächtnis, das weit über seine persönliche Geschichte hinausreicht.

 

Im April nutzte Andrei Iwanowitsch die Zeit vor allem für Begegnungen mit jungen Menschen. In Städten wie Leipzig, Dresden, Chemnitz, aber auch in kleineren Städten wie Zwenkau, Borsdorf, Annaberg-Buchholz, Hoyerswerda und Bautzen beantwortete er zahlreiche Fragen, teilte seine Geschichte. Den Auftakt bildete jeweils der Dokumentarfilm „Ja, Andrei Iwanowitsch“ (2018) von Hannes Farlock – eine eindrucksvolle Annäherung an sein Leben. Schaut ihn euch an, dann versteht ihr einen Bruchteil dessen, was Tausende Jugendliche erfahren konnten, die mit dem Protagonisten des Films persönlich sprechen, ihn umarmen und mit ihm Fotos machen konnten.

 

Solche Begegnungen sind nicht selbstverständlich. Dank gilt den Förderer*innen in Sachsen, den Teams der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig sowie der Landesservicestelle für Lernortfahrten und der Brücke|Most-Stiftung für die Organisation. Der größte Dank jedoch gebührt Hannes Farlock, der diese Erinnerungsarbeit sichtbar macht und ihn seit Jahren begleitet. Ein weiterer außergewöhnlicher Mensch.

 

Foto: Andrei in Trinitatiskirche Dresden (© Beatrice Pätzold)

 


Stolpersteine und ein Baum für Alfred Roßner in Falkenstein im Vogtland

Doritta Kolb-Unglaub, colorido e.V.

 

Der Berliner Künstler Gunter Demnig verlegt seit 1996 europaweit Stolpersteine zur Erinnerung an Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Weit über 100.000 Stolpersteine liegen bereits in über 1.860 Kommunen in 31 europäischen Ländern, die meisten davon in Deutschland.

 

Am 08. Mai 2026 sind zu den 19 in Falkenstein bereits vorhandenen Stolpersteinen sieben neue hinzugekommen: in der August-Bebel-Straße 55, wo zwei weitere jüdische Familien ihren letzten frei gewählten Wohnsitz hatten.

 

Zwei Schülerinnen verlasen zur Verlegung die Lebensgeschichten von den Mitgliedern der jüdischen Familien Goldstein und Feldklein. Nun rufen diese neuen Stolpersteine auf zum Innehalten und Nachdenken. Gerade in diesen Zeiten ist es so wichtig, dass auch nachfolgende Generationen das Geschehene verinnerlichen. Die Schüler*innen der Wilhelm-Adolph-von-Trützschler-Oberschule aus Falkenstein haben dabei sehr gute Arbeit geleistet. Die Spurensucher*innen haben die Texte zu den Menschen auf den Steinen ausgearbeitet und eindrucksvoll vorgetragen. Sich zu trauen und zu sprechen verdient viel Anerkennung. Mit Unterstützung der Lehrerin Martina Wohlgemuth, Anja Blechschmidt und Ralph-Henry Ide, die das Leben der jüdischen Familien ins Gedächtnis zurückholten, fand ein gelungener erinnerungspolitischer Generationenwechsel statt.

 

Für Alfred Roßner steht nun ein Baum mit einer Erinnerungstafel an den „Schindler von Falkenstein“. Er ist ein Gerechter unter den Völkern und das als einziger Mensch aus dem Vogtland. Der Textilkaufmann war während des Zweiten Weltkriegs Treuhänder einer Textilfabrik der SS im besetzten Polen. Die Zeit war auf Seiten der einheimischen Bevölkerung von Angst, Verzweiflung, Hunger und Verfolgung geprägt, auf Seiten der Besatzer von Gewinnsucht, Korruption und Gewissenlosigkeit, von Rassenwahn und Herrenmenschenvorstellungen.

 

Im Gegensatz zur Mehrheit seiner Landsleute half Roßner polnischen und jüdischen Menschen, konnte zahlreiche Jüdinnen und Juden vor dem Tod bewahren, so auch Lena Goldstein. Sein Beispiel zeigt auf, welche Handlungsspielräume es gab. Dieser Baum mit der Tafel steht auf dem Außengelände der Wilhelm-Adolph-von-Trützschler-Oberschule. Einen besseren Platz hätte man nicht wählen können.

 

Marco Siegemund (CDU) als Bürgermeister von Falkenstein hatte mit seiner Rede zur Würdigung überzeugt. Die Reihe setzte sich fort mit Schuldirektor, Pfarrer und Zivilgesellschaft. Ein wunderbares Zusammenwirken, eindrucksvoll und nachahmenswert.
Die Veranstaltung wurde unterstützt vom VVN-BdA und colorido e.V. Plauen.

 

Foto links: Die Stolpersteine der Familien Goldstein und Feldklein. Foto rechts: Der zu Ehren Alfred Roßner gepflanzte Baum in Falkenstein. (© colorido e.V.)

 


Podcast online: „Was geht mich der Nationalsozialismus noch an?! Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“

Isabel Panek, Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

 

Was interessiert Azubis an der Rolle ihres Ausbildungsbetriebs in der NS-Zeit? Und wie sehr profitierten Stadtverwaltung und kommunale Betriebe von Zwangsarbeit? Mit diesen Fragen starteten wir Ende 2024 das Projekt „Was geht mich der Nationalsozialismus noch an?! Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“.

 
Gemeinsam mit Pilotgruppen von Azubis der Leipziger Stadtverwaltung und der Leipziger Verkehrsbetriebe werden bis Ende 2026 Konzepte für Projekttage sowie analoge und digitale Vermittlungsangebote entwickelt. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit langfristig in den Ausbildungsplänen zu verankern und junge Menschen für die Geschichte ihrer Betriebe zu sensibilisieren.

 
Begleitet wird das Projekt von einem dreiteiligen Podcast. Er dokumentiert die Spurensuche der Azubis, lässt sie selbst zu Wort kommen und gibt Einblicke in die historischen Recherchen.

 
Die erste Folge, die bereits über Spotify verfügbar ist, widmet sich der Leipziger Stadtverwaltung und deren Verstrickung in das System der Zwangsarbeit. Die Stadt setzte Zwangsarbeiter*innen unter anderem bei der Trümmerbeseitigung nach Luftangriffen sowie in Großmarkthallen und städtischen Schlachthöfen ein. Gleichzeitig waren zahlreiche Ämter in die Organisation des Zwangsarbeitseinsatzes eingebunden – etwa durch die Genehmigung von Barackenlagern oder die Verwaltung städtischer Flächen für deren Bau. Neben historischen Einblicken begleitet der Podcast die Azubis bei Archivbesuchen, eigenen Recherchen und der Erkundung historischer Orte in Leipzig.

 
Folge 2 erscheint Anfang Juni und richtet den Blick auf Zwangsarbeit bei den Leipziger Verkehrsbetrieben. Folge 3 wird sich im Spätsommer um folgende Fragen drehen: Welche Bedeutung hat berufsspezifische historisch-politische Bildung in Gedenkstätten, und kann sie einen Beitrag dazu leisten, Mitarbeiter*innen für NS-Geschichte im eigenen Unternehmen zu sensibilisieren und Verantwortung im Heute zu stärken?

 
Redaktion und Schnitt des Podcasts: Yannik Sellmann

 
Das Projekt wird von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.
 

Foto links: Yannik Sellmann, Oktober 2025. Foto rechts: Podcastaufnahme, Mai 2025. (beide Fotos © Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig)


 


Einweihung der Ausstellung zum KZ-Außenlager Penig im Holocaust-Gedenkzentrum in Budapest

Ringo Gründel und Jan Sobe, Initative „Gesicht zeigen”, Penig

 
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung hatten wir mit unserer Initiative „Gesicht zeigen“ im Jahr 2024 eine 18 Tafeln umfassende Wanderausstellung erarbeitet, die sich detailliert mit der Geschichte des KZ-Außenlagers Penig auseinandersetzt. Die Ausstellung wurde im Mai des vergangenen Jahres im Beisein zahlreicher aus vielen verschiedenen Ländern angereister Angehöriger jener 703 Mädchen und Frauen eingeweiht, die hier Zwangsarbeit leisten mussten. Im Anschluss an die ebenso gelungene wie auch emotionale Einweihungsveranstaltung entstand der Gedanke, die Ausstellung ins Ungarische zu übersetzen und sie auch in Budapest zu zeigen, da die meisten der betroffenen Frauen Ungarinnen waren.

 

Nachdem dieses Vorhaben in Zusammenarbeit mit einigen der Angehörigen und unserer Initiative zielstrebig umgesetzt worden war, erfolgte nun die feierliche Einweihung der Ausstellung am 10. April im Holocaust-Gedenkzentrum in Budapest. Zur Eröffnungsveranstaltung waren 40 Nachkommen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen anwesend. Die Veranstaltung beinhaltete u.a. Redebeiträge von Prof. Dr. Andor Grósz, dem Vorsitzenden der Föderation der jüdischen Gemeinden Ungarns, Herrn Dr. Ulrich Ernst, dem stellv. Botschafter der Bundesrepublik sowie Ringo Gründel von unserer Initiative. Mit den Ausführungen von Dr. András Máté und George Szirtes kamen zudem zwei Angehörige in ergreifender Weise mit sehr persönlichen Geschichten zu Wort, deren Mütter in Penig Zwangsarbeit leisten mussten. Abgerundet wurde das Programm durch einen von Jan Sobe gehaltenen Vortrag zur Geschichte des Außenlagers und unserer Gedenkarbeit sowie musikalischen Beiträgen, an deren Umsetzung u.a. Tobias Edler und Jürgen Höfler beteiligt waren, die wie auch Jan Sobe ebenfalls zu unserer Initiative gehören.

 

Prof. Grósz führte in seiner Eröffnungsrede aus, was diese Ausstellung aus seiner Sicht besonders macht: Sie entstand nicht aufgrund einer Initiative von oben und war „kein institutionelles Programm, kein staatliches Projekt und kein Projekt einer jüdischen Organisation.“ Die Geschichte von Penig vermittle eine wichtige Botschaft: „Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit spaltet nicht, sondern heilt. Sie trennt nicht, sondern vereint.“

 

Dr. Ernst unterstrich die Gründe, warum die Botschafterin der Bundesrepublik die Schirmherrschaft für diese Ausstellung übernommen hat. Auch sie treibe, wie ihn, die Sorge um, dass die Erinnerung an die ungeheuren Verbrechen der Shoah, des Holocaust verblassen könnte. Leider scheine sich bei vielen, nicht nur in seiner Heimat, der Eindruck zu verfestigen, es sei doch alles längst gesagt und erzählt. Diese Ausstellung belehre uns auf eine so informative wie kluge Weise eines Besseren.

 

Ringo Gründel ging in seinen Ausführungen auf die von den Nachkommen häufig gestellte Frage ein, warum sich unsere Initiative als Nichtbetroffene seit mehr als zehn Jahren mit der Geschichte des Außenlagers beschäftigt: „Wir tragen keine persönliche Schuld an den Verbrechen von damals. Aber wir würden schuldig, wenn wir zuließen, dass Menschen erneut ausgegrenzt, entwürdigt und verfolgt werden. Genau deshalb verstehen wir uns als Beteiligte und als Betroffene.“

 

Die Ausstellung wird noch bis zum 13. November im Budapester Holocaust-Gedenkzentrum, Páva utca 39, zu sehen sein. Die deutschsprachige Version der Ausstellung kann weiterhin bei unserer Initiative „Gesicht zeigen“ unter gesichtzeigen@gmx.de kostenlos ausgeliehen werden. Die Online-Version der Ausstellung ist in Ungarisch, Englisch und Deutsch unter Erinnerungsort Penig abrufbar.

 

Foto: Gruppenbild zur Ausstellungseröffnung. (© Ringo Gründel, Initiative Gesicht zeigen, Penig)

 


Ein neues Projekt:
„Holocaust Education und Antisemitismusprävention in der Grundschule“

Johannes Hohaus, Bildungsverein Parcours e.V.

 

Bereits seit 2021 arbeiten wir mit Grundschulkindern zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Trotz der aktuellen Veränderungen konnten wir in diesem Jahr eine Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für unser Projekt erhalten. Mit dem Projekt wollen wir Grundschulkinder frühzeitig für die Geschichte des Nationalsozialismus, den Holocaust und die Mechanismen sowie Auswirkungen des Antisemitismus sensibilisieren. Im Mittelpunkt steht ein altersgerechter Zugang, der die Kinder weder emotional noch kognitiv überfordert und dennoch die historischen Fakten nicht bagatellisiert.

 

Foto: © Parcours e.V.

 

Zu unseren Zielen für dieses Jahr gehören die Organisation und Durchführung von dreitägigen Workshops in zehn Leipziger Grundschulklassen sowie die Überarbeitung und Aktualisierung unseres Konzepts und unserer Materialien. Dabei wollen wir den Schwerpunkt auf die bessere Unterstützung von Kindern mit Leseschwierigkeiten legen. Das heißt konkret: weniger und kürzere Texte sowie mehr bildgestütztes Material.

 

Vor diesem Hintergrund ist geplant, die für die Grundschulworkshops aufbereiteten Lebensgeschichten jüdischer Kinder aus Leipzig als Graphic Novels zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck organisieren wir vom 27. bis 31. Juli 2026 eine Kreativwerkstatt für Jugendliche ab 14 Jahren. In dieser verbinden wir historisches Lernen mit kreativer Selbsttätigkeit und ermöglichen den Jugendlichen so, sich aktiv und gestalterisch mit Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.

 

Darüber hinaus haben wir uns eine stärkere Vernetzung mit anderen Trägern der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung sowie des antisemitismuskritischen Engagements zum Ziel gesetzt. Wir möchten unsere Erfahrungen in der Holocaust Education mit Grundschulkindern teilen und die Perspektiven anderer Aktiver aufnehmen, um auszuloten, wie eine Verstetigung, Übertragung und Weiterentwicklung unseres Projekts in Zukunft aussehen könnte.

 

Diese Maßnahme wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die abriporta Stiftung, die Hertie-Stiftung, die Berthold Leibinger Stiftung und die Kurt und Hildegard Löwenstein Stiftung gefördert. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.

 


Eröffnung „Weg der Erinnerung”

Linda Wüstner, Unantastbar Mensch, inklusiver Lern- und Gedenkort SFZ Förderzentrum gGmbH

 

Am 81. Jahrestag der Befreiung eröffnete der Landesbeauftragte für Inklusion Michael Welsch den neuen „Weg der Erinnerung“ auf dem Rehabilitationsgelände an der Flemmingstraße in Chemnitz. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Netzwerk und der SFZ-Gruppe erinnerten wir an die Opfer der „Aktion T4“ und setzten ein Zeichen für Menschlichkeit, Inklusion und Verantwortung.

 

Das 2007 errichtete Denkmal „GEDENKEN“ wurde mit dem neu gestalteten „Weg der Erinnerung“ zu einem inklusiven Lern- und Gedenkort erweitert. Der diversitätssensible Lern- und Gedenkort auf dem Gelände der ehemaligen „Landeserziehungsanstalt Chemnitz-Altendorf“ macht die Geschichte der nationalsozialistischen Krankenmorde sichtbar und barrierefrei erfahrbar. Er erinnert an die Menschen aus der Einrichtung, die während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der sogenannten „Aktion T4“ wurden.

 

Am neu eröffneten „Weg der Erinnerung“ gibt es nun jederzeit frei zugängliche Informationen zur Geschichte der Einrichtung und den NS-Krankenmorden. Die Texte auf den Stelen sind auch in Brailleschrift angebracht und digital jeweils über einen QR-Code aufrufbar. Der neue Weg verbindet heute Erinnerung, Bildung und Begegnung mit dem Ziel, Geschichte sichtbar und für alle Menschen zugänglich zu machen.

 

Foto: © SFZ-Gruppe

 


Call for Participants:
Summer School zu Dokumentartheater und deutsch-tschechischer Geschichte

Annemarie Kelpe, DenkMal! Todesmarsch Mülsen-Eibenstock

 
Internationale Summer School für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren mit Interesse an Theater und Geschichte. Teilnehmende reisen gemeinsam mit anderen jungen Menschen aus Deutschland und Tschechien durch die Grenzregion, entdecken historische Orte und arbeiten mit echten Quellen: Interviews, Fotos, Zeitungsartikel oder Archivmaterial. Gemeinsam recherchieren sie Geschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus und danach – und bringen sie mit den Mitteln des Dokumentartheaters auf die Bühne.

 

Wer kann teilnehmen? Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16-25 Jahren mit guten Englischkenntnissen und Interesse an Geschichte / Theater.
Wo findet das Projekt statt? In Thalheim, Kadaň und Olbernhau.
Wann findet das Projekt statt? 1. bis 9. August 2026

 
Weitere Informationen gibt es auf der Website von DenkMal! Todesmarsch.

 

 

Publikationen

 

Projektdokumentation gegen Antisemitismus erschienen

Schon Anfang März ist die Broschüre „Leutzscher Juden – zu Antisemitismus und jüdischer (Un)Sichtbarkeit im Fußball“ erschienen. Die kleine Publikation des Fanprojekts Leipzig und des „Arbeitskreises Antisemitismus bei der BSG Chemie Leipzig“ entstand infolge einer Veranstaltungs- und Workshopreihe, die sich mit Antisemitismus und jüdischen Lebenswirklichkeiten im Fußball auseinandersetzt. Sie wurde vom Fanprojekt gemeinsam mit Fans der BSG Chemie im letzten Jahr organisiert und umgesetzt. Das Heft versammelt Beiträge zur zeitgemäßen Erinnerungskultur, zum „Jüdischsein“ im Fußball und zu aktuellen Formen des Judenhasses, und wie man ihm „auf den Rängen“ begegnen kann.

 

In den Beiträgen des Heftes, u.a. von Britt Schlehahn („Jüdische Spuren im Leipziger Westen“), Monty Ott, Ruben Gerczikow und den Herausgeber*innen, geht es daher viel um eine zeitgemäße Erinnerungskultur, um „Jüdischsein“ im Fußball und die Frage, wie man aktuellen Formen des Judenhasses auf den Rängen begegnen kann.

 

Anhand eines ebenso veröffentlichten Rundgangs mit zwölf Stationen wird deutlich, wie viele Leerstellen zur deutsch-jüdischen Stadtgeschichte noch existieren, nicht nur im Leipziger Westen.

 

Das Heft kann kostenfrei über das Fanprojekt bezogen werden.

 

Fanprojekt Leipzig (Hg.): „Leutzscher Juden“ – Eine Projektdokumentation zu Antisemitismus und jüdischer (Un)Sichtbarkeit im Fußball. 64 Seiten. Gefördert vom Programm „Weltoffenes Sachsen“ sowie von der DFB-Kulturstiftung und der Amadeu-Antonio-Stiftung.

 

 

Save the date!

 

„Workshop: „Breslauer, Seymour, Unbekannt. Zeitzeugen mit Kamera“, Leipzig

19.–21.06.2026
mit Jane Wegewitz und Tom Weiß, EnterHistory!

 

Vom 19.06. bis 21.06. laden wir zu unserem nächsten Workshop im Projekt „ReMembering – Jüdische Lebenserinnerungen“ ein. Diesmal beschäftigen wir uns anhand verschiedener Biografien, u.a. von Rudolf Werner Breslauer und David Robert Seymour, mit historischen Fotos und Filmen.

 

Die Biografien sind geeignet, verschiedene Aspekte der NS-Verfolgung und unterschiedliche Perspektiven darauf zu thematisieren. So war Rudolf Breslauer, 1903 in Leipzig geboren, 1942 mit seiner Familie in das Durchgangslager Westerbork deportiert worden, wo er erkennungsdienstliche Fotografien der Häftlinge anfertigen und, ebenso gegen seinen Willen, einen Film drehen musste, der heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Er wurde zum unfreiwilligen Dokumentaristen des Holocaust.

 

David Robert Seymour, 1911 in Warschau geboren und später unter dem Pseudonym „Chim“ bekannt geworden, studierte ab 1929 an der Akademie für Graphische Künste in Leipzig und übersiedelte 1931 nach Paris, wo er u.a. Robert Capa und Gerda Taro kennenlernte. 1936 ging er nach Spanien, um die Schrecken des Bürgerkriegs zu fotografieren, der Beginn seiner Arbeit als Fotoaufklärer.

 

Mit Recherchen zu einer unbekannten Person schließlich widmen wir uns an einem Beispiel dem Thema Deportationsfotos. Das einzige bekannte Bild einer Deportation aus Leipzig vom 10.05.1942 gehört vermutlich zu dem schmalen Fundus solcher Bilder, die heimlich gemacht wurden, eine Person auf dem Foto wurde im Projekt #lastseen identifiziert. Es handelt sich um die 1898 in Warschau geborene Helena Siegelberg, die um 1908 mit ihrer Familie nach Leipzig eingewandert war.

 

Fotografien und Filme als Zeitzeugnisse erlangen in einer Zeit ohne lebende Zeitzeugen einen Bedeutungszuwachs für die Auseinandersetzung mit dem NS, der im Kurs mit Fragestellungen zur Rolle der Urheber, zum Lesen und zur Interpretation von Bildzeugnissen allgemein und bezüglich der zunehmenden Verwendung von KI auch in der Erinnerungskultur kritisch reflektiert wird.

 

Angesprochen für den Kurs sind Interessierte (ab 16 Jahren) mit der Bereitschaft zur Teilnahme an allen drei Kurstagen.

 

Wie bei allen vorhergehenden Workshops unserer Projektgruppe entstehen Kurzbiografien sowie Mikro-Hörstücke (hört mal rein!), die historische Ereignisse aus der Sicht ehemaliger Leipziger oder mit Leipzig verbundener Personen reflektieren und auf der Projektseite von „ReMembering Leipzig – Jüdische Lebenserinnerungen“ veröffentlicht werden.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt: projekt@remembering-leipzig.de. Anmeldeschluss ist der 08.06.2026.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei, der Workshop wird gefördert von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

 

Workshop-Zeiten: Fr, 19.06., 14–18 Uhr, Sa, 20.06., 10–17 Uhr (Capa-Haus), So, 21.06., 10–17 Uhr (Bromologic-Tonstudio)

 

Bildnachweis: Rudolf Breslauer (Urheber), Westerbork, Netherlands, Jews boarding a deportation train to Auschwitz. Archival signature: 0
Album number: FA29/56 , FA29/0 Album item no: 97839 Album Title: Westerbork, Holland, 1942-1943, a personal album of camp commander Albert Konrad Gemmeker.
Quelle: https://commons.wikimedia.org

 


„Schalom” – Jüdische Woche Leipzig 2026

21.–28.06.2026

 

Leipzig feiert vom 21. bis 28. Juni 2026 die 17. Jüdische Woche – ein stadtweites Festival, welches vom Kulturamt der Stadt Leipzig gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V. veranstaltet wird. Sie ist in diesem Jahr Teil des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen”, das in Leipzig und ganz Sachsen stattfindet.

 
Die Jüdische Woche präsentiert ein vielseitiges Programm mit über 130 Veranstaltungen – darunter Konzerte, Lesungen, Filme, Ausstellungen, Zeitzeugengespräche und Theaterproduktionen. Ergänzt wird das Programm durch interaktive Formate wie ein Escape Game oder die Tour de Toleranz. Auch englisch- und russischsprachige Veranstaltungen bereichern das Angebot und heißen internationale Gäste herzlich willkommen. Familienfreundliche Events, die auch für Kleinkinder geeignet sind, wie das Figurentheater „Das Tierhäuschen“ laden zudem Besucherinnen und Besucher jeden Alters zum Mitfeiern ein.

 
Veranstaltungen wie das Konzert des Jugendorchesters „Klänge der Hoffnung” oder die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in der DDR zeigen, wie Erinnerungskultur lebendig vermittelt werden kann. Gleichzeitig schlagen die Jüdische Woche und die begleitenden Ausstellungen eine Brücke zwischen Geschichte, Erinnerung und gesellschaftlicher Gegenwart. Besonders die Ausstellungen „Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“ im Stadtgeschichtlichen Museum und „Aufbruch und Tradition — 30 Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen“ im Stadtarchiv Leipzig machen jüdisches Leben in Leipzig auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Die wiederentdeckten Glasnegative des Fotoarchives Mittelmann erzählen persönliche Geschichten von Familien, Kindern, Vereinen und Unternehmen aus der Zeit zwischen 1900 und 1938 und die Fotos im Stadtarchiv Leipzig zeigen das jüdische Leben in Sachsen in den vergangenen 30 Jahren.

 
Die Jüdische Woche wird von vielen engagierten Menschen, Institutionen und nicht zuletzt von der Jüdischen Gemeinde selbst getragen. Mehr als 70 Leipziger Institutionen und Vereine beteiligen sich am Festival. Ein zentraler Veranstaltungsort ist das Ariowitsch-Haus als Kultur- und Begegnungszentrum der Jüdischen Gemeinde.

 
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie auf Leipzig.de, über Facebook und Instagram.

 

 


Herbstschule – Das Gerücht über die anderen #5
Antisemitismus, der Rassismus gegenüber Sinti* und Roma* und Ableismus

03. und 04.09.2026
jetzt anmelden unter anmeldung@hatikva.de

 

Programm:
Tag 1: 16:00–21:00 Uhr
Werkstattbericht, Film und Gespräch, Vortrag von Martin Seng
Ort: Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, Dresden
Tag 2: 09:00–15:00 Uhr
Exkursion zur Gedenkstätte Großschweidnitz (mit Transfer und Mittagessen)

 

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Separate Buchung der Tage ist möglich. Der Eintritt ist frei, gerne darf gespendet werden.

 

Dieses Angebot wird gefördert / unterstützt von:
Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus, Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung-Sachsen, HATiKVA e.V. (im Rahmen des Innovationsprojekts „Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtsachaftlich begründeten Antisemitismus“, Gedenkstätte Großschweidnitz, Stiftung Sächsische Gedenkstätten, sLAG (sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus).

 

 


Workshop: Opa war kein Nazi – oder vielleicht doch? Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen

19.09.2026, 11:00–17:00 Uhr (inklusive Mittagspause)
Mit Dr. Christine Bücher, Ort: Riebeckstr. 63, Leipzig

 

Laut Angaben in den Medien haben seit Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederkartei vor wenigen Wochen Hunderttausende überprüft, ob ihre Großeltern oder Urgroßeltern Parteimitglieder waren. Doch wie aussagekräftig ist ein Treffer in der Kartei?

 

Wer nach der Rolle der eigenen Familie im Nationalsozialismus fragt, stößt auch heute noch in der Familie auf Lücken, Schweigen oder Unsicherheiten. Der Tagesworkshop richtet sich an alle, die mehr über mögliche Verstrickungen, Mitläufertum, Widerstand oder Verfolgung ihrer Familie herausfinden wollen. Der Workshop zeigt, wie man eine Recherche aufbauen und mit Hilfe von Archiven Antworten finden kann.

 

Außerdem:
Was erfährt man aus Briefen oder Fotos und was ist eigentlich darauf zu sehen?
Wie führt man Zeitzeugen-Interviews und wertet sie aus? Denn die Erinnerung und das Gedächtnis können trügerisch sein.
Was ist das Ziel der eigenen Recherchen und was soll ihr Ergebnis sein?
Wie behält man den Überblick?

 
Gerne können eigene familiengeschichtliche Unterlagen wie Fotos, Dokumente oder Briefe mitgebracht werden.

 

Dr. Christine Bücher studierte an der RWTH Aachen Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Sie arbeitet als Referentin im Bereich historisch-politischer Bildung u.a. am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. 2025 erschien ihr Buch „Die Lücke im Album. Wie ich die Geschichte meiner nichtjüdisch-jüdischen Familie in der NS-Zeit entdeckte.“

 

Foto: Muttertag 1940 (© privat)

 

Der Workshop ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt: jane.wegewitz@slag-aus-ns.de.

 


Newsletter

Unser nächster regulärer Newsletter erscheint im Juni 2026. Bis dahin veröffentlichen wir Termine, Mitteilungen und Kurznachrichten unter www.slag-aus-ns.de, bei Facebook, bei Bluesky und bei Mastodon

 

21.08.2026
Redaktionsschluss Newsletter September 2026


 

Veranstaltungen

Hier finden Sie interessante Veranstaltungen unserer Mitglieder und der Fachstelle. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.

 

JUNI


04.06.26, 19:00 Uhr
Lesung & Gespräch
„Beyond This Forest / Jenseits dieses Waldes“
Ort: Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig
Details: Capa-Haus


06.06.26, 11:00 Uhr
Stadtteilrundgang
„NS-Zwangsarbeit in Schönefeld“
Treff: Ecke Rohrteichstr. / Schönefelder Allee (Eingang Mariannenpark)
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


06.+ 07.06.26, jw. ab 11:00 Uhr
93. Jahrestag des ersten Lagerappells im Konzentrationslager Sachsenburg
„Sachsenburger Dialog“
Ort: Gelände des früheren KZ Sachsenburg, An der Zschopau 1, Frankenberg
Details: Gedenkstätte Sachsenburg


07.06.26, 13:00 Uhr
Vortrag zum Projekt #LastSeen
„FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945″
Ort: Gelände des früheren KZ Sachsenburg, An der Zschopau 1, Frankenberg
Details: Ausstellungstour FESTGEHALTEN


07.06.26, 14:00 Uhr
Rundgang
„Überführung nach Dresden zur Erdbestattung“
Ort: Neuer Israelitischer Friedhof Dresden, Fiedlerstr. 3, Dresden
Details: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein / Gedenkstätte Großschweidnitz


07.06.26, 14:00 Uhr
Fahrradtour
„Orte der NS-Zwangsarbeit in Böhlen bei Leipzig“
Treff: Bahnhof Böhlen (Bahnhofsvorplatz)
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


07.06.26, 14:00 Uhr
Führung
„Der Anstaltsfriedhof und die Gedenkstätte Großschweidnitz“
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz


07.06.26, 14:30 Uhr
Führung
„Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Johannisfriedhof. Ein Rundgang zu Gräbern und Gedenkanlagen“
Ort: Johannisfriedhof, Eingang Kapellentor, Wehlener Str. 13, Dresden
Details: Gedenkstätte Münchner Platz & VHS Dresden


13.06.26, 11:00 Uhr
Stadtteilrundgang
„NS-Zwangsarbeit in Volkmarsdorf“
Treff: Neustädter Markt, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


13.06.26, 14:00 Uhr
Führung
„Die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig“
Treff: Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Permoserstr. 15, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


14.06.26, 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung & Vortrag
„FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945″
Ort: Hole of Fame, Königsbrücker Str. 39, Dresden
Details: Ausstellungstour FESTGEHALTEN


16.06.26, 18:00 Uhr
Rundgang
Geschichtswerkstatt: „NS-Verfolgung von Jüd*innen in Dresden mit Audioscript“
Treff: St. Pauli Friedhof, Eingang, Dresden
Details: ALB Geschichtswerkstatt


18.06.26, 19:00 Uhr
Musik-Gedicht-Collage
„Profound Collaboration of Poetry and Music: Cantata – Dance of the Insane“
Ort: Ariowitsch-Haus e.V., Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus e.V.


19.–21.06.26, 17:30 Uhr
Seminar mit Vorträgen und Wanderungen
„19. Wanderseminar auf den Spuren der Roten Bergsteiger*innen“
Ort: Neukirch/Lausitz
Details: AKuBiZ e.V.


19.06.26, 18:00 Uhr
Szenische Lesung
„Bahnhof zur Hölle – Eine persönliche Auseinandersetzung zum Thema ‘Sterbenlassen durch Hunger und Kälte im Russenlager
Ort: Deutsch-Russisches Kulturinstitut, Zittauer Str. 29, Dresden
Details: Förderverein Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e.V.


20.06.26, 06:00 Uhr
Exkursion
„Gedenkstättenfahrt nach Berlin“
Treff: Autohof Härtensdorf / Wildenfels
Details: DenkMal!


20.06.26, 11:00 Uhr
Führung
„Das KZ-Außenlager Leipzig-Schönau
Treff: Straßenbahnhaltestelle Parkallee, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


20.06.26, 11:00 Uhr
Rundgang
„Queer History oder Geschlecht, Begehren und Sexualität im Kontext von NS-Zwangsarbeit“
Ort: Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt, Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


20.06.26, 18:00 Uhr
Führung zur Museumsnacht
„Hafttrauma künstlerisch verarbeitet“
Ort: Gedenkstätte, Münchner Platz 3, Dresden
Details: Gedenkstätte Münchner Platz Dresden


21.06.26, 11:00 Uhr
Führung
„Zerstörung und Neubeginn: Jüdische Geschichte in der Brodyer Synagoge“
Ort: Brodyer Synagoge, Keilstr. 4, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus e.V.


21.06.26, 12:00 Uhr
Gedenken
„Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion“
Ort: Bahnhof Jacobsthal, Zeithain
Details: Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain


22.06.26, 10:00 Uhr
Bildungsfahrt
„Bildungs- und Erinnerungsarbeit an NS-Orten vor der eigenen Haustür Gedenkstätte Theresienstadt/Terezín“
Ort: Komenského 148, 411 55 Terezín, Tschechien
Details: Brücke|Most-Stiftung


23.06.26, 18:00 Uhr
Buchvorstellung
„Januar 1933: Das Jüdische Leipzig – eine Rekonstruktion“
Ort: Ariowitsch-Haus e.V., Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus e.V.


25.06.26, 17:00 Uhr
Themenabend
„The Number That Saved My Life – Sara (Landsberg) Holzer’s Journey“
Ort: Ariowitsch-Haus e.V., Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus e.V.


25.06.26, 18:00 Uhr
Themenabend
„Dr. Ephraim Carlebach – Grenzgänger und Schulgründer“
Ort: Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen, Gustav-Adolf-Str. 7, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus e.V.


26.06.26, 18:00 Uhr
Lange Nacht der Wissenschaften
„Totalitarismusforschung im Hannah-Arendt-Institut“
Ort: Gedenkstätte, Münchner Platz 3, Dresden
Details: Gedenkstätte Münchner Platz Dresden


27.06.26, 11:00 Uhr
Stadtteilrundgang
„NS-Zwangsarbeit in der Leipziger Innenstadt“
Treff: Augustusplatz, vor dem Eingang der Universität, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig


28.06.26, 14:00 Uhr
Führung
„Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain“
Ort: Gedenkstätte, Zum Ehrenhain 1, Zeithain
Details: Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain


30.06.26, 15:00 Uhr
Rundgang
Geschichtswerkstatt: „Der Neue Israelitische Friedhof als Quelle für die Forschung zur Shoah“
Treff: Eingang zum Neuen Israelitischen Friedhof, Fiedlerstr. 3, Dresden
Details: ALB Geschichtswerkstatt

 

JULI


01.07.26, 14:00 Uhr
Sommer-Führung (täglich bis 31.08.)
„Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein“
Ort: Gedenkstätte, Schlosspark 11, Pirna
Details: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein


05.07.26, 14:00 Uhr
Führung
„Der Anstaltsfriedhof und die Gedenkstätte Großschweidnitz“
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz


19.07.26, 14:00 Uhr
Führung
„Der Alte Jüdische Friedhof – Geschichte und Besonderheiten“
Ort: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Str. 12, Dresden
Details: HATiKVA e.V.


26.07.26, 11:00 Uhr
Führung
„Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63″
Ort: Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: Initiative Riebeckstraße 63


26.07.26, 14:00 Uhr
Führung
„Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain“
Ort: Gedenkstätte, Zum Ehrenhain 1, Zeithain
Details: Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain


27.–31.07.26
Ferien-Kreativwerkstatt
Graphic-Novel-Workshop „Deine Kunst gegen das Vergessen“
Ort: Pöge-Haus, Hedwigstr. 20, Leipzig
Details: Ferien-Kreativwerkstatt

 

AUGUST


01.08.26, 14:00 Uhr
Sommer-Führung (täglich bis 31.08.)
„Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein“
Ort: Gedenkstätte, Schlosspark 11, Pirna
Details: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein


02.08.26, 14:00 Uhr
Führung
„Der Anstaltsfriedhof und die Gedenkstätte Großschweidnitz“
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz


17.08.26, 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
„FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945″
Ort: Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ausstellungstour FESTGEHALTEN


22.08.26, 20:30 Uhr
Open Air Filmtage
„The Bubble / הבועה“
Ort: D5, Domplatz 5, Wurzen
Details: NDK Wurzen


23.08.26, 14:00 Uhr
Führung
„Der Alte Jüdische Friedhof – Geschichte und Besonderheiten“
Ort: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Str. 12, Dresden
Details: HATiKVA e.V.


28.08.26, 10:00 Uhr
Bildungsfahrt
„Bildungs- und Erinnerungsarbeit an NS-Orten vor der eigenen Haustür: Todesmarsch vom KZ-Außenlager Mülsen St. Micheln nach Leitmeritz und Theresienstadt“
Treff: Otto-Boessneck-Str. 1, Mülsen
Details: Brücke|Most-Stiftung


28.08.26, 20:30 Uhr
Open Air Filmtage
„Rabbi Wolff“
Ort: Wenceslaikirchgarten, Am Wenceslaikirchhof 4, Wurzen
Details: NDK Wurzen


29.08.26, 20:30 Uhr
Open Air Filmtage
„Alles auf Zucker“
Ort: Ringelnatz-Geburtshaus, Terrasse, Crostigall 14, Wurzen
Details: NDK Wurzen


29.08.26, 11:00 Uhr
Führung
„Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63″
Ort: Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: Initiative Riebeckstraße 63


30.08.26, 14:00 Uhr
Führung
„Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain“
Ort: Gedenkstätte, Zum Ehrenhain 1, Zeithain
Details: Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain


30.08.26, 14:00 Uhr
Erzählcafé auf dem Diakonietag 2026
„Zum Zeithainer Stadtteil Nikopol“
Ort: Pfarramt Zeithain, Teichstr. 1, Zeithain
Details: Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain


Tipps

Hier finden Sie u.a. interessante Veranstaltungen, die außerhalb vom Netzwerk organisiert werden. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.

 


03.06.26
Ausstellungsbeginn
„MOMENTAUFNAHME. Das Fotoarchiv Mittelmann“
Ort: Stadtgeschichtliches Museum, Altes Rathaus, Festsaal, Leipzig
Details: Stadtgeschichtliches Museum


03.06.26, 14:00 Uhr
Gespräch
„Der Schatz vom Dachboden“
Ort: Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3, Leipzig
Details: Stadtgeschichtliches Museum


03.06.26, 17:00 Uhr
VHS-Kurs
„Von den Anfängen bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels: Jüdische Geschichte vor der Diaspora – Teil 1″
Ort: VHS, Löhrstr. 3–7, Leipzig
Details: VHS Leipzig


12.06.26, 15:00 Uhr
Gedenken
„Enthüllung des Gedenkzeichens zur Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit im Industriekomplex Böhlen-Espenhain“
Ort: Bahnhof, Bahnhofstr. 22, Böhlen
Details: DOKMITT e.V.


17.06.26, 18:00 Uhr
Audiowalk
„Wenn Wände sprechen“
Ort: Bürgerverein Waldstraßenviertel, Hinrichsenstr. 10, Leipzig
Details: Wenn Wände sprechen


19.06.26, 19:00 Uhr
Konzert
„Henriques – Hinrichsen: Eine Familiengeschichte in Liedern“
Ort: Grieg-Begegnungsstätte e.V., Talstr. 10, Leipzig
Details: Begegnungsstätte


20.06.26, 19:00 Uhr
Konzert
„Heimatlos – aber nicht haltlos: Zuflucht in Religion, Bildung, Musik, Kultur“
Ort: Grieg-Begegnungsstätte e.V., Talstr. 10, Leipzig
Details: Begegnungsstätte


21.06.26, 11:00 Uhr
Führung
„Der Alte Israelitische Friedhof“
Ort: Alter Israelitischer Friedhof, Berliner Str. 123, Leipzig
Details: Leipzig Details Stadtführungen


21.06.26, 19:00 Uhr
Gespräch
„Adam und Ida“
Ort: Bauprojekt HOLZBrAU Süd, Braustr. 22, Leipzig
Details: HOLZBrAU


21.06.26, 19:00 Uhr
Figurentheater
„Die Katze von Kampen“
Ort: Dachtheater, Steinstr. 18, Leipzig
Details: Haus Steinstraße


22.06.26, 17:00 Uhr
Vortrag und Workshop
„Der neue Antisemitismus. Analyse und Aufklärung zu aktuellen judenfeindlichen Stereotypen“
Ort: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Projektbüro, Brückenstr. 10, Chemnitz
Details: SLpB


Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.