
Liebe Mitglieder der sLAG, liebe Freund*innen, liebe Interessierte,
Erinnerungskultur ist ständig im Wandel. Sie ist ein Feld permanenter Aushandlungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft, zwischen institutioneller Verantwortung und ehrenamtlichem Engagement, zwischen pädagogischem Anspruch und politischer Instrumentalisierung. Dieses Spannungsverhältnis prägt die Arbeit von Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen grundlegend.
Das zeigt sich beispielhaft in der Vermittlungsarbeit. Hier treffen zeitgenössische Fragen an die Vergangenheit durch Besucher*innen sowie Konjunkturen des Erinnerns auf historische Orte und Ereignisse. Um diesen sich ständig verändernden Voraussetzungen begegnen zu können, orientiert sich die pädagogische Arbeit von Gedenkstätten und Erinnerungsorten am Beutelsbacher Konsens: Dieser fordert Kontroversität, schützt vor Überwältigung und fördert die eigenständige Urteilsbildung. In diesem Sinne verstehen sie sich als Orte offener, multiperspektivischer Vermittlung und kontroverser Diskussionen. Ergänzt und oft erst ermöglicht, wird diese Arbeit durch zivilgesellschaftliche Initiativen. Ehrenamtliche Gruppen setzen sich kritisch mit der NS-Herrschaft und ihren Verbrechen in der eigenen Nachbarschaft auseinander, recherchieren lokale Täter*innen- und Opfergeschichten und machen Verdrängtes sichtbar.
Zugleich sehen sich Gedenkstätten und Initiativen mit widersprüchlichen Zuschreibungen konfrontiert: sie seien staatlich verordnet, Ausdruck einer politischen „Staatsräson“ und normativ festgelegt – insbesondere im Zusammenhang mit der Verantwortung gegenüber Israel. Der australische Historiker Dirk Moses geht sogar soweit, zu behaupten, dass es „staatliche Hohepriester“ gibt, die die Ausrichtung „der“ deutschen Erinnerungskultur bestimmen. Solche Zuschreibungen greifen zu kurz. Sie verkennen, dass Erinnerungskultur kein monolithisches Projekt ist, sondern von Konflikten, Widersprüchen und offenen Fragen lebt. Sie verwechseln Erinnerungskultur mit Geschichtspolitik und verdecken diese Widersprüche durch Vereindeutigung und Vereinfachung. Die gegenwärtige plurale und dezentrale „Erinnerungslandschaft“ ist Ergebnis von immer neuen Aushandlungsprozessen und andauernden gesellschaftlichen Kämpfen. Sie ist ein Spiegel der Zeitgeschichte.
Während einerseits der Vorwurf staatlicher Steuerung erhoben wird, geraten Gedenkstätten politisch andererseits massiv unter Druck. Rechte Parteien und Akteur*innen betreiben Schuldabwehr, relativieren nationalsozialistische Verbrechen oder stellen die Legitimität von Gedenkorten grundsätzlich infrage. Förderstrukturen, pädagogische Konzepte und wissenschaftliche Standards werden ideologisiert und angegriffen, nicht trotz, sondern wegen ihres kritischen Potenzials. Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen stehen damit in einem widersprüchlichen Verhältnis zu staatlichen Institutionen. Sie sind auf Förderung angewiesen, wurden aber vielfach gegen staatliche Widerstände und gesellschaftliche Abwehr erkämpft. Kritische Geschichtsarbeit folgt keinem Selbstzweck und keiner Doktrin. Sie soll nicht politisch genehm sein, sondern ist den Opfern der Verbrechen verpflichtet und stellt unbequeme Fragen an unsere Gegenwart.
An diese Widersprüche knüpft die Veranstaltung „Neue Freiräume – neue Abhängigkeiten?“ in der bundesweiten Gesprächsreihe „Nach der ‚Generation Aufarbeitung‘. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der NS-Gedenkstätten“ an. Sie nimmt historisch in den Blick, wie staatliches Engagement in der Erinnerungskultur entstanden ist und welche unterschiedlichen Organisationsformen sich daraus entwickelt haben. Zugleich stellt sie die Frage nach staatlicher Nähe oder Ferne neu: Unter welchen Bedingungen ermöglichen Förderungen kritische Arbeit und wann begrenzen sie Handlungsspielräume?
Wir laden herzlich dazu ein, diese Fragen gemeinsam mit uns zu diskutieren. Wie viel Staat braucht eine kritische Erinnerungskultur – und wie viel Distanz? Welche Erfahrungen machen Gedenkstätten und Initiativen heute im Spannungsfeld von notwendiger Förderung, diversen Erwartungshaltungen und politischem Druck? Die Auseinandersetzung darüber ist kein Randthema, sondern zentral für die Zukunft einer pluralen, streitbaren Erinnerungskultur.
Jonas Kühne für die sLAG-Fachstelle
Man sollte meinen, das Jahr hätte gerade erst begonnen, doch schon nach einem Monat füllen sich die Kalender, etliche Termine sind bereits absolviert, zu viele bedenkliche Nachrichten konsumiert und das Gemächliche scheint den Schneeflocken vorbehalten, die in diesen Tagen vor unseren Fenstern tanzen, als wollten sie uns die Winterfreuden ins Gedächtnis rufen.
Im Rückblick auf die letzten Wochen freuen wir uns, dass Martin Dulig mit Team am 22. Januar bei uns zu Besuch war und wir die Möglichkeit hatten zum persönlichen Austausch. Thema war u.a. die Weiterentwicklung unserer Idee eines erinnerungspolitischen Gesamtkonzepts für Sachsen. Anfang Juni wird in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten im Dresdner Zentralwerk die Folgeveranstaltung unserer öffentlichen Podiumsdiskussion vom September 2025 stattfinden. Save the date: 03.06.2026!
Rund um den 27.01., dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, gab es auch in Sachsen wieder vielfältige Veranstaltungen, darunter viele unserer Mitglieder, und wir haben in Kooperation mit den Tagen der Jüdischen Kultur Chemnitz und dem Kino Metropol „Shoah“ von Claude Lanzmann auf die Leinwand gebracht.

Prof. Dr. Christoph Hesse beim Einführungsvortrag, Foto: © sLAG
Aus dem kommenden Veranstaltungsangebot für dieses Jahr möchten wir schon heute auf ein besonderes Vorhaben hinweisen: das Projekt LastSeen geht auf Tour und von Mai bis November planen wir mit unseren Mitgliedern Stationen der Ausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945” in ganz Sachsen. Das Projekt LastSeen sichert, sammelt, erforscht und veröffentlicht Fotos von Deportationen von Jüdinnen und Juden, Rom*nja und Sinti*zze sowie von Opfern der NS-Krankenmorde in einem digitalen Bildatlas. Die Fotos verbinden das Mordgeschehen im besetzten Osteuropa mit den deutschen Bahnhöfen, Gaststätten und Marktplätzen, wo die Transporte begannen. Sie zeigen die Verfolgten, die Täter*innen, aber auch die vielen Zuschauer*innen, oft Nachbar*innen der Opfer, die neugierig bis teilnahmslos dem Geschehen beiwohnten.
Auch uns hält derzeit der Prozess um die Realisierung des Gedenkorts Alter Leipziger Bahnhof in Atem. Der aktuelle Stand ist im Beitrag von Claudia Jerzak nachzulesen. Mit Spannung verfolgen wir ebenso die Bewerbung Sachsens als Standort eines Bildungszentrums von Yad Vashem. Am 04.02. findet dazu eine Aktuelle Debatte im Sächsischen Landtag statt.
Unsere in Dresden aktiven Mitglieder stecken derzeit in den letzten Vorbereitungen für ihre Angebote zum Februargedenken, u.a. dem lang etablierten Mahngang Täter*innenspuren, in diesem Jahr unter dem Titel „Dresden, die unmenschliche Kunst- und Kulturstadt“. Barbara Lubich ist mit ihrem Dokumentarfilm Come Together. Dresden und der 13. Februar aus diesem Anlass zu einem Seminar nach London eingeladen, eine Teilnahme ist via Zoom möglich.
Mitte Januar haben wir als Mitglied des Verbands der Gedenkstätten in Deutschland den offenen Brief Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social Media-Plattformen gerichtet an die Social-Media-Plattform-Betreiber, mitgezeichnet. Denn auch wir verfolgen mit Sorge den massiven Anstieg von Postings mit erfundenen, KI-generierten Inhalten zum NS, die Geschichte durch Verharmlosung und Verkitschung verfälschen und ein Geschäftsmodell der Klick-Industrie offenbaren, welches das Leid der Opfer durch emotionalisierte Fiktionen trivialisiert. Wir sind nun gespannt, wie die Reaktionen auf den Brief ausfallen, erste Gespräche mit den Adressaten werden dieser Tage geführt.
In diesem Zusammenhang machen wir gern auf SHOAH STORIES, eine jüngst online gegangene Möglichkeit zur Förderung von digitaler Bildung zum Holocaust, aufmerksam. Aufbauend auf dem Erfolg der TikTok-Initiative „Shoah Commemoration & Education“, die weltweit über fünfzig Holocaust-Gedenkstätten und Museen einbezog, bietet die Plattform eine wachsende Bibliothek vertrauenswürdiger Kurzvideos zu vielfältigen Themen und Perspektiven rund um den Holocaust.
Der nächste reguläre sLAG-Newsletter erscheint Anfang April 2026 und bis dahin wünschen wir eine gute Zeit und gute Energien.
Jane Wegewitz, Birte Sedat und Jonas Kühne aus der Fachstelle für NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung
Claudia Jerzak, Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof
Der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V. übernahm 2024 die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für eine Gedenk- und Begegnungsstätte am ALB. Dieses Konzept liegt seit März 2025 öffentlich vor. Es wurde in einer städtischen Veranstaltung vorgestellt und diskutiert und bietet allen Interessierten Einblick in die geplanten Inhalte, Ziele und Entwicklungsschritte. Transparenz und Beteiligung waren von Beginn an zentrale Bestandteile des Prozesses. Fachlich fundiert zielt das Konzept ausdrücklich darauf, den Ort als Gedenkstätte mit bundesweiter Bedeutung zu etablieren – auch mit Blick auf eine spätere Beteiligung von Land und Bund.
Trotzdem steht das Projekt politisch auf der Stelle. Der Dresdner Stadtrat hatte für 2025 und 2026 jeweils 100.000 Euro für die Weiterarbeit am Konzept eingestellt. Die Mittel sind vorgesehen für die Fortführung der historischen Forschung, für die Entwicklung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, für Ausstellungen sowie für die Pflege der Kontakte zu Nachfahren der betroffenen Menschen. Bis heute wurden diese Mittel nicht freigegeben. Für 2025 sind sie sogar verfallen.
Ausschlaggebend ist der Widerstand von CDU, FDP/Freie Bürger, AfD und Team Zastrow. Die Folge: Vertagungen, Blockaden, Stillstand. Begründet wird dies unter anderem mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen oder einem angeblich „zu großen“ Konzept.
Hier einige Presseartikel & Stellungnahmen zur Sitzung des Kulturausschusses am 13.01.2026:
Tag24: „Gelder für Dresdner Gedenkstätte gestrichen – CDU-Stadtrat kontert harte Vorwürfe“
DNN: „Holocaust-Gedenkort in Dresden geht erneut leer aus: Heftige Reaktionen und neuer Antrag“
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Dresden: „Abgelehnte Förderung für Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof“
SPD Dresden: „Protest statt Gedenken“

Alter Leipziger Bahnhof, Dresden, Januar 2026, © Claudia Jerzak
Auf der Tagesordnung der kommenden Stadtratssitzung am 29.01. stehen nun sowohl eine Aktuelle Stunde zur Sicherung der Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstättenarbeit und der Förderfähigkeit des ALB als auch die Abstimmung zum Nutzungs- und Betreibungskonzept für einen Gedenkort am ALB.
Hier noch der Link zur Stellungnahme des Vereins
Update (30.01.): Der Stadtrat hat nach langer Debatte am Donnerstagabend beschlossen, den Verein Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof in diesem Jahr mit bis zu 100.000 Euro zu fördern. Die Fraktionen von CDU, AfD und Team Zastrow stimmten gegen den interfraktionellen Antrag, während Grüne, Linke, FDP/Freie Bürger, SPD, BSW, PVP-Kooperation und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dafür votierten. Die Abstimmung fiel 36:35 aus.
Gabriele Atanassow, Archiv Gedenkbuch in der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Zu Beginn begrüßte André Lang, Vorstandsmitglied des Förderkreises Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof Dresden e.V., die knapp sechzig Besucher*innen der Vernissage. Als Vertreter des Trägervereins unserer Ausstellung betonte er die Bedeutung und Wichtigkeit des Gedenk-, Lern- und Begegnungsort Alter Leipziger Bahnhof (A–L–B) in Dresden für die Erinnerungsarbeit. Dann übergab er das Wort an Gabriele Atanassow, Leiterin des Archivs Gedenkbuch in der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und Mitglied im Projektteam der Ausstellung. Sie berichtete vom Werdegang der Ausstellung, über erste Kontakte zur Familie Reizes/Weiss 2007 in Dresden bis hin zur nun eröffneten Ausstellung.
Das erste Grußwort sprach Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Auch sie betonte die zwingende Notwendigkeit der Etablierung eines Gedenkortes am historischen Ort A–L–B.
Ekaterina Kulakova, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden und des Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden, sprach das zweite Grußwort und brachte darin sehr persönliche Gedanken über den Zusammenhang der Flucht- und Exilgeschichte der Familie der Künstlerin und dem aktuell wieder erstarkenden Antisemitismus an Hand der zu sehenden Kunstwerke zum Ausdruck.
Ein weiteres Mitglied im Projektteam, Edith Meinhardt, las das Grußwort der Künstlerin Mónica Laura Weiss vor, welche aufgrund der Pflegebedürftigkeit ihrer 99-jährigen Mutter leider nicht anreisen konnte. Doch zuvor erinnerte sie anhand ihrer eigenen Biografie an die große Bedeutung von Zeitzeugenschaft zum Thema NS-Diktatur, Flucht und Exil sowie die Weitergabe dieser Erfahrung. „Wären meine Eltern nicht geflohen, würde ich heute nicht hier stehen und das Grußwort der Künstlerin vorlesen können.“
Die Laudatio hielt Dr. Gabriele Knapp aus Berlin. Sie brachte dem Auditorium die künstlerische Arbeit von Mónica Laura Weiss nahe, wobei sie u.a. auf die unterschiedlichen Techniken der Künstlerin einging wie auch auf die eng mit der Familienbiografie verwobenen Artefakte mit Bezug zu Dresden und den anderen Orten der Fluchtgeschichte. Auf die Abteilung „Bleierne Zeit“, die sich mit der Militärdiktatur in Argentinien zwischen 1976 und 1983 befasst, ging Dr. Knapp separat ein und verwies dabei auf die Kontinuität im Schaffen der Künstlerin in der Auseinandersetzung mit Unrecht und Verfolgung. Durch den von ihr entworfenen pädagogischen Leitfaden werden Schüler*innen zum selbstforschenden Lernen in der Ausstellung eingeladen.
Die Deutschlandpremiere der Kurz-Doku „Die Reise von Omita“ (2016) sowie des Kurzinterviews „Omina in Dresden“ (2025) vom anwesenden Filmemacher Michel Steinberg, Neffe der Künstlerin, war ein Höhepunkt des Abends. Wir hörten als Zweitzeug*innen eine kraftvolle Frau, die ihrem Enkel die Fluchtgeschichte der Familie erzählte – mitten in Buenos Aires, mitten in ihrer Geburtsstadt Dresden, inmitten der Bildern aus dem Exil.
Musikalisch bereichert wurde der Abend durch den jüdisch-kolumbianischen Gitarristen Max Loeb Garcia, welcher sehr gefühlvoll die von der Künstlerin Mónica Laura Weiss gewünschten Musikstücke spielte. Unter diesen: „Como la cigarra“ („Wie die Zikade“) – eine Hymne auf Demokratie und Freiheit!
Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt unterstützt haben und unterstützen!
Die Ausstellung TRANSIT – Bilder aus dem Exil ist noch bis zum 08.02.2026 zu sehen.

Ausstellungseröffnung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“, 08.01.2026, Zentralwerk, © Alexander Atanassow
Dieter Gaitzsch, Mahngang Täter*innenspuren
Der Mahngang 2026 trägt den Titel „Dresden, die unmenschliche Kunst- und Kulturstadt“ und greift damit kritisch den lange wirkmächtigen Mythos der „unschuldigen“ Stadt auf. Im Jahr der jüdischen Kultur richtet der Mahngang den Fokus bewusst auf zentrale Werte jüdischer Traditionen wie Solidarität und Humanismus. Diese Perspektive bildet den Rahmen für eine Auseinandersetzung, die Täter*innenhandeln sichtbar macht und zugleich die Verantwortung gegenüber allen vom Nationalsozialismus Verfolgten in den Blick nimmt.
Warum ein Mahngang im Themenjahr zur jüdischen Kultur den Spuren von Täter*innen folgt und dabei in Dresden nicht ausschließlich jüdische Opfer thematisiert, erläutert Johanna Stoll vom Verein HATiKVA: Solidarität mit den Anderen sei ein grundlegendes Prinzip jüdischer Kultur. Bereits der jüdische Gelehrte Hillel der Ältere formulierte im 1. Jahrhundert v. Chr. die Goldene Regel, die bis heute als ethische Orientierung wirkt: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht“ (Babylonischer Talmud, Schabbat 31a). Dieser Gedanke bildet einen zentralen Bezugspunkt des Mahngangs.
Im Mittelpunkt stehen Täter*innen und Institutionen, die Verantwortung für die Verfolgung, Entwürdigung und Ermordung von Menschen trugen, die neben Jüdinnen und Juden ebenfalls Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden.
Der Mahngang beginnt am 8. Februar, 14 Uhr, am Glockenspielpavillon des Dresdner Zwingers. Zwei Stolpersteine erinnern dort an Max Hermann Dietze und Ernst Fritz Gottschling, Zeugen Jehovas und Opfer des Nationalsozialismus. Beide waren an der Entwicklung der weltweit ersten stimmbaren Porzellanglocken beteiligt und prägten damit eine kulturgeschichtlich bedeutsame Innovation. Aufgrund ihres Glaubens, ihrer Kriegsdienstverweigerung und ihres Widerstands wurden sie verfolgt: Dietze starb 1938 infolge von Haft und Ausgrenzung, Gottschling wurde 1945 auf einem Todesmarsch von der SS ermordet. Ihre Biografien stehen exemplarisch für die systematische Verfolgung der Zeugen Jehovas.
An der Frauenkirche werden die Rollen von Friedrich Coch, Gaufachberater für kirchliche Angelegenheiten bei der NSDAP-Gauleitung, Leiter der Arbeitsgemeinschaft nationalsozialistischer Pfarrer in Sachsen und Landesbischof, sowie von Johannes Klotsche, Leiter des Landeskirchenamtes, thematisiert. Zudem wird die Entwicklung der Frauenkirchengemeinde im Nationalsozialismus beleuchtet.
Am Polizeipräsidium rückt die Polizei als zentrales Instrument nationalsozialistischer Verfolgung in den Fokus, insbesondere bei der Erfassung, Ausgrenzung, Deportation und Ermordung von Rom*nja und Sinti*zze. Bereits vor 1933 wirkten rassistische Zuschreibungen und Sonderstrukturen in den Behörden fort; sie bereiteten den Weg für die spätere systematische Verfolgung. Die Kriminalpolizei spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation der Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager.
Am Rathaus wird das Wirken des Stadtgesundheitsamtes thematisiert. Die ab 1935 reichsweit eingerichteten Gesundheitsämter setzten zentrale rassenpolitische Maßnahmen um. Grundlage war das seit dem 1. Januar 1934 geltende „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, das die Zwangssterilisation zahlreicher Menschen vorsah.
Vor dem Hygienemuseum richtet sich der Blick auf Täterinnenschaft und auf Kontinuitäten nach 1945. Am Beispiel von Eva Justin, die im Rahmen der nationalsozialistischen „Rassenforschung“ tätig und an Selektionen sowie Mord beteiligt war, wird gezeigt, wie pseudowissenschaftliches Handeln zur Grundlage des Porajmos, des Genozids an den europäischen Rom*nja und Sinti*zze, wurde. Ihre berufliche Laufbahn setzte Justin nach 1945 nahezu bruchlos fort.
Der Mahngang endet am Zoo Dresden. Seit dem späten 19. Jahrhundert waren die von Carl Hagenbeck initiierten Völkerschauen ein Publikumsmagnet. Allein im Dresdner Zoo sind zwischen 1878 und 1934 78 Völkerschauen dokumentiert, die einen erheblichen wirtschaftlichen Faktor darstellten. Zum Abschluss steht die Frage im Raum, wie sich der Zoo heute mit dieser Geschichte auseinandersetzt.
Die Teilnahme am Mahngang ist kostenfrei. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an diesem gemeinsamen Gang der Erinnerung und Einordnung zu beteiligen und die Auseinandersetzung mit Geschichte im öffentlichen Raum mitzuvollziehen.
Felix Forsbach
Im Mittelpunkt des interaktiven Workshops stehen konkrete Situationen aus dem Schulalltag, etwa rassistische oder antisemitische Aussagen, NS-Verharmlosung, Provokationen im Unterricht oder Bedrohungen im schulischen Umfeld sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten, Gesprächsführung und Intervention, auch im Spannungsfeld von Neutralitätsgebot und Beutelsbacher Konsens.
Der Workshop ist sehr praxisnah dialogisch aufgebaut und lebt vom Austausch unter den Teilnehmenden. Eigene Fälle können eingebracht und gemeinsam reflektiert werden. Geleitet wird er von Kathrin Schuchardt und Felix Forsbach, die mit viel Erfahrung, Klarheit und Augenmaß durch die Themen führen.
Workshop: 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr (inkl. 1 Stunde Mittagspause)
Ort: Lehngericht Augustusburg (Markt 14, 09573 Augustusburg)
Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Plätze begrenzt, eine vorherige Anmeldung ist erbeten.

Workshop im Lehngericht Augustusburg, © Felix Forsbach
Stephan Conrad, Treibhaus Döbeln
Mit dem Theaterprojekt „Isay Rottenbergs Zigarrenfabrik – Eine Döbelner Geschichte“ wird 2026 ein Teil der Döbelner Stadtgeschichte künstlerisch aufgearbeitet und für ein breites Publikum erfahrbar gemacht. Im Mittelpunkt steht der niederländisch-jüdische Unternehmer Isay Rottenberg, der 1932 eine Zigarrenfabrik in Döbeln übernahm und wenige Jahre später Opfer antisemitischer Verfolgung, Enteignung und Haft wurde.
Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsteht ein Theaterstück, das historische Recherche, Familienerinnerungen und künstlerische Praxis miteinander verbindet. Grundlage sind Archivfunde aus Döbeln, das Buch der Enkelinnen Hella und Sandra Rottenberg sowie persönliche Begegnungen mit ihnen. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit jüdischem Leben vor Ort, der NS-Vergangenheit und Fragen heutiger Erinnerungskultur auseinander.
Das Projekt ist als offener, partizipativer Prozess angelegt: In Proben, Workshops und einem Theatercamp entwickeln die Teilnehmenden auf Grundlage der Dramaturgie von Janny Fuchs Text, Spiel, Bühnenbild und Kostüme selbst. Ziel ist eine eigenständige Inszenierung, die Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebbar macht. Die Aufführung im Juni 2026 im Theater Döbeln bildet den Höhepunkt des Projekts.
Beteiligt an der Projektumsetzung sind neben den Schauspieler*innen die Engagierten der AG Geschichte des Treibhaus e.V., Lehrkräfte des Lessing-Gymnnasiums Döbeln, Künstlerinnen und Kunstpädagoginnen, die Dramaturgin und Theaterpädagogin Janny Fuchs sowie die Enkelinnen von Isay Rottenberg, Hella und Sandra Rottenberg.
Das Projekt findet im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen „Tacheles“ statt und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Es ist ein Kooperationsprojekt des Treibhaus e. V. mit dem Förderverein des Lessing-Gymnasiums Döbeln e. V. sowie der Fachstelle NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
Am 24.02.2026, 19 Uhr, findet im Café Courage eine Lesung aus dem Buch „Isay Rottenberg – Wie ein niederländisch-jüdischer Unternehmer den Nazis die Stirn bot“ von Hella und Sandra Rottenberg statt.
Weitere Infos: Treibhaus Döbeln

Präsentation des Buches von Hella und Sandra Rottenberg am 08.11.2025 im Lessing-Gymnasium Döbeln, © Treibhaus Döbeln
Alina Gündel, AKuBiZ
Mitte März 1933, unmittelbar nach der Reichstagswahl, die der bereits eingesetzten Regierung Adolf Hitlers die parlamentarische Mehrheit verschaffen sollte und bereits von der Zerschlagung und Unterdrückung der gegnerischen Parteien begleitet wurde, berichtete die lokale Presse, dass die Jugendburg Hohnstein durch die Sturmabteilung der NSDAP (SA) besetzt und ein Konzentrationslager (KZ) eingerichtet wurde. Die Regierung ging also augenblicklich daran, die Demokratie und den Rechtsstaat abzuschaffen und eine Diktatur zu installieren. Insbesondere die Parteiorganisation SA sollte den Machtwechsel und nationalsozialistische Normen durchdrücken. Die Mittel dazu waren Terror und pure körperliche sowie bewaffnete Gewalt.
Sie richtete sich vor allem gegen politische Gegner*innen: Besetzung und Raub von Immobilien und Vermögen der linken Organisationen, die gewaltvolle Verdrängung von politischen Gegner*innen und Jüdinnen*Juden aus ihren Ämtern, Berufen und gesellschaftlich relevanten Positionen, ihre Inhaftierung, Folterung und Isolierung in soeben noch von linken Parteien und Organisationen verwalteten Räumen und Gebäuden sowie in als Frühe KZ missbrauchten Orten, wie die Burg Hohnstein einer wurde.
Die Verhaftungen fanden ohne Ermittlungen, Anklagen und Urteile statt. SA-Leute verhafteten Menschen von der Straße weg. Es brauchte dafür keine Polizei, keine Justiz. Die Gefangenen waren ab diesem Zeitpunkt der Willkür der SA und der Hilfspolizei ausgeliefert, die in den Frühen KZ die Wachmannschaften stellten. Sie wussten nicht, was ihnen geschehen würde und wie lange sie in Haft sein würden.
Bereits Ende März befanden sich einige hundert Gefangene in der Burg Hohnstein. Bis zum Ende des offiziellen Bestehens im August 1934 sollen über 5000 Menschen dorthin gebracht worden sein. Sie wurden zur Arbeit gezwungen, viele von ihnen gefoltert, einige ermordet oder in den Tod getrieben.

Gedenkstele KZ Hohnstein, © Katharina Wüstefeld
Mit einer Veranstaltung erinnert die LAG KZ Hohnstein an die Errichtung des Frühen KZ auf der Burg Hohnstein, an den Beginn der zwölf schreckliche Jahre dauernden nationalsozialistischen Diktatur und gedenkt der Opfer der dort verübten ersten nationalsozialistischen Verbrechen.
Gedenkveranstaltung der LAG KZ Hohnstein, mit Ausstellung biografischer Porträts von Menschen, die im KZ Hohnstein inhaftiert waren: Samstag, 14. März 2026, 11 Uhr am Denkmal auf dem Marktplatz Hohnstein.
Der genaue Ablauf der Veranstaltung wird in Kürze auf der Homepage der LAG bekannt gegeben.
Das Diözesanmuseum in Opole (Polen) zeigt in einer Sonderausstellung „Zostałam stracona dla świata“ seit dem 24. Januar und bis zum 27. März 2026 einen Werkkomplex von Susan Donath, der sich mit der Sichtbarkeit und bildlichen Darstellung von ehemaligen und heutigen Synagogen in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik auseinandersetzt. Neben kleineren grafischen Arbeiten besteht er aus vier Hauptwerken: einer Website, einer großformatigen Wandarbeit, vier Fotoalben und Filmmaterial.
Die Website Die Bilder kommen zurück geht der Frage nach inwiefern die Synagogen von Ústí nad Labem, Děčín, Teplice (Tschechische Republik) sowie Dresden, Görlitz und Zittau auf Postkarten als Bildmotiv sichtbar sind. Aus Recherchen zu der Website ist in der Folge eine Wandarbeit entstanden, die Orten mit einer 1938/39 zerstörten Synagoge einen Raum und Namen gibt. Den geografischen Rahmen bilden die deutschen Städte Frankfurt am Main und Göttingen sowie auf der anderen Seite die polnischen Städte Częstochowa und Katowice. Die Arbeit umfasst damit Teile Deutschlands, die gesamte Tschechische Republik und die polnischen Areale Niederschlesien, Opole und Schlesien. Parallel dazu sind aus dem Material der Website vier Fotoalben zu den Städten Ústí nad Labem, Dresden, Teplice und Opole entstanden. Jedes Buch erzählt die Geschichte der jeweiligen Synagoge bzw. Synagogen mit Originalpostkarten nach. Die Alben bildeten die Grundlage von mehreren Filmen von Valérie Madoka Naito, die im Diözesanmuseum in Opole erstmalig ausgestellt werden.

© Ellen Türke
Anke Binnewerg, Dresden
Das Jahr 2025 hatte aufgrund des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges für uns eine besondere Bedeutung. Es war durch Aktivitäten zur stärkeren Bekanntmachung des Mitmach-Raum-Tagebuchs geprägt. Wesentlich war dabei ein Vermittlungsprojekt in der 2. Jahreshälfte, was durch Förderung der Kulturstiftung Sachsen möglich wurde.
Neben einer Veranstaltung zur Schlossinsel Grillenburg beinhaltete das Projekt die Anbringung von zwölf neuen Gedenkhinweisen. Nunmehr gibt es 19 Tafeln, die über wichtige Orte aus dem „Mitmach-Raum-Tagebuch“ informieren, diese im öffentlichen Raum markieren und via QR-Code zu den entsprechenden Beiträgen führen.
Weitere Informationen:
Rückblick auf die Aktivitäten des Jahres 2025
Neue Gedenkhinweise

© Anke Binnewerg
Die Nationalsozialisten sahen für Menschen jüdischer Abstammung nur eine Rolle vor: die des passiven Opfers. Dass sich in Deutschland und den besetzten Gebieten zehntausende Jüdinnen und Juden aktiv gegen diese Zuschreibung wehrten, ist bis heute kaum bekannt. Ihre vergessenen Geschichten hat Holocaust-Experte Stephan Lehnstaedt für dieses Buch zusammengetragen. Erstmals gibt er damit einen Überblick über die Aktivitäten des jüdischen Widerstands und erinnert an einen beispiellosen Kampf gegen die Entmenschlichung – ein Ringen um Würde, Kultur und das Recht zu leben.
„Hitler will alle Juden Europas töten. […] Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen!”, proklamierte der Student Abba Kovner 1941. Seine entschlossene Haltung wurde von Tausenden Jüdinnen und Juden im besetzten Europa geteilt. Sie alle begehrten auf gegen die nationalsozialistische Unterdrückung, die Schikanen und Vernichtungspläne eines menschenfeindlichen Regimes – ihre mutigen Aktionen blieben von Öffentlichkeit und Forschung jedoch lange unbeachtet. Stephan Lehnstaedt gibt nun erstmals einen Überblick über die verschiedenen Formen jüdischen Widerstands im NS-Staat und seinen Besatzungsgebieten. Er erzählt die Geschichten von Menschen, die auch im Angesicht des Todes für sich und andere einstanden: Sei es durch Sabotage, die Archivierung von Wissen, Fluchthilfe, Aufstände oder den Kampf mit der Waffe. Es ist die lange überfällige Erinnerung an einen vergessenen Krieg, bei dem es nicht nur, aber vor allem ums nackte Überleben ging. (Verlagsinfo C.H. Beck)
Lehnstaedt, Stephan: Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust., C.H. Beck, 383 S., 28 € (Hardcover)
Unser nächster regulärer Newsletter erscheint im April 2026. Bis dahin veröffentlichen wir Termine, Mitteilungen und Kurznachrichten wie immer unter www.slag-aus-ns.de, bei Facebook, bei Bluesky
20.03.2026
Redaktionsschluss Newsletter April 2026
Hier finden Sie interessante Veranstaltungen unserer Mitglieder und der Fachstelle. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.
01.02.2026, 10 Uhr
Screening
Claude Lanzmanns „Shoah“
Ort: Kino Metropol, Zwickauer Str. 11, Chemnitz
Details: Shoah in Chemnitz
01.02.2026, 14 Uhr
Sonderführung
zum Anstaltsfriedhof und dem neuen Schaudepot der Gedenkstätte Großschweidnitz
Ort: Gedenkstätte Großschweidnitz, Friedhofsweg 1
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz
03.02.2026, 18 Uhr
Lesung
„Gedenken neu denken“
Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss.
Ort: Friedrich-Schiller-Gymnasium, Seminarstraße 3, Pirna Sonnenstein
Details: AKuBiZ e.V.
04.02.2026, 18 Uhr
Podiumsdiskussion
Neue Freiräume, neue Abhängigkeiten? Zivilgesellschaftlicher Aufbruch und staatliche Erinnerungspolitik im wiedervereinten Deutschland
Ort: Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933–45, Deutscher Platz 1, Leipzig
Livestream: Nach der Generation Aufarbeitung auf Youtube
Details: Nach der Generation Aufarbeitung
08.02.2026, 14 Uhr
Stadtrundgang
„Mahngang Täter*innenspuren: Die unmenschliche Kunst- und Kulturstadt in Anlehnung an den Mythos der "unschuldigen Kunst- und Kulturstadt"“
Ort: Treff vor dem Glockenpavillion am Dresdner Zwinger
Details: Amadeu-Antonio-Stiftung
09.02.2026, 8:30 Uhr
Workshop
„HASS ist keine MEINUNG!
Zum Umgang mit menschenverachtenden Einstellungen in der Schule mit Fokus auf Neonazismus“
Ort: Lehngericht Augustusburg, Markt 14, Augustusburg
Details: aufweiterflur.org
12.02.2026, 16 Uhr
Führung
durch die Ausstellung „Die Verleugneten. – Opfer des Nationalsozialismus 1933–1945–heute“
Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, Untere Wandelhalle, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
14.02.2026, 14 Uhr
Öffentliche Führung
durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Ort: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Permoserstraße 15, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
24.02.2026, 19 Uhr
Lesung
„Isay Rottenberg – Wie ein niederländisch-jüdischer Unternehmer den Nazis die Stirn bot“
Ort: Café Courage, Bahnhofstraße 56, Döbeln
Details: Treibhaus e.V.
25.02.2026, 18 Uhr
Lesekreis
Kunsthandwerk und Design aus NS-Zwangsarbeit
Ort: GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5–11, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
27.02.2026, 17 Uhr
Gespräch
„Solidarität untereinander üben – alle sind gleich“
Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die Verleugneten. – Opfer des Nationalsozialismus 1933–1945–heute“
Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, Untere Wandelhalle, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
01.03.2026, 14 Uhr
Öffentliche Führung
über den Anstaltsfriedhof und durch die Gedenkstätte
Ort: Gedenkstätte Großschweidnitz, Friedhofsweg 1
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz
04.03.2026, 19 Uhr
Gespräch
„Von Stigmatisierung bis Kriminalisierung – Kontinuitäten antiziganistischer Zuschreibungen und ihre Folgen“
Ort: Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS), Karl-Liebknecht-Straße 54, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
07.03.2026 – 21.04.2026
Ausstellung
„Spurensuche. Jüdisches Leben in der Oberlausitz“
Ort: Kulturforum Görlitzer Synagoge, Otto-Müller-Straße 3, Görlitz
Details: Förderkreis Synagoge Görlitz
14.03.2026, 11 Uhr
Ausstellung & Gedenkveranstaltung
1. Hohnsteiner Dialog
Ort: Denkmal, Marktplatz, Hohnstein
Details: Landesarbeitsgemeinschaft KZ Hohnstein
14.03.2026, 14 Uhr
Öffentliche Führung
durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Ort: Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Permoserstraße 15, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
15.03.2026, 11 Uhr
Führung
Das Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt
Ort: Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Riebeckstraße 63, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
17.03.2026, 18 Uhr
Lesung & Gespräch
„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
Ort: Kulturkiste K2, Schössergasse 3, Pirna
Details: AKuBiZ e.V.
19.03.2026, 16 Uhr
Führung
durch die Ausstellung „Die Verleugneten. – Opfer des Nationalsozialismums 1933–1945–heute“
Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, Untere Wandelhalle, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
24.03.2026, 18 Uhr
Buchvorstellung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg. Ein Blick nach Mülsen St. Micheln
Ort: Festscheune Thurm (Mülsen), An der Festscheune 3, Mülsen
Details: Gedenkstätte Flossenbürg
25.03.2026, 17 Uhr
Führung
Stolpersteine-Rundgang
Ort: Treffpunkt: am Stadthaus (Burgplatz 1), Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
25.03.2026, 18 Uhr
Lesekreis
Kunsthandwerk und Design aus NS-Zwangsarbeit
Ort: GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5–11, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
26.03.2026, 16 Uhr
Führung
durch die Ausstellung „Die Verleugneten. – Opfer des Nationalsozialismums 1933–1945–heute“
Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, Untere Wandelhalle, Leipzig
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
28.03.2026, 10 Uhr
Wanderung
um die Burg Hohnstein für Jugendliche
Ort: AKuBiZ e.V.
Details: AKuBiZ e.V.
29.03.2026, 14 Uhr
Sonderführung
„Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der NS-Psychiatrie“
Ort: Treffpunkt: Friedhofsweg, 02708 Großschweidnitz
Details: Gedenkstätte Großschweidnitz
31.03.2026, 18 Uhr
Podiumsdiskussion
Erinnern oder Lernen?
Emotionen, Wissen und Rituale in der Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen
Ort: Veranstaltungssaal in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen, Hühnerposten 1, Hamburg
Livestream: Nach der Generation Aufarbeitung auf Youtube
Details: Nach der Generation Aufarbeitung
Hier finden Sie u.a. interessante Veranstaltungen, die außerhalb vom Netzwerk organisiert werden. Bitte informieren Sie sich auch auf den Websites der Veranstalter*innen über den aktuellen Stand und Anmeldemodalitäten.
03.02.2026, 19 Uhr
Wissenschaftskino
„The Zone of Interest” mit einem Nachgespräch mit Axel Doßmann
Ort: Zeitgeschichtliches Forum, Grimmaische Straße 6, Leipzig
Details: Dubnow.de
05.02.2026, 16 Uhr
Ausstellungsführung
Der bestimmende Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen
Weitere Führungen am:
11.02., 11 Uhr, 19.02., 18 Uhr, 20.02., 16 Uhr und 23.02., 15 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Goldschmidtstraße 28, Leipzig
Details: Dubnow.de
05.02.2026, 17 Uhr
Gespräch
Erinnerung an Shlomo Graber und das Konzentrationslager Görlitz im Biesnitzer Grund
Ort: Kaisertrutz, Görlitzer Sammlungen, Kulturhistorisches Museum, Platz des 17. Juni 1, Görlitz
Details: Augusto-Sachsen.de
15.02.2026, 11 Uhr und 14 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
durch die Sonderausstellung „Nationalsozialismus in Görlitz”
Ort: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, Kulturhistorisches Museum, Neißstraße 29, Görlitz
Details: Görlitzer Sammlungen
25.02.2026, 17 Uhr
Vortrag
„Unter Tarnung: Die Zittwerke in Kleinschönau und Semil in der NS-Zeit“
Ort: Städtische Museen Zittau, Klosterstraße 3, Zittau
Details: Zittau.de
26.02.2026, 17 Uhr
Vortrag zur Finissage der Ausstellung „Der bestimmende Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen”
„Leben, Kampf und Tod im Warschauer Ghetto. Eine Wanderausstellung der Jüdischen Gemeinde West-Berlin, 1963”
Ort: Dubnow-Institut, Goldschmidtstraße 28, Leipzig
Details: Dubnow.de
13.03.2026, 15 Uhr
Radtour
zu Schauplätzen der Zittwerke in Zittau
Ort: Treffpunkt: Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster, Frauenstraße / Klosterstraße 3, Zittau
Details: Zittau.de
19.03.2026, 18 Uhr
Buchvorstellung im Rahmen von „Leipzig liest”
„Das Verschwinden des Holocaust. Zum Wandel der Erinnerung”
Ort: Felsenkeller Naumanns Tanzsaal, Karl Heine-Straße 32, Leipzig
Details: Dubnow.de