Gespräch: „Solidarität untereinander üben – alle sind gleich”

27.02.2026 17:00 Uhr, Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, Untere Wandelhalle, Leipzig

Das Leben und Überleben im KZ-System hing von vielen Faktoren ab. Wie agierten die „Blockältesten“ oder „Kapos“? Wie grausam handelten die SS-Wachmannschaften? Welche Arbeiten oder Essensrationen wurden zugeteilt?

 

Ein wichtiger Faktor beim Überleben in den Konzentrationslagern war die Solidarität unter den Häftlingen. Emil Carlebach, der ab 1937 wegen seiner KPD-Mitgliedschaft in Dachau und Buchenwald inhaftiert war und nach der Befreiung 1947 Mitbegründer der VVN in Frankfurt am Main wurde, beschreibt in Interviews den Kodex der Häftlinge in Buchenwald: „Politische Häftlinge“, die im KZ den roten Winkel tragen mussten, waren etwa dazu aufgefordert, Essensrationen gerecht zu verteilen, allen anderen zu helfen und Solidarität untereinander zu üben. Aber galt dieser Kodex wirklich gegenüber allen Häftlingen? Wie stand es um Häftlinge mit grünem oder schwarzem Winkel – also um Personen, die als „Berufsverbrecher“ oder „Asoziale“ verfolgt wurden? Und wie verhielten sich Gesellschaft und ehemalige Mitgefangene nach der Befreiung der KZs?

 

Über einige dieser Fragen wollen wir mit Ines Eichmüller ins Gespräch kommen.
Ines Eichmüller ist Urenkelin eines KZ-Häftlings mit dem schwarzen Winkel und zweite Vorsitzende des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V. Sie studierte Politische Wissenschaft, Soziologie und Pädagogik.

 

Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig



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