
Buchvorstellung von Michael W. Schönemann über das jüdische Leipzig am Vorabend der NS‑Zeit.
Zum Jahreswechsel 1932/33 erschien erstmals das Leipziger Jüdische Jahr- und Adressbuch für 1933. Es blieb das einzige seiner Art. Das Buch listete rund 5.500 Haushaltsvorstände der jüdischen Religionsgemeinde mit Beruf und Wohnadresse auf – jedoch ohne die übrigen Familienmitglieder zu nennen.
Die Buchvorstellung von Michael W. Schönemann widmet sich genau dieser Frage: Wer waren die Nicht‑Genannten? Die Veranstaltung rekonstruiert ein lebendiges Bild des jüdischen Leipzigs unmittelbar vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten und gibt Einblicke in die sozialen Strukturen, Lebenswelten und Schicksale der jüdischen Bevölkerung.
Details: Ariowitsch-Haus