Ausstellungseröffnung „FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945” mit Vorträgen

14.06.2026 18:00 Uhr, Hole of Fame, Königsbrücker Str. 39, Dresden

Aus dem Deutschen Reich wurden zwischen 1938 und 1945 mehr als 200.000 Menschen deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern ermordet, nur wenige überlebten. Zahlreiche dieser Deportationen sind fotografisch dokumentiert.
 
Die Ausstellung „Festgehalten” zeigt ausgewählte Fotografien dieser Deportationen von Jüdinnen und Juden, Sinti* und Roma* sowie von Opfern der NS-„Euthanasie“. Sie zeigt auch die Täter*innen und Zuschauende, die bei den Deportationen anwesend waren.
 
Die sLAG tourt von Juni bis November mit der Ausstellung durch Sachsen (Tourplan).
 
Zur Eröffnung in Dresden stellt Dr. Alina Bothe (Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg) den Bildatlas #LastSeen sowie das Konzept der Ausstellung vor, Dr. Daniel Ristau spricht über die (Un-)Sichtbarkeiten der Shoah in Dresden. Berichte und Fotomaterial belegen immer wieder eindrücklich: Die nationalsozialistische Judenverfolgung bis hin zu Deportationen und Todesmärschen stand den Zeitgenoss*innen oft viel stärker vor Augen, als sie sich nach der Shoah eingestehen wollten. Sein Impulsvortrag zur Ausstellungseröffnung richtet den Blick konkret auf Dresden und fragt: Was sahen die Nachbarn – und was nicht? Und was hat das auch mit uns heute noch zu tun?
 
Die Ausstellung wird vom 14.06.–28.06.26 im Hole of Fame zu sehen sein.
 
Details: Hole of Fame