
Eine Wanderausstellung über gestohlene Dinge und den Menschen, denen sie gehörten.
Ob Uhren, Eheringe, Papiere oder Fotos, bei der Einlieferung in Konzentrationslager nahmen die Nationalsozialisten den Menschen ihre persönliche Habe ab, um sie eines weiteren Teiles ihrer Identität zu berauben. Bis heute bewahren die Arolsen Archives noch etwa 2000 Umschläge mit diesen persönlichen Gegenständen – sogenannte Effekte – auf.
2016 riefen die Arolsen Archives mit #StolenMemory eine Kampagne ins Leben, bei der wir mit der Hilfe vieler Freiwilliger die Familien der Opfer suchen, um die Gegenstände zurückgeben zu können. Seitdem konnten wir bereits über 1000 Effekten an Familien der Opfer in aller Welt zurückgeben. Die Wanderausstellung #StolenMemory erzählt anhand persönlicher Gegenstände ehemaliger KZ-Häftlingen deren Lebens- und Verfolgungsgeschichten. Auf jeweils fünf Plakaten werden Gegenstände von Personen gezeigt, deren Familien die Arolsen Archives zur Rückgabe der Effekten bereits gefunden haben und deren Familien wir noch immer suchen, um die gestohlenen Gegenstände zurückgeben zu können. Die Ausstellung bietet zudem Hintergrundinformationen zum historischen Kontext des nationalsozialistischen Lagersystems, zu den Arolsen Archives und bittet die Besucher*innen, die Rückgabe-Kampagne durch eigene Recherchen zu unterstützen.
Seit August 2020 reist die #StolenMemory-Ausstellung mit mittlerweile vier Containern durch Deutschland und aktuell auch durch Polen und Frankreich.
Die Ausstellung ist vom 03.–21.04.2026 in Aue Bad Schlema zu sehen.
Details: #StolenMemory