Szenische Lesung: Bahnhof zur Hölle – Eine persönliche Auseinandersetzung zum Thema ‚Sterbenlassen durch Hunger und Kälte im *Russenlager*

19.06.2026 18:00 Uhr, Deutsch-Russisches Kulturinstitut, Zittauer Str. 29, Dresden

Am 21. Juni 2026 jährt sich zum 85. Mal der Überfall Deutschlands auf die UdSSR. Bereits wenige Wochen nach dem Überfall im Jahr 1941 kamen die ersten Kriegsgefangenen am Bahnhof Jacobsthal an und wurden in das vorher eingerichtete Lager, das ca. 200 vom Bahnhof entfernt lag, verbracht.

 

Über die Zustände im Lager und wie die Bevölkerung der umliegenden Dörfer mit dem Lager während des Zweiten Weltkrieges und danach umgingen und noch umgehen schreibt der Autor Hartmut Sommerschuh, dessen Familie Wurzeln in Jacobsthal hat, in einem Zeitungsartikel.

 

Der Förderverein Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e. V. erwarb im vergangenen Jahr das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude und damit das einzig noch erhaltene Bauwerk im Zusammenhang mit dem Kriegsgefangenenlager, welches nun zu einem würdigen Ort des Erinnerns und Gedenkens gestaltet werden soll. An diesem Bahnhof kamen nachweislich 275.000 Kriegsgefangene aus der UdSSR, aber auch aus anderen Ländern, die von Deutschland überfallen wurden, an, zum Beispiel aus Polen, Serbien, Italien, Frankreich, Großbritannien. Im Lager Jacobsthal kamen ca. 25.000 bis 30.000
Kriegsgefangene durch Mangelhygiene und Unterernährung ums Leben, von denen ca. 24.000 namentlich bekannt und auf vier sowjetischen und einem italienischen Friedhof ihre letzte
Ruhe fanden.

 

Details: Förderverein Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain e.V.



Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.