
Mehr als drei Millionen Rotarmisten starben in deutscher Kriegsgefangenschaft, rund 30.000 sind in Zeithain bei Riesa begraben. In der Sowjetunion galten Überlebende als Verräter – ein Stigma, das auch ihre Familien traf. In der DDR wurde Zeithain zum Ort des Gedenkens, doch das Erinnern folgte dem sowjetischen Vorbild: Geehrt wurden Helden, nicht Opfer.
Die Historikerin und Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa erklärt, warum diese Männer nicht geehrt wurden und wie das Schweigen darüber Generationen in der Sowjetunion prägte. Interviews mit Nachkommen, geführt von Aren Vanyan, wurden zu eindrücklichen Animationsfilmen verdichtet.
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