
Ein Blick auf die Geschichte des Antiziganismus und seiner Kontinuitäten.
Sinti und Roma wurden im Nationalsozialismus unter verschiedenen Kategorien verfolgt und deportiert: Als vermeintlich „Asoziale“, als vermeintliche „Kriminelle“, als „Z***“ und unter weiteren Zuschreibungen. Diese waren nicht zufällig gewählt, sondern basierten auf jahrhundertelangen Vorurteilen sowie auf rechtlichen Regelungen und Gesetzen, die mindestens seit 1900 bestanden.
Auch heute stehen Roma und Sinti häufig im Fokus kriminalisierender Zuschreibungen. Durch behördliche Anweisungen und gesetzliche Regelungen werden sie strukturell benachteiligt – ein Beispiel hierfür sind interne Arbeitsanweisungen an Jobcenter oder andere Behörden.
In der Woche der Veranstaltung jährt sich die Deportation Leipziger Sinti und Roma zum 83. Mal. Die Veranstaltung wirft einen Blick auf die Geschichte des Antiziganismus und macht Kontinuitäten sichtbar.
An dem Abend sprechen:
Daniel Weißbrodt, Historiker, zur Geschichte der Verfolgung von Sinti und Roma mit einem besonderen Schwerpunkt auf Leipzig.
Vertreter:in der Rechtsabteilung der MIA Bund (Meldestelle Antiziganismus), die die aktuellen Entwicklungen und Beispiele struktureller Diskriminierung erläutern wird.
Gjulner Sejdi, Vorsitzender von Romano Sumnal, für die Perspektive aus Community-Arbeit und Gegenwart.
Veranstaltung von Romano Sumnal e.V. in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Details: Rahmenprogramm zur Wanderausstellung „Die Verleugneten”