Wir können weitermachen!

22.11.2022

Sächsische Regierungskoalition einigt sich auf Finanzierung der sLAG-Fachstelle NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung.

 

Ende des Sommers erreichte uns die Ablehnung unseres Antrags auf Förderung durch das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ (WOS). Mit dieser Entscheidung stand unsere Service- und Beratungsstelle in Leipzig vor dem Aus, unserer Weiterarbeit ab 2023 war die finanzielle Grundlage entzogen. Seitdem haben wir zahlreiche intensive Gespräche mit Landespolitiker*innen geführt, die sich nun auszahlen: Aus einer Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 21. November 2022 geht hervor, dass die sLAG im laufenden Haushaltsverfahren für die Jahre 2023/24 im Entwurf für das Kulturressort berücksichtigt wird, um die Finanzierung der Fachstelle zu gewährleisten.
 

Dazu äußert sich Daniela Schmohl, Sprecherin der sLAG:

 

Als Konsequenz einer Nichtfinanzierung hätten die sächsischen Initiativen, Erinnerungsorte und Einzelpersonen, die sich um eine Aufarbeitung der NS-Herrschaft und deren Verbrechen im Freistaat bemühen, eine wichtige Vernetzungs- und Weiterbildungsressource verloren. Dies ist nun glücklicherweise abgewendet! Mit dem von der Regierungskoalition aus CDU, BÜNDNISGRÜNEN und SPD eingebrachten Änderungsantrag konnte die Fachstelle finanziell abgesichert werden. Wir begrüßen die gefundene Lösung und bedanken uns bei allen Beteiligten für die konstruktiven Gespräche und die Anerkennung unserer Arbeit!

 

Die sLAG-Fachstelle hat durch die WOS-Förderung in den vergangenen drei ersten Jahren ihrer Existenz sachsenweit Workshops, Fachtagungen und Weiterbildungen für die Mitglieder des Netzwerks und eine interessierte Öffentlichkeit durchführen können. Zudem bietet sie Beratungsangebote zu unterschiedlichsten fachlichen Themen an und begleitet erinnerungspolitische Prozesse in verschiedenen Regionen Sachsens. Mit ihrem Angebot stärkt die sLAG die dezentrale und plurale Erinnerungslandschaft im Freistaat. Mit ihren Kontakten außerhalb Sachsens stellt sie darüber hinaus eine Verbindung zu bundesweiten erinnerungskulturellen Prozessen und Diskursen her.

 

Pressemitteilung [PDF]