Gedenken an die Opfer des Massakers von Abtnaundorf

18.04.2024 15:30 Uhr, Mahnmal Abtnaundorf, Leipzig

Am 18. April 2024 jähren sich das Massaker von Abtnaundorf und das Kriegsende in Leipzig zum 79. Mal. Zu diesem Anlass gedenkt die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig der Opfer der NS-Zwangsarbeit und des letzten Verbrechens der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Leipzig.
 
Das KZ-Außenlager Leipzig-Thekla wurde im März 1943 errichtet. Die Häftlinge, mehrere Tausend Männer aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und anderen Ländern, mussten für die Erla Maschinenwerke GmbH Zwangsarbeit leisten. Im April 1945 wurde das Lager aufgelöst, etwa 300 kranke Häftlinge blieben zurück. Die SS sperrte sie in eine Baracke ein und schoss diese in Brand. Mehr als 80 Männer verloren dabei ihr Leben. Wenige Stunden später betraten US-amerikanische Soldaten das Lager und dokumentierten das Verbrechen. Diese Dokumente dienten als Beweismittel im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher und erlangten damit internationale Bekanntheit.
 
Das 1958 errichtete Mahnmal in Abtnaundorf ist heute der zentrale Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus in Leipzig.
 
Weitere Gedenkveranstaltungen am 18. April zur Befreiung Leipzigs durch die US Army finden um 16:30 Uhr vor der „Runden Ecke“ und um 17:15 Uhr am Capa-Haus an der Angerbrücke statt.
 
Treffpunkt: Mahnmal Abtnaundorf, Theklaer / Heiterblickstraße
Bus 70, 79 (Heiterblickstraße), S-Bahnhof Thekla