
Kuratorische Führung in der Ausstellung über Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden.
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet. Auch nach 1945 endet die Ausgrenzung nicht. Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung.
Ihre Unrechtserfahrungen werden verleugnet. Erst in den 1980er Jahren begannen vereinzelt Forscher/-innen, die Verfolgung aufzuarbeiten. Nochmal über vier Jahrzehnte dauerte es bis ihre Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus durch einen Beschluss des Deutschen Bundestages im Jahr 2020 erfolgte. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Verfolgung beginnt jedoch nur schleppend.
Anmeldung nicht erforderlich, Eintritt frei.
Eine Ausstellung der Stadt Leipzig in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig und der Initiative Riebeckstraße 63 in Leipzig
Details: Kuratorische Führung