
Ausstellung im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig (Untere Wandelhalle) vom 27. Januar bis 30. März 2026
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet.
Auch nach 1945 endet die Ausgrenzung nicht. Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen werden von Politik und Gesellschaft verleugnet. Erst in den 1980er Jahren begannen vereinzelte Forscher*innen, die Verfolgung aufzuarbeiten. Noch einmal über vier Jahrzehnte dauerte es, bis ihre Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus durch einen Beschluss des Deutschen Bundestages im Jahr 2020 erfolgte. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Verfolgung beginnt jedoch nur schleppend.
Ein Ausstellungsprojekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, in Kooperation mit der Stadt Leipzig, der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und der Initiative Riebeckstraße 63 e.V., finanziell gefördert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Die Ausstellung in der unteren Wandelhalle des Rathauses kann vom 27. Januar bis 30. März 2026 besucht werden.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo-Do: 7–18 Uhr
Fr: 7–16 Uhr
Details: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig