
Der Erinnerungsort im ehemaligen Militärgefängnis der Nationalsozialisten ist nun in einer Ausstellung begehbar.
Am Dienstag, dem 14. April 2026, eröffnet der Erinnerungsort Torgau feierlich einen neuen Gedenkort für die Verfolgten der nationalsozialistischen Militärjustiz auf dem Gelände des ehemaligen Militärgefängnisses Brückenkopf in Torgau. Der Festakt beginnt um 14 Uhr. Wir bitten Sie um eine vorherige Anmeldung bis zum 7. April 2026.
Zur Eröffnung sprechen
Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus und Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Maria Bering, Ständige Stellvertretung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM)
Henrik Simon, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Torgau
Klaus Dieter Spangenberg, Angehöriger des Häftlings Fritz Spangenberg
Die ehemalige Kaserne Brückenkopf wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten als Militärgefängnis genutzt. Tausende Gefangene waren hier unter menschenverachtenden Bedingungen inhaftiert. Sie wurden gedrillt, misshandelt, sie litten Hunger und mussten Zwangsarbeit leisten. Eine unbekannte Zahl von Gefangenen wurde nach Todesurteilen durch Militärgerichte auf dem Gelände hingerichtet. Der neue Gedenkort erinnert mit Biografien an die Gefangenen und ihre Schicksale. Informationstafeln klären über die Geschichte des Geländes als ehemaligem Haft- und Hinrichtungsort der NS-Militärjustiz auf.
Der Bau wurde aus Mitteln des Freistaats Sachsen und des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) finanziert.
Der neue Gedenkort kann ab dem 15. April 2026 gerne nach vorheriger Terminabsprache besucht werden.
Um Anmeldung wird gebeten.
Details: Erinnerungsort Torgau