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Radwanderung: Zwangsarbeit in der Herrenleite

22.08.2026 13:00 Uhr, Startpunkt erfolgt nach Anmeldung

Nordöstlich von Pirna liegt die Herrenleite, ein Gebiet, das im späten 18. Jahrhundert vor allem durch den Abbau von Sandstein bekannt war. Zeitweise gab es hier über 50 Steinbrüche, in denen Sandstein gewonnen wurde.

 

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden die bereits im Niedergang befindlichen Steinbrüche neu genutzt. Die Herrenleite wurde zu einem Standort der Rüstungsindustrie. Neben Anlagen der Mitteldeutschen Motorenwerke GmbH aus Taucha zur Herstellung von Flugzeugteilen wurden auch Anlagen der Deutsche Gasolin AG in die Herrenleite verlagert.

 

Für diese Verlagerung wurde das KZ-Außenlager Mockethal-Zatzschke errichtet, 100 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Flossenbürg mussten zunächst das Lager errichten, das später für mehrere tausend Zwangsarbeiter vorgesehen war. Nach der Bombardierung Dresdens wurde das Lager zudem zu einem Auffanglager für Hunderte KZ-Häftlinge, die zum Teil auch in den Untertageverlagerungen arbeiten mussten.

 

Die Radwanderung führt an verschiedene Orte in der Herrenleite. Dabei wird der Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers, die Anlagen der Untertageverlagerung sowie Orte des Erinnerns in Lohmen besucht.

 

Die Radtour endet nach ungefähr drei bis vier Stunden und knapp 14 Kilometern in Lohmen, nahe des Bahnhofs.
Achtung: Die Tour führt teilweise über unbefestigte Wege und steile Anstiege. Bei schlechtem Wetter fällt die Fahrradtour aus.
Anmeldung unter butzkus@akubiz.de

 

Das Projekt wird von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
Details: AKuBiZ e.V.