
Ein partizipativ gestalteter Lesesalon, bei dem gemeinsam festgelegte Textabschnitte gelesen werden und es um den gemeinsamen Austausch geht.
Ziel dieses Lesesalons ist, aktuelle politische Entwicklungen besser verstehen und einordnen zu können. Die Einstellung, menschliches Leben nach Leistung und Nützlichkeit zu bewerten, ist nicht neu, aber zunehmend wieder im alltäglichen politischen Diskurs präsent. Ebenso die Inszenierung alles „Anderen“ als bedrohlich und feindselig. Anders als vor 80, 90, 100 Jahren sind viel mehr Menschen durch gesellschaftliche und technologische Weiterentwicklung politisch präsent, involviert und informiert.
Im Lesesalon wird folgenden Fragen nachgegangen: Wie sind diese Einstellungen entstanden, wie wurden sie gesellschafts- und mehrheitsfähig? Wie lässt sich eine dem widersprechende, die Menschenwürde achtende, auf Solidarität und Teilhabe ausgerichtete Position formulieren – und auch nach außen tragen? Und wie kann eine politische Praxis aussehen, die Teilhabe ermöglicht und trotzdem präzise und bissig bleibt?
Ausgangspunkt dafür soll zunächst das Buch „Der neue faschistische Körper“ von Dagmar Herzog sein. Gemeinsam werden weitere, eher aktuelle Veröffentlichungen ausgewählt, die bei der Beantwortung oben genannter Fragen hilfreich erscheinen.
Der Lesesalon soll partizipativ gestaltet werden. Pro Treffen wird ein gemeinsam festgelegter Textabschnitt gelesen. Es geht es mehr um den gemeinsamen Austausch, als um das Lesen allzu komplexer wissenschaftlicher Lektüre. Vorkenntnisse oder eine akademische Ausbildung sind explizit nicht notwendig.
Details: Naturfreundejugend Leipzig e.V.