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Newsletter 09/2026

02.09.2026 - Newsletter


Liebe Mitglieder der sLAG, liebe Freund*innen, liebe Interessierte,

 

die kommenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Abgeordnetenhauswahl in Berlin werden auch für die Erinnerungskultur von erheblicher Bedeutung sein. Besonders in Sachsen-Anhalt zeichnet sich ein Szenario ab, das bisher kaum vorstellbar schien: Erstmals seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei eine Landesregierung anführen.

 

Ein Blick auf das sogenannte „Regierungsprogramm“ der AfD lässt dabei wenig Zweifel daran, wohin die politische Reise gehen soll. Es beschreibt die grundlegende Abkehr von einer pluralen und offenen Gesellschaft und die Vorstellung einer homogenen, nationalistisch geprägten Volksgemeinschaft. Kulturpolitik ist dabei keineswegs ein Nebenschauplatz. Sie ist ein zentrales Kampffeld der extremen Rechten, auf dem gesellschaftliche Vorstellungen von Geschichte, Identität und Zugehörigkeit geprägt und verändert werden sollen.

 

In Sachsen-Anhalt steht dafür nicht zuletzt der kulturpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Hans-Thomas Tillschneider. Er gehört zu jenen Akteuren, die die Ideenwelt der sogenannten „Neuen Rechten“ um Götz Kubitschek in konkrete politische Maßnahmen übersetzen wollen. Das kulturpolitische Programm der AfD wird dabei als „patriotische Wende“ beschrieben. Die Kultur in Sachsen-Anhalt soll sich von den vermeintlichen „Irrungen“ der Moderne und einer angeblich „gebrochenen nationalen Identität“ abwenden und einem völkisch-nationalistischen Kulturverständnis untergeordnet werden.

 

Bemerkenswert ist, dass die Erinnerung an den Nationalsozialismus im Regierungsprogramm zunächst weniger offen zum Gegenstand gemacht wird. Stattdessen finden sich Forderungen nach der Ehrung „soldatischer Leistungen“ und nach der Restaurierung von Denkmälern für Gefallene. Zugleich wird implizit beklagt, dass die vermeintlich tausende Jahre umfassende positive deutsche Geschichte nach 1945 nicht ausreichend gewürdigt werde. Kai Langer, Geschäftsführer der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, erläutert in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau den größeren Zusammenhang: „Die sogenannte patriotische Wende in der Kulturpolitik, die die hiesige AfD öffentlich proklamiert, zielt nicht nur auf sämtliche Bereiche der Kultur, einschließlich Kunst und Architektur, sondern auch auf Bildung, Wissenschaft und sogar Religion. Sie alle sollen im nationalistisch-völkischen Sinne neu ausgerichtet werden. Die Gedenkstättenstiftung befindet sich insofern im Auge des Orkans, weil die Erinnerungskultur für die AfD Sachsen-Anhalt ein zentrales Thema ist.“

 

Als landeseigene Stiftung wäre sie unmittelbar von politischen Entscheidungen einer Landesregierung abhängig und damit auch dem Zugriff eines AfD-geführten Kulturministeriums ausgesetzt. Eine kritisch-selbstreflexive Bildungsarbeit und Forschung, die nach Ursachen und gesellschaftlichen Bedingungen des Nationalsozialismus fragt, könnte so zunehmend unter Druck geraten. An ihre Stelle träte eine enthistorisierende und vermeintlich „apolitische“ Darstellung des NS-Terrors. Verbunden wäre sie mit einer Erinnerungskultur, in der Gedenktage vor allem der Selbstverharmlosung einer rechtsextremen Partei dienen und ihr Sinn – das Gedenken an die Opfer der NS-Herrschaft – entleert und zur Unkenntlichkeit verzerrt wird.

 

Für Gedenkstätten, Erinnerungsinitiativen und viele engagierte Einzelpersonen würde sich damit eine Situation ergeben, wie sie in dieser Form bislang nur wenige erlebt haben. In manchen Regionen Ostdeutschlands gibt es zwar bereits seit Jahren Erfahrungen mit einer starken rechten Hegemonie und dem dadurch entstehenden Druck auf zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Eine mögliche Institutionalisierung dieser politischen Kräfte würde jedoch neue Zugriffsmöglichkeiten eröffnen: Aus gesellschaftlichem Gegenwind könnte staatliche Einflussnahme werden.

 

Damit stellt sich auch eine grundsätzliche Frage: Wie politisch muss Erinnerungsarbeit sein, wenn ihre Voraussetzungen politisch angegriffen werden?

 

Was in den 2000er Jahren häufig als bundesrepublikanischer „Erinnerungskonsens“ beschrieben wurde – die Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus ebenso wie mit dem SED-Unrecht und der DDR-Geschichte als Teil eines komplexen, sich ständig wandelnden kollektiven Gedächtnisses der deutschen Nachkriegsgesellschaft – erweist sich zunehmend als ein diskursiver Zwischenstand. Ein Konsens, der vielleicht vor allem deshalb stabil erschien, weil der gesellschaftliche und politische Gegenwind über längere Zeit begrenzt war.

 

Die Genese der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen erzählt ohnehin eine andere Geschichte. Sie war nie selbstverständlich. Die Anerkennung der deutschen Verantwortung, die öffentliche Thematisierung der Shoah und die Etablierung von Gedenkstätten und andere Formen des Erinnerns mussten gegen erhebliche Widerstände erkämpft und immer wieder neu begründet werden. Dass diese Errungenschaften heute erneut infrage gestellt werden, macht sichtbar, wie fragil die gesellschaftlichen Voraussetzungen einer demokratischen Erinnerungskultur sind.

 

Erinnerungsarbeit ist überparteilich, aber nicht wertneutral. Gedenkstätten, Initiativen und Bildungsprojekte stehen für eine demokratische Gesellschaft, für die Anerkennung historischer Verantwortung und für eine pluralistische Gegenwart. Sie stehen gegen Nationalismus und völkisches Denken, gegen Antisemitismus und Rassismus und für eine Gesellschaft, in der unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Lebensentwürfe ihren Platz haben.

 

Das ist eine Haltung, die wir nicht erst dann sichtbar machen sollten, wenn politische Mehrheiten sie unmittelbar infrage stellen. Sie gehört zur Grundlage unserer Arbeit.

 

Gedenkstätten, Erinnerungsinitiativen und engagierte Einzelpersonen sind #demokratierelevant. Sie bewahren nicht nur Geschichte, sondern tragen dazu bei, demokratische Kultur immer wieder herzustellen, zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Gerade in Zeiten, in denen diese Kultur unter Druck gerät, wird ihre Arbeit umso wichtiger.

 

Jonas Kühne für die Fachstelle der sLAG

Inhaltsverzeichnis

Neues aus der Fachstelle

Die ganz große Hitze ist vorbei und mit ihr die immerhin etwas ruhigere Phase im Jahr. Unser Gewinnerbild der Sommeraktion, gleichzeitig auch das Titelbild dieses Newsletters, kommt von EnterHistory! und erinnert noch einmal an entspannte Tage am See. Mit Blick auf die Fülle der Termine ist nun allerdings deutlich zu spüren: Das Netzwerk ist wieder mit voller Kraft aktiv. Projekte, die im ersten Halbjahr angestoßen wurden, nehmen nun sichtbar Gestalt an oder werden endgültig umgesetzt.

 

Ganz oben auf der Tagesordnung aber stehen sicher für viele die anstehenden Verhandlungen zum eingereichten Entwurf des sächsischen Doppelhaushalts 2027/2028. Wie dieser von uns eingeschätzt wird, hatten wir im Juli öffentlich gemacht (Pressemitteilung), am 26.08. wurde der Entwurf nun in den Sächsischen Landtag eingebracht. Damit sind die Verhandlungen eingeläutet. Es geht um nicht weniger als einen Gesamtetat von rund 53,5 Milliarden Euro für beide Jahre, finanziert u.a. über eine geplante Neuverschuldung von 1,46 Milliarden Euro und begleitet von einem spürbaren Sparkurs. Am selben Tag hatte der DGB gemeinsam mit Bündnispartner*innen zur Teilnahme an einem Dialog zum Doppelhaushalt eingeladen. Unter dem Motto „Die Weichen richtig stellen“, trafen sich über 50 Organisationen vor dem Landtag, um die Vielfalt und Relevanz zivilgesellschaftlichen Engagements deutlich zu machen und mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen. Wir waren ebenfalls vor Ort, haben viele Gespräche geführt und dabei neue Fäden geknüpft und den einen oder anderen Austausch über die Demokratierelevanz unserer Arbeit intensiviert.

 

Wer sich fragt, wie es zu dem inzwischen viral gegangenen Hashtag #demokratierelevant gekommen ist: Erdacht wurde er von der sLAG Anfang 2025, als die Haushaltslage besonders prekär war und wir auf die wichtige Arbeit unserer Mitglieder aufmerksam machen wollten.

 

Zu Beginn dieses Jahres, angesichts angekündigter Kürzungen, z.B. im Bundesprogramm „Demokratie leben!“, und mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt, ist bei uns und Partner*innen aus der Gedenkstättenlandschaft die Idee gereift, mit dem Hashtag eine bundesweite Kampagne zu entwickeln, welche die Wortmarke von Matthias Marx, dem im letzten Jahr viel zu früh verstorbenen Grafiker aus Dresden, integriert. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Netzwerk Digital History & Memory haben das Konzept mit großem Aufwand konkretisiert und in eine visuelle Form gebracht. Seit dem 24.08. ist auf der Kampagnenseite nun alles zu finden, was es für eine Beteiligung braucht. Wir freuen uns, wenn ihr helft, wenn Sie helfen, unsere Botschaften zu verbreiten.

 

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Für Träger von historisch-politischen Bildungsprojekten, die demokratische Haltungen stärken und Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus sowie LGBTIQ-Feindlichkeit entgegenwirken sollen, lohnt sich dieser Tage ein Blick auf die Website der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) – Anfang September startet eine neue Ausschreibung.

 

In der Fachstelle läuft indessen die Vorbereitung unserer zahlreichen Veranstaltungen weiter. Die Ausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938-1945“ wandert vom Leipziger Ariowitschhaus (noch bis 14.09.) nach Zwickau (ab 15.09.), Plauen (ab 19.10.) und Chemnitz (ab 9.11.) und unsere Mitglieder laden wir zu einem Archivworkshop sowie einer Regionalkonferenz in Südwestsachsen ein. Mitte September veröffentlichen wir außerdem das Programm unseres diesjährigen Erinnerungspolitischen Fachtags „Intervention. Antisemitismus und Erinnerungskultur“ am 18.11. in Chemnitz, den wir gemeinsam mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten veranstalten und dessen Programm in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern entstanden ist.

 

Wir wünschen euch einen guten Start in den Herbst, ruhige Momente zwischen all den Terminen und viel Kraft für das, was in den kommenden Monaten vor uns liegt.

 

Birte Sedat, Jane Wegewitz und Jonas Kühne aus der Fachstelle für NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung

Neues aus dem Sprecher*innenrat

Inklusion in der Gedenkstättenarbeit: Birger Höhn, neues Mitglied im sLAG-Sprecher*innenrat zu seiner Motivation

Ich bin seit Geburt autistischer Mensch und damit Mensch mit Behinderung. Diese eigene Erfahrung hat meinen beruflichen Weg entscheidend geprägt: Ich habe lange Zeit in Behindertenwerkstätten gearbeitet und bin seit 2018 als Teilhabeberater in der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) der Stadt AG Dresden tätig. Inklusions- und gesellschaftspolitische Themen begleiten mich seit vielen Jahren, unter anderem durch ein sehr vielseitiges ehrenamtliches Engagement. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, ein für mich schon lange sehr wichtiges Thema, insbesondere seit meinem Engagement als Peer-Referent in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein. Schulungen und Gedenkstättenbesuche zeigten mir deutlich, dass vieles im regulären Lehrplan nicht vermittelt wird, insbesondere zur „NS-Euthanasie“.

 

Inklusive Vermittlung geschieht nicht „aus dem Bauch heraus“; sie erfordert besondere Kenntnisse und viel Erfahrung. Ich möchte alle Vereine, Initiativen und Personen stärken, die sich in inklusiven Formaten engagieren. Mir kommt dabei große Offenheit entgegen, aber ich habe auch gemerkt, wie schnell viele Akteur*innen bei diesem Thema an ihre Grenzen stoßen. Vielerorts hat es oft sehr lange gedauert, bis sich überhaupt etwas bewegte. Und oftmals, auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe, herrschte und herrscht immer noch die Vorstellung, Menschen mit Behinderungen könnten so etwas nicht – eine ableistische Denkweise, die leider immer wieder thematisiert werden muss. Aber viele NS-Gedenkstätten mit Euthanasie-Thematik haben sich inzwischen auf den Weg gemacht, ihre Angebote inklusiver zu gestalten – vor allem gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen. Erfreulich ist auch, dass sich im Netzwerk „Inklusive Erinnerung“ weitere Erinnerungsorte dieser Entwicklung anschließen.

 

Diesen Weg gilt es weiterzugehen. Genau dort sehe ich mein Engagement im Sprecher*innenrat für die sLAG und für das Netzwerk in Sachsen. Ich möchte Gedenkstätten, Vereine und Initiativen beraten und außerdem mit diesem Thema meinen Teil zur Weiterentwicklung des Erinnerungspolitischen Gesamtkonzeptes für Sachsen beitragen.

 

Birger Höhn, Sprecher*innenrat der sLAG

Neues aus dem Netzwerk

Lokale NS-Geschichte auf der Bühne: „Isay Rottenbergs Zigarrenfabrik“

Treibhaus Döbeln e.V.

 

Im Juni 2026 brachte die Theater-AG des Lessing-Gymnasiums Döbeln das Stück „Isay Rottenbergs Zigarrenfabrik“ auf die Bühne des Döbelner Theaters. Im Mittelpunkt stand die Geschichte des niederländisch-jüdischen Unternehmers Isay Rottenberg und damit ein fast vergessenes Kapitel der Döbelner Stadtgeschichte.

 

Rottenberg erwarb 1932 die Deutschen Zigarren-Werke in Döbeln und sanierte den wirtschaftlich angeschlagenen Betrieb. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialist*innen war er als jüdischer Unternehmer zunehmend antisemitischer Ausgrenzung, wirtschaftlichem Druck und politischer Willkür ausgesetzt. Dennoch gelang es ihm zunächst, den Betrieb und damit zahlreiche Arbeitsplätze zu erhalten. Seine Enkelinnen Hella und Sandra Rottenberg rekonstruierten diese Geschichte Jahrzehnte später anhand umfangreicher Quellenbestände und veröffentlichten ihre Recherchen in einem Buch.

 

Auf dieser Grundlage entwickelte die Dramaturgin Janny Fuchs eine Bühnenfassung für die Theater-AG des Lessing-Gymnasiums. Über mehrere Monate setzten sich 21 Schüler*innen intensiv mit der Geschichte Rottenbergs, dem Nationalsozialismus und dessen lokalen Auswirkungen auseinander. Unter Leitung von Maria Fröhlich und Luise Dreyer erarbeiteten sie die Inszenierung; gemeinsam mit der Kunstlehrerin Anja Fischer entstanden zudem Bühnenbild und Kostüme.

 

Die Aufführung verband dokumentarische Quellen mit fiktionalen Elementen. Historisch überlieferte Gespräche und Ereignisse wurden auf der Bühne rekonstruiert und durch eine fiktive Talkshow gerahmt, in der die Familiengeschichte aus heutiger Perspektive erschlossen wurde. Einen besonderen Bezug zur biografischen Ebene stellte die Beteiligung von Isays Enkelinnen Hella und Sandra her, die bei den Aufführungen selbst auf der Bühne standen.

 

Das Projekt zeigt, welches Potenzial die Verbindung von lokaler Geschichtsforschung, kultureller Bildung und historisch-politischer Bildungsarbeit entfalten kann. Die Auseinandersetzung mit der Verfolgung Isay Rottenbergs eröffnet dabei zugleich Fragen nach gesellschaftlicher Ausgrenzung, Handlungsspielräumen und individueller Verantwortung sowie nach den Voraussetzungen einer demokratischen Gesellschaft.

 

Das Theaterprojekt war Teil des sächsischen Jahres der Jüdischen Kultur „Tacheles“ und entstand in Kooperation von Treibhaus e.V., dem Förderverein des Lessing-Gymnasiums Döbeln und der Fachstelle NS-Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung.

 

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Rückblick Workshop und Präsentation „Breslauer, Seymour, Unbekannt. Zeitzeugen mit Kamera“

EnterHistory!

 

Nicht jeder Workshop läuft so, wie man ihn geplant hat und wir sind im Juni über ein vielleicht zu ambitioniert geplantes Format von zweieinhalb Tagen gestolpert – und doch weich gelandet.

 

Die Änderung unseres Konzepts (danke an die Stiftung Sächsische Gedenkstätten für den Support) und die schwierige Materiallage (danke an die Gruppe Stolpersteine Leipzig und den Riebeckstraße 63 e .V.) forderten einiges an zusätzlicher Energie, aber schlussendlich waren wir doch mit acht Teilnehmenden einen ganzen langen und heißen Sonntag im Tonstudio.

 

Vom ursprünglichen Konzept des Workshops blieb die Biografie Rudolf Breslauers, von dessen einziger überlebender Tochter Ursula Breslauer wir eine Lebenserinnerung im Ghetto Fighter's House Museum (Israel) gefunden hatten. Sie beschreibt darin auch ihre eigene Verfolgungsgeschichte, die u.a. von Auschwitz nach Oederan führte, in ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Die Biografie von David Robert Seymour nahmen wir als Beispiel, um unsere Wege der Recherche zu beschreiben. In welchen Archiven suchen wir, wie gehen wir vor? Wie gehen wir mit „Sackgassen“ um, welche Bedeutung hat der Zufall bei der historischen Forschung? Anhand unserer Recherchen zu einer unbekannten Person schließlich widmeten wir uns an einem Beispiel dem Thema Deportationsfotos.

 

Eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit am Projekt „ReMembering Leipzig” ist die Forschung zahlreicher Einzelpersonen und Gruppen zur jüdischen Stadtgeschichte. Unsere Kontakte erlaubten uns nun den kurzfristigen Zugriff auf Forschungsergebnisse und Lebenserinnerungen, die noch unbearbeitet sind, darunter die von Gerda Gottschalk, eine der wenigen Personen, die u.a. von ihrer Zeit in der Städtischen Arbeitsanstalt Riebeckstraße und ihrer anschließenden Deportation nach Riga berichtete.

 

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Teil 2 unseres Tages war der Bearbeitung der Einträge in unsere Datenbank sowie dem Einsprechen der Texte gewidmet. Bevor es in die Sprachkabine ging, gab es für alle eine Kurzeinführung in die Arbeit mit der eigenen Stimme und ein kurzes Set „Stimm-Yoga“.

 

Insgesamt sind an diesem Tag 13 neue Mikrohörstücke entstanden, die nun online abrufbar sind und Einblicke in das Leben und die Verfolgungsgeschichte von Heinz Sprung, Gerda Gottschalk, Ursula Breslauer sowie Erna und Sigmund Fein geben.

 

Am 24.06. konnten wir dann in der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek unsere Arbeit im Rahmen der Jüdischen Woche den Gästen des Besuchsprogramms für ehemalige Leipziger Familien vorstellen und auch von unserem aktuellen Workshop berichten. Eine besondere Überraschung beiderseits: In der Gruppe war die Tochter Ursula Breslauers aus Israel! Wir haben nach intensiven und schönen Gesprächen viele neue Kontakte und werden u.a. zur Familiengeschichte der Breslauers im Austausch bleiben und sie auch im Rahmen unseres Projekts weiter bearbeiten.

 


Workshop „Bestandserhaltung – Archivpraxis für kleine Vereine und Initiativen”

Anna Schüller

 

Am 4. Juli fand in den Räumen des Erich-Zeigner-Hauses der sLAG-Workshop „Bestandserhaltung – Archivpraxis für kleine Vereine und Initiativen” statt. Neun interessierte Mitglieder des VVN-BdA Leipzig waren gekommen, um die vorhandenen Unterlagen neu zu verpacken und zu erfahren, wie diese (besser) gelagert werden könnten.

 

Der Tag begann mit einem Vortrag zu den Grundlagen der Bestandserhaltung: Schadensbilder, „falsche Freunde”, der Nutzen und die Grenzen von Digitalisaten sowie die Anforderungen an den Archivraum wurden zunächst vermittelt und gemeinsam besprochen.

 

Nach einer Mittagspause ging es in die eigentliche Praxis: Ordner für Ordner wurden in kleinen Arbeitsteams die Unterlagen gesichtet, archivtechnisch bearbeitet und schließlich in Archivmappen verpackt. Am Ende des Tages kam eine beachtliche Menge an Archivkartons zusammen, die nun in den Archivraum zurückwanderten. In den kommenden Wochen wird der VVN-BdA nun die noch ausstehenden Unterlagen weiter verpacken und über eine Grobsichtungstabelle zunächst auch zugänglich machen können.

 

Das Abschlussfeedback der Teilnehmenden war durchweg positiv: Es war zwar ein langer und auch intensiver Workshop, jedoch stellte sich das Gefühl ein, etwas für die Sammlung des VVN-BdA Leipzig und deren Erhaltung getan zu haben. Somit war das Ziel, die Sensibilisierung für das einzigartige Archivgut und dessen Sicherung, erreicht.

 

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Gedenkort „Judenlager Hellerberg“: Vom Materiallager zum Judenlager, zur Entbindungsstation, zum überwachsenen Schuttberg.

Dieter Gaitzsch

 

Am 03.08.2026 fand am Gedenkort „Judenlager Hellerberg”, der heute von dichtem Grün überwachsen ist, ein Pressetermin statt. Dr. Daniel Ristau erinnerte die anwesenden Journalist*innen und Bürger*innen an die Geschichte des Lagers. Bettina Bruschke zeigte historische Aufnahmen des heute unter Schutt verborgenen ehemaligen Judenlagers. Superintendent Albrecht Nollau forderte, den Ort in einen geistig-kulturellen Stadtplan, den Dresden dringend nötig hat, aufzunehmen.

 

1942 wurden die Juden und Jüdinnen aus den Dresdner Judenhäusern in ehemalige Materialbaracken an diesem Ort umgesiedelt. Diese Verlegung diente nicht dazu, ihre Lage zu verbessern – zuvor mussten sie unterernährt mehrere Kilometer durch die Stadt zur Arbeit laufen und waren dabei Schikanen der Dresdner Bevölkerung ausgesetzt. Der kürzere Arbeitsweg sparte vor allem Energie für die Zwangsarbeit im Goehle-Werk von Zeiss-Ikon. Zugleich konnte Dresden ab diesem Zeitpunkt als „judenfrei“ gemeldet werden. Anfang 1943 wurden die Menschen vom Leipziger Bahnhof aus nach Auschwitz deportiert. Von 293 Menschen überlebten nur zehn diese Hölle.

 

Die Geschichte des Ortes endete damit nicht. Aus den Baracken wurde ein Entbindungslager für Zwangsarbeiterinnen, die kurz nach der Geburt wieder zur Arbeit gezwungen wurden und ihre Kinder nie wiedersahen. Belegt sind 497 Geburten; 225 der Kinder starben vor ihrem ersten Geburtstag. Das Leid hinter den Zahlen ist unfassbar.

 

Nun ist die Geschichte dieses Ortes aber nur scheinbar zu Ende. Ein offener Brief beschreibt die aktuelle Situation. Wer den Brief noch mitunterzeichnen möchte, kann sich per Mail an Johannes Lichdi wenden oder auf der Website „Nordpark gestalten” unterschreiben.

 

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25 Jahre Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Dr. Josephine Ulbricht, GfZL

 

Mit dem anspruchsvollen Vorhaben „Erinnern für die Zukunft” wurde am 12. Dezember 2001 die Gedenkstätte für Zwangsarbeit eröffnet – als erste Gedenkstätte in Deutschland, die sich explizit dem Thema Zwangsarbeit widmete. Ihre Gründung geht auf den Förderverein „Dr. Margarete Blank e.V.” und dessen damalige Vorsitzende Charlotte Zeitschel zurück. Als nach dem Mauerfall Mitte der 1990er Jahre zunehmend ehemalige Zwangsarbeiter*innen, insbesondere Frauen, die in den KZ-Außenlagern der HASAG in Leipzig und Taucha inhaftiert gewesen sind, nach Leipzig kamen, um den Ort zu besuchen, an dem sie viel Leid und Qual erlitten, waren die Mitglieder des Vereins da, um ihnen zuzuhören. Auch die Geschäftsführung des Umweltforschungszentrums (UFZ), das seinen Sitz auf dem ehemaligen Leipziger Werksgelände des Rüstungsunternehmens HASAG hat, öffnete seine Türen und empfing die Besucher*innen. Es ist dem hartnäckigen Einsatz von Charlotte Zeitschel und von Mitarbeitenden des UFZ, insbesondere dem Stadtrat Dr. Christian Jonas, zu verdanken, dass die Idee von der Einrichtung einer Informations- und Begegnungsstätte für ehemalige Zwangsarbeiter*innen auf den Tisch des Leipziger Oberbürgermeisters kam.

 

Im Laufe des Jahres 2000 beschloss der Leipziger Stadtrat die Einrichtung einer Gedenkstätte sowie eines Besuchsprogramms für ehemalige Zwangsarbeiter*innen. Als Standort wurde gemeinsam mit der UFZ-Geschäftsführung ein ehemaliges Pförtnerhaus aus den 1970er Jahren am historischen Ort des HASAG-Werksgeländes, dem heutigen Wissenschaftspark in der Permoserstraße 15, gewählt. Mittels großzügiger Spenden konnte das kleine Gebäude binnen kurzer Zeit umgebaut werden. Im Dezember 2001 wurde die Gedenkstätte in Anwesenheit von Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, zahlreichen ehemaligen Zwangsarbeiter*innen und Interessierten eröffnet.

 

In den letzten 25 Jahren hat sich die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig (GfZL) zu einer deutschlandweit bekannten Einrichtung weiterentwickelt. Während ihr Betrieb in der Anfangszeit ehrenamtlich und mit ABM-Stellen gestemmt werden musste, konnten in den letzten Jahren sukzessive feste Stellen geschaffen werden. Heute arbeiten vier Mitarbeiter*innen in Teilzeit und eine Projektmitarbeiterin hauptamtlich für die GfZL. Hinzu kommen zahlreiche freie Mitarbeiter*innen und Guides. Seit 2014 erhält die GfZL eine institutionelle Förderung durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten und seit 2015 durch das Kulturamt der Stadt Leipzig. Zudem konnten seit 2020 zwei Projekte im Rahmen von „Jugend erinnert”, das vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und seit 2024 auch durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert wird, eingeworben und durchgeführt werden.

 

Geblieben ist der Fokus auf die Schicksale der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, die freie Trägerschaft durch den inzwischen umbenannten Förderverein „Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Leipzig e.V.” sowie eine nahbare Gedenkstättenarbeit.

 

Diese positive Bilanz darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass alles hart erkämpft werden musste und ohne den Einsatz vieler Menschen im Ehrenamt so nicht möglich gewesen wäre. Deswegen an dieser Stelle: Ein großes Danke an alle, die die Gedenkstätte in den vergangenen 25 Jahren unterstützt haben!

 

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Virtuelles Gedenkbuch für Opfer der NS-Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo – Neues Projekt der Gedenkstätten Pirna-Sonnenstein und Großschweidnitz

Gedenkstätte Großschweidnitz und Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

 

In einem gemeinsamen Projekt wollen das Deutsch-Polnische Haus sowie die Gedenkstätten Großschweidnitz und Pirna-Sonnenstein ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo erstellen.

 

Die 1895 gegründete westpreußische Anstalt Konradstein gehörte seit dem Ende des Ersten Weltkrieges zum polnischen Staat. Nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 wurde die Anstalt Kocborowo dem Deutschen Reich „eingegliedert” und hieß wieder Konradstein.

 

Bereits im Herbst 1939 begannen Massenerschießungen von Patientinnen und Patienten durch den SS-Wachsturmbann Eimann. Etwa 1.700 Menschen fielen den Morden im Wald von Spegawsken/Szpęgawsk zum Opfer. Die überlebenden und neu aufgenommenen Patienten wurden 1941 in die zentral organisierten Krankenmorde einbezogen. Am 22.07.1941 verließ ein Transport mit etwa 500 Menschen Konradstein in Richtung Sachsen. Die meisten wurden in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet. Weitere fielen den dezentralen Krankenmorden vor allem in Großschweidnitz zum Opfer.

 

Die Anstalt in Konradstein blieb die wichtigste psychiatrische Einrichtung im Gau Danzig-Westpreußen. Sie wurde zu einem Ort der „Kindereuthanasie”. Wahrscheinlich wurden auch erwachsene Patientinnen und Patienten durch überdosierte Medikamente und Hunger ermordet.

 

Ziel des Projektes ist es, die Namen aller Konradsteiner Opfer zu ermitteln. Sie sollen in einem virtuellen Gedenkbuch zugänglich gemacht werden, um ein namentliches Gedenken zu ermöglichen. Das Gedenkbuch wird über die Webseite der Stiftung Sächsische Gedenkstätten abrufbar sein und auch ausgewählte Biografien und weiterführende Informationen enthalten.

 

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Junge Perspektiven auf regionale Geschichte im Landtag

„Spurensuche” der Sächsischen Jugendstiftung

 

Manchmal beginnt Geschichte mit einer alten Fotografie, einem vergessenen Namen, einer Erzählung aus dem eigenen Ort. Jugendliche aus ganz Sachsen haben sich in diesem Jahr auf Spurensuche begeben; sie haben Archive durchforstet, Zeitzeug*innen befragt, Orte neu betrachtet und gefragt, was Vergangenheit mit ihrem Leben heute zu tun hat.

 

Bei den Sächsischen Jugendgeschichtstagen* bringen sie ihre Entdeckungen nach Dresden – mitten in den Sächsischen Landtag. Dort zeigen sie, wie vielfältig regionale Geschichte sein kann, als Ausstellung, Film, Podcast, Gespräch oder kreative Präsentation. Ihre Projekte erzählen dabei von Erinnerung und Verantwortung, von Heimat und Veränderung.

 

In diesem Jahr setzen die Jugendgeschichtstage einen besonderen Schwerpunkt auf das „TACHELES. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen”. Damit rücken jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart, Fragen der Erinnerungskultur und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus besonders in den Fokus.

 

Ein besonderer Höhepunkt ist die Ausstellung #LastSeen, die sich in die Ausstellungstour „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945” einfügt. Sie macht sichtbar, was lange übersehen wurde, und eröffnet einen eindrücklichen Zugang zur Geschichte der Deportationen während der NS-Zeit.

 

Wer erleben möchte, wie junge Menschen ihre Perspektive auf die Geschichte sichtbar machen und mit ihnen darüber ins Gespräch kommen möchte, ist herzlich eingeladen in den Sächsischen Landtag am Freitag, den 27.11. von 10:30 bis 16:00 Uhr zum Projektemarkt der Sächsischen Jugendgeschichtstage. Weitere Infos unter „Spurensuche

 

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* Die Jugendgeschichtstage sind der jährliche Höhepunkt des Programms Spurensuche der Sächsischen Jugendstiftung. In Kooperation mit dem Sächsischen Landtag und unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten werden regionale Geschichtsprojekte von Jugendlichen unterstützt und sichtbar gemacht. Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Gesundheit, Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Save the date!

Vor aller Augen. Wie das jüdische Leben aus Bautzen verschwand.

Netzwerk tvBUNT

 

Am 9. November lädt ein breites Bündnis aus Bautzener Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kirche und Zivilgesellschaft auf den Kornmarkt ein. Gemeinsam erinnern wir an die Novemberpogrome von 1938 und an die jüdischen Menschen, die einst zum Leben dieser Stadt gehörten.

 

Der Ort ist bewusst gewählt. Während des Pogroms am 10. November 1938 wurden jüdische Bautzenerinnen und Bautzener durch die Stadt getrieben und auf dem Kornmarkt öffentlich gedemütigt. Heute ist derselbe Platz montags regelmäßiger Versammlungsort einer „Mahnwache“, bei der antisemitische und verschwörungsideologische Erzählungen verbreitet werden. „Vor aller Augen“ ist deshalb Gedenken und politische Versammlung zugleich.

 

Dabei soll keine klassische mehrstündige Gedenkveranstaltung entstehen. Der Kornmarkt wird von 15:30 bis 19:00 Uhr zu einem offenen Ort des Erinnerns, Zuhörens und Begegnens. Künstlerische Installationen erinnern an jüdische Bautzener*innen, Jugendliche lesen aus Erinnerungen von Zeitzeug*innen, dazu kommen Musik und Tanz sowie eine Ausstellung und Möglichkeiten zum Gespräch und zur historischen Auseinandersetzung.

 

Das Programm wird zweimal zu erleben sein – ein Kommen und Gehen ist jederzeit möglich. Zwischen beiden Durchläufen ist für ca. 17:00 Uhr eine ökumenische Andacht an nahegelegenen Stolpersteinen geplant.

 

Die genauen Zeiten und weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze auf Trägerverbunt.

 


Veranstaltungen

September

 
01.09.26, 19:00 Uhr
Buchvorstellung
Wie Sascha seinen Vater fand
Ort: Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus


02.09.26, 19:00 Uhr
Vortrag
Die Erben der Arisierung
Ort: Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus


03.09.26, 12:30 Uhr
Exkursion
Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Treff: Herbert-Wehner-Haus, Devrientstr. 7, Dresden oder direkt bei der Gedenkstätte
Details: Wehnerwerk


03.09.26, 16:00 Uhr
Werkstattbericht, Film und Gespräch
Herbstschule: Das Gerücht über die anderen #5
Antisemitismus, der Rassismus gegenüber Sinti* und Roma* und Ableismus
Ort: Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, Dresden
Details: HATiKVA


03.09.26, 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Spurensuche: Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Ort: Stadtmuseum, Klosterhof 2, Pirna
Details: AKuBiZ


03.09.26, 19:00 Uhr
Vortrag & Gespräch
Das Gemeindehaus mit Synagoge in Plauen. Bauen und Spuren sichern
Ort: ZfBK, Schloßstr. 2, Dresden
Details: ZfBK


04.09.26, 09:00 Uhr
Exkursion
Herbstschule: Das Gerücht über die anderen #5
Antisemitismus, der Rassismus gegenüber Sinti* und Roma* und Ableismus
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: HATiKVA


04.09.26, 16:00 Uhr
Bildbetrachtung und Gespräch
Auf den Spuren der alten und neuen Dresdner Synagoge
Ort: Lichthof Albertinum, Tzschirnerplatz 2, Dresden
Details: ZfBK


06.09.26, 14:00 Uhr
Führung
„Ach wir so Vergänglichen“ – Auf den Spuren jüdischer Künstler
Ort: Neuer Israelitischer Friedhof, Fiedlerstr. 3, Dresden
Details: HATiKVA


06.09.26, 14:00 Uhr
Führung
Der Anstaltsfriedhof und die Gedenkstätte Großschweidnitz
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: StSG


06.09.26, 18:00 Uhr
Theater
Jüdische Realitäten: „Hey Jude, don’t be afraid“
Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstr. 1, Dresden
Details: ALB


07.09.26, 18:00 Uhr
Lesezirkel
Lesesalon am Montag
Treff: Haupteingang WERK 2, Braustr. 15, Leipzig
Details: Naturfreundejugend Leipzig


07.09.26, 18:00 Uhr
Theater
Letzte Tage Łódź
Ort: Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus


08.09.26, 09:00 Uhr
Workshop
Die Geschichte vom Sohn, der seine jüdische Mutter zu retten versuchte.
Ort: Theologisch-Pädagogisches Institut, Bahnhofstr. 9, Moritzburg
Details: CJ-Dresden


08.09.26, 09:30 Uhr
Tagung
Intersektionen von Antisemitismus- und Rassismuskritik
Ort: Pi-Haus, Beethovenstr. 5, Freiberg
Details: Fachnetzwerk gegen Antisemitismus


10.09.26, 19:00 Uhr
Gespräch
Was bleibt. Familien erinnern an NS-Zwangsarbeit
Ort: galerie KUB, Kantstr. 18, Leipzig
Details: GfZL


11.09.26, 10:00 Uhr
Bildungsfahrt
Bildungs- und Erinnerungsarbeit an NS-Orten „vor der eigenen Haustür“:
Erinnerungsort des KZ-Außenlagers Penig
Ort: Erinnerungsort Penig, Zum Reitplatz, Penig
Details: Zeitenblicke


13.09.26, ganztags
Tag des offenen Denkmals
Zum Tag des offenen Denkmals finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Sie sind gesondert auf folgender Seite aufgelistet:
Übersicht Tag des offenen Denkmals


14.09.26, 18:00 Uhr
Lesung und Gespräch
Am Anfang war Schmonzes
Ort: VHS Dresden, Annenstr. 10, Dresden
Details: CJ-Dresden


15.09.26, Uhrzeit noch offen
Ausstellungseröffnung
Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945
Ort: Priesterhäuser, Domhof 5–8, Zwickau
Details: sLAG


16.09.26, 20:00 Uhr
Film
Ich bin der Welt abhanden gekommen
Ort: ZfBK, Schloßstr. 2, Dresden
Details: ZfBK


17.09.26, 14:30 Uhr
Netzwerktreffen
Jüdisches Leben in Sachsen
Ort: Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, Leipzig
Details: Anmeldung bis 15.09. bei Anne Martin


17.09.26, 19:30 Uhr
Eröffnung des Audiowalks
Resonanzen
Ort: Meschwitzstr. 9, Dresden
Details: Fragmente & Frequenzen


19.09.26, 11:00 Uhr
Workshop
Opa war kein Nazi – oder vielleicht doch? Familiengeschichte im Nationalsozialismus erforschen
Ort: Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: sLAG


21.09.26, 18:00 Uhr
Lesezirkel
Lesesalon am Montag
Treff: Haupteingang WERK 2, Braustr. 15, Leipzig
Details: Naturfreundejugend Leipzig


23.09.26, 17:00 Uhr
Fahrradtour
Jüdisches Leben
Treff: Bahnhof Heidenau
Details: AKuBiZ


23.09.26, 19:30 Uhr
Gespräch
Luther und die Juden – Gegenwärtige Perspektive zu einem alten Thema
Ort: Ev.-Luth. Kirchgemeinde, Altseidnitz 12, Dresden-Blasewitz
Details: CJ-Dresden


24.09.26, 17:00 Uhr
Rundgang
An jüdisches Leben erinnern
Treff: Stele am Brühlschen Garten 1, Dresden
Details: CJ-Dresden


25.09.26
Bildungsfahrt
Potsdam – Wo Geschichte Verantwortung wird
Treff: Herbert-Wehner-Haus, Devrientstr. 7, Dresden. Zustiege entlang der Fahrtroute möglich
Details: Wehnerwerk


25.09.26, 18:00 Uhr
Filme und Gespräch
„I am what I am” und „Familie Bajrić”
Ort: Kulturkiste K2, Schössergasse 3, Pirna
Details: AKuBiZ


26.09.26, 10:00 Uhr
Bildungsfahrt
Bildungs- und Erinnerungsarbeit an NS-Orten „vor der eigenen Haustür“:
Lernort „Unantastbar Mensch“
Treff: Rudolf-Krahl-Str. 60, Chemnitz
Details: Zeitenblicke


27.09.26, 11:00 Uhr
Führung
Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63
Treff: Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: Riebeckstrasse63


30.09.26, 18:00 Uhr
Gespräch
Digitaler ASF-Salon: Eugenisches Denken – Wann wird Lebenswert aberkannt?
Ort: online
Details: ASF e.V.


30.09.26, 19:00 Uhr
Geführter Audiowalk
Resonanzen
Ort: Meschwitzstr. 9, Dresden
Details: Fragmente & Frequenzen

Oktober

 
01.10.26, 17:00 Uhr
Führung
Spurensuche. Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Ort: Stadtmuseum, Klosterhof 2, Pirna
Details: AKuBiZ


03. + 04.10.26, jew. 12:00 Uhr
Führung
Mut und Ohnmacht
Ort: Erinnerungsort Torgau, Schloßstr. 27, Torgau
Details: StSG


04.10.26, 14:00 Uhr
Führung
Der Anstaltsfriedhof und die Gedenkstätte Großschweidnitz
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: StSG


05.10.26, 18:00 Uhr
Lesezirkel
Lesesalon am Montag
Treff: Haupteingang WERK 2, Braustr. 15, Leipzig
Details: Naturfreundejugend Leipzig


05.10.26
Gedenkstättenfahrt
Berlin, Warschau & Brok
Start siehe Website
Details: Parcours e.V.


08.10.26, 18:00 Uhr
Gespräch
Das ganze 20. Jahrhundert in der Tasche – Generationenromane osteuropäisch-jüdischer Zuwanderer
Ort: DenkRaum Sophienkirche, Sophienstr. 2, Dresden
Details: CJ-Dresden


09.10.26, 14:00 Uhr
Führung
Ausgrenzung und Stigmatisierung psychisch kranker Menschen in Vergangenheit und Gegenwart
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: StSG


10.10.26, 18:00 Uhr
Bildungsfahrt
Die Taunus-Region
Start siehe Website
Details: AKuBiZ


11.10.26
Gedenkstättenfahrt
Gdańsk und Łódź
Start siehe Website
Details: Parcours e.V.


11.10.26, 11:00 Uhr
Führung
Zerstörung und Neubeginn: Jüdische Geschichte in der Brodyer Synagoge
Ort: Brodyer Synagoge, Keilstr. 4, Leipzig
Details: Ariowitsch-Haus


14.10.26, 16:00 Uhr
Führung
Der Neue Israelitische Friedhof
Ort: Neuer Israelitischer Friedhof, Fiedlerstr. 3, Dresden
Details: HATiKVA


18.10.26, 16:00 Uhr
Führung
Dresden als neue Heimat — Der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen
Ort: Alter Jüdischer Friedhof, Pulsnitzer Str. 12, Dresden
Details: HATiKVA


19.10.26, 18:00 Uhr
Lesezirkel
Lesesalon am Montag
Treff: Haupteingang WERK 2, Braustr. 15, Leipzig
Details: Naturfreundejugend Leipzig


19.10.26, 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945
Ort: colorido-Treff, Dittrichplatz 8, Plauen/Vogtland
Details: sLAG


22.10.26, 17:30 Uhr
Stadtrundgang
Jüdisches Leben in Pirna
Treff: Stadtmuseum, Klosterhof 2, Pirna
Details: AKuBiZ


25.10.26, 14:00 Uhr
Führung
Geschichte geschrieben — Der Neue Israelitische Friedhof
Ort: Neuer Israelitischer Friedhof, Fiedlerstr. 3, Dresden
Details: HATiKVA


28.10.26, 17:00 Uhr
Vortrag
Spuren jüdischer Opfer der Krankenmorde in der Landesanstalt Großschweidnitz während des Zweiten Weltkriegs
Ort: Gedenkstätte, Friedhofsweg 1, Großschweidnitz
Details: StGS


31.10.26, 11:00 Uhr
Führung
Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63
Treff: Riebeckstr. 63, Leipzig
Details: Riebeckstrasse63

 


Tipps

 
01.09.–30.11.26, 11:00 Uhr
Ausstellung
100+ Synagogen in Deutschland (Vernissage am 09.09., 11:00 Uhr)
Ort: Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig
Details: Capa-Haus


06.09.–30.11.26, 08:15 Uhr
Gedenkfahrt
Eine Spurensuche an Orten jüdischer Verfolgung im Nationalsozialismus
Treff: Hauptbahnhof, Bayerische Str., Dresden
Details: Staffelstab Erinnerung


11.09.26, 11:00 Uhr
Symposium
Postzeitzeugenschaft. Kunst als Vermittlung
Ort: Schaubühne Lindenfels, Leipzig
Details: Schaubühne Lindenfels


14.09.26, 19:30 Uhr
Gespräch zur Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“
100 Jahre Georg-Arnhold-Bad Dresden: Erinnerungskultur Dresdner Stadtgeschichte
Ort: Zentralbibliothek im Kulturpalast, Wilsdruffer Str. 18, Dresden
Details: Jüdische Sportstars


29.09.26, 19:00 Uhr
Gespräch
Zwischen Anfeindung und Ausschluss: Antisemitismus im Sport
Ort: Capa-Haus, Jahnallee 61, Leipzig
Details: Capa-Haus


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