sLAG AusNs

Selbstverständnis der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

I.

Die Sächsische Landesarbeitsgemeinschaft (im Folgenden: sLAG) Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist ein Netzwerk von Vereinen, Verbänden, Initiativen, Geschichtswerkstätten, Projekten und Einzelpersonen.

In Sachsen existiert eine vielfältige Landschaft von politisch-historisch engagierten Akteur*innen die sich mit unterschiedlichen Zugängen und thematischen Schwerpunkten mit der Geschichte des Nationalsozialismus in lokalen, regionalen und überregionalen Zusammenhängen auseinandersetzen. Menschen aus mehrheitlich ehrenamtlichen, aber auch institutionellen Zusammenhängen leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Damit tragen sie zur Entwicklung eines kritischen erinnerungspolitischen Diskurses in Sachsen bei. Die sLAG Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus knüpft hieran an.

II.

Wir verstehen uns als geschichtspolitisches Netzwerk in Sachsen, parteipolitisch neutral und parteiunabhängig. Angesichts weit verbreiteter populistischer und rassistischer Positionen sehen wir in der intensiven Auseinandersetzung mit der Ideologie und Herrschaft des nationalsozialistischen Systems, seinen Hintergründen und Funktionswesen, mit dessen Verbrechen und seinen konkreten lokalen Auswirkungen einen wesentlichen Beitrag für die Stärkung einer demokratischen Kultur in Sachsen. Grundlage unserer Arbeit ist der Respekt für alle Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Das schlie├čt die Wertschätzung von Diversität und Vielschichtigkeit in der Erinnerungs- und Vermittlungsarbeit in Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein.

III.

Die sLAG Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus setzt sich ein

Um diese Zielstellungen zu verwirklichen wird die sLAG Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in folgenden Bereichen aktiv:

  1. Vernetzung von Vereinen, Verbänden, Initiativen, Geschichtswerkstätten, Projekten und Einzelpersonen im regionalen Bereich, sachsenweit sowie mit Tschechien und Polen.
  2. Kontakt zu bundesweiten Netzwerken, hier vor allem dem Forum der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland. Sie strebt die Mitgliedschaft in diesem Forum an.
  3. Stärkung der im Netzwerk vertretenen Vereine, Verbände, Initiativen, Geschichtswerkstätten, Projekte und Einzelpersonen durch:
    • Förderung des fachlichen Austauschs und der Weiterbildung
    • Förderung der Zusammenarbeit mit professioneller und institutionalisierter Forschung und Vermittlung
    • Förderung von fachlichen und politischen Debatten im Themenfeld
    • Förderung der öffentlichen Wahrnehmung der geleisteten Forschungs- und Vermittlungsarbeit
    • Beratung in inhaltlichen Fragen und bei der Akquise von Fördermitteln
Stand: 15.01.2019 webstyle cs